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Katalog der UB Siegen

Künstliche High-Tech-Nasen für die Qualitätssicherung

Die Optische Nanonase auf der Hannovermesse 2006!

Auch in diesem Jahr präsentiert die Universität Siegen ein Produkt auf der gerade eröffneten Hannovermesse: Die sogenannte Optische Nanonase, die gemeinsam von der heimischen Fa. ERT-Optik, dem Research Center for Micro- and Nanochemistry and Engineering (Cµ) und dem Interdisziplinären Zentrum für Sensorsysteme (ZESS) entwickelt wurde. Die Präsentation erfolgt auf Einladung des Internationalen Büros des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), das auch die Finanzierung des Projektes gewährleistet. nanonase_hannovermesse06
 

Die Optische Nanonase ist ein Produkt der Nanotechnologie. Anders als die menschliche Nase, die nur an einem Punkt Gerüche wahrnimmt, können mit Hilfe der Nanonase 2-Dimensionale Geruchsmuster, also gewissermaßen Geruchsbilder, aufgenommen werden. Nach Auskunft der Forscher resultiert hieraus auch eine sehr hohe Empfindlichkeit der künstlichen Nase, die darüber hinaus sehr schwach ausgeprägte Gerüche in Anwesenheit von starken Geruchsbelastungen in der Umgebung wahrnehmen kann. Diese Technik soll beispielsweise in der Qualitätssicherung eingesetzt werden. 

Häufig ist zum Sicherstellen der Qualität eines Lebensmittels eine ununterbrochene Kühlkette zwischen Herstellung und Verbrauch zu gewährleisten. Dies ist in der Praxis bisher nicht oder nur sehr schwer kontrollierbar. Solche Lebensmittel können nun mit einem nur bei niedriger Temperatur stabilen jedoch bei Zimmertemperatur flüchtigen Geruchsstoffbild markiert werden. Wird nun die Kühlkette unterbrochen, wird die Geruchsmarkierung schwächer oder verschwindet vollständig, die Optische Nanonase schlägt Alarm und das Lebensmittel wird als verdorben identifiziert.

 

 

Die Abbildung zeigt Bundesministerin Dr. Annette Schavan gemeinsam mit dem Projektleiter und Geschäftführer der Fa. ERT-Optik Dr. Erwin Thiel beim Besuch des Messestandes am Eröffnungstag.