Pilotprojekt Ferienbetreuung an der Universität Siegen
Erstmals bot die Universität Siegen ein Ferienprogramm für die Kinder von Studierenden und Bediensteten auf dem Campus an.
Die Universität Siegen bot im Vergangenen Sommersemester erstmals eine Ferienbetreuung in den ersten beiden Sommerferienwochen NRW´s an.
19 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren wurden in der Zeit vom 30.06.2008 bis 11.07.2008 von vier Studentinnen, Sandra und Tanja Klassen (beide Lehramt GS Mathe, Englisch, Deutsch), Franziska Kaul (LCMS) und Anna Schleipfer (LCMS un BWL) betreut, die so Praxiserfahrungen sammeln oder ihr schmales Studentinnenbudget aufbessern konnten.
Die Ferienfreizeit ist eine weitere Maßnahme zur Umsetzung der Zielvereinbarungen des Audit "Familiengerechte Hochschule" und wurde im Büro der Gleichstellungsbeauftragten, Dr. Elisabeth Heinrich, organisiert.
Viele Lehrende und Studierende waren von der Idee, eine Ferienbetreuung auf dem Campus durchzuführen, angetan. Es fanden sich schnell Kooperationspartner zur Durchführung spannender Projekte. So standen in der ersten Woche Experimente in der Biologie mit Frau Kremer, ein aufregendes Piratenprojekt (durchgeführt vom Seminar "spielpädagogische Projekte" von Herrn Prof. Barz), die Entwicklung einer Radiosendung mit Radio Sirup und die Eroberung des SiZe (Siegener Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biographieforschung) durch die Kinder und die Mitarbeiterinnen von Frau PD Dr. Behnken auf dem Programm.
In der zweiten Ferienwoche erhielten die Kinder die Gelegenheit in der Chemie mit Frau Prof. Wickleder und ihren MitarbeiterInnen zu forschen, mit Herrn Schopp und den Mitarbeitern des ZIMT einen Film über die Ferienbetreuung zu erstellen, mit Herrn Faigel ein Schattentheater einzuüben und mit Studierenden von Herrn Prof. Sauer mit Modelliermasse kreativ zu werden. Obwohl die Kinder alternativ immer die Möglichkeit hatten, draußen oder im Basisraum frei zu spielen, bevorzugten sie die Teilnahme an den spannenden Angeboten, die sie durch ihr Interesse und ihre Begeisterung erst zum Erfolg werden ließen.
"Die Hochschule bot die idealen Voraussetzungen zur Umsetzung einer solchen Ferienbetreuung", berichtet die Leiterin des Projektes aus dem Gleichstellungsbüro, Frau Dipl.-Soz.-Päd. Anette Göbel. Es gab sowohl Experten, die Kursinhalte erarbeiten konnten als auch Studierende, die sie in der Praxis erprobten. Für Schlechtwetterlagen stellte die Stadt Siegen freundlicherweise die Turnhalle der Haardterberg-Schule zur Verfügung, die sich unmittelbar in der Nachbarschaft der Universität befindet. Zu erwähnen wäre noch, dass der AStA die Kosten für die Kinder von Studierenden in volle Höhe übernommen hat.
Die Ferienbetreuung war für alle eine Gewinn und wir können von einem großen Erfolg sprechen, der in den nächsten Sommerferien fortgesetzt werden soll. Nachfragen für Betreuungsplätze im nächsten Jahr sind bereits im Gleichstellungsbüro eingegangen.



