..
Suche

Personensuche
Veranstaltungssuche
Katalog der UB Siegen
Mitgliedschaft in:
/ fb11 / uts / aktuelles /
 

Aktuelles

 

16.09.2013:   Lehrstuhl für Umformtechnik der Universität Siegen erhält 1. Preis der AVK

Bei dem seit 1995 auf der internationalen AVK-Tagung (Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V.) verliehenen Innovationspreises wurde der Lehrstuhl für Umformtechnik (UTS) der Universität Siegen unter Leitung von Herrn Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel mit dem ersten Preis im Bereich Forschung und Wissenschaft ausgezeichnet (Abbildung 1).

Der Lehrstuhl UTS setzte sich erfolgreich bei der am 16. September 2013 verliehenen Auszeichnung gegen die beiden anderen Finalisten, der RWTH Aachen (2. Platz) und der FAU Erlangen-Nürnberg (3. Platz), durch. Der Preis wird jedes Jahr für herausragende Innovationen im Bereich Faserkunstverbunde vergeben. Vorgestellt wurde von Dipl.-Ing. Markus Junge, wissenschaftlicher Mitarbeiter am UTS, ein Verfahren zum Gleitziehbiegen (GZB) endlosfaserverstärkter Thermoplaste (FVT).

preisuebergabe_kAbbildung 1: Preisträger und Gratulanten in der Kategorie Forschung/Wissenschaft (v.l.): Heike Wolfangel, Mitglied im AVK-Vorstand/Wolfangel GmbH, Prof. Bernd Engel, Evelyne Soemer, Markus Junge (alle Universität Siegen – Lehrstuhl für Umformtechnik), Dr. Gerd Esswein, Mitglied im AVK-Vorstand + Mitglied Innovationspreis-Jury, Freudenberg New Technologies SE & Co. KG

 

 

 

 

 

 

Die Basis des GZB von FVT bildet eine Umformstation mit spezifischen Werkzeugen und IR-Strahlern zur Fertigung von Profilen. Zunächst wird das plattenförmige Halbzeug (Organoblech) aufgeheizt, dann in die Umformstation transferiert, die Werkzeuge werden geschlossen und anschließend das Profil gezogen und abgekühlt. Die mit eigenen Mitteln finanzierte vollautomatisierte Prototypanlage kann mit gängigen Komponenten, Antrieben und Sensoren aufgebaut werden und stellt derzeit ein Unikat dar (Abbildung 2). Dank einer speicherprogrammierbaren Steuerung wird der Prozess geregelt, die einzelnen Aktuatoren und Heizfelder können miteinander kommunizieren und wirken Chargenschwankungen des zugeführten Halbzeugs entgegen. Die Verwendung ausschließlich elektrischer Antriebe sowie geringer Mengen Druckluft zur Kühlung von Temperatursensoren und der Verzicht auf Chemikalien sowie andere Gefahrenstoffe macht es möglich, auf gesonderte ökologische Maßnahmen zu verzichten. Die mittels des Gleitziehbiegens hergestellten Profile können im Gegensatz zu Verbundwerkstoffen mit duroplastischen Kunststoffen, bekannt aus der Herstellung von Rotorblättern für Windkraftanlagen, nahezu vollständig wiederverwendet werden. Somit wird eine in der heutigen Zeit immer wichtiger werdende Nachhaltigkeit sowohl des Prozesses als auch des verarbeitenden Werkstoffes sichergestellt.

img_8108_b4_kAbbildung 2: Prototypanlage zum Gleitziehbiegen von endlosfaserverstärkten Thermoplasten am Lehrstuhl für Umformtechnik der Universität Siegen

 

 

 

 

 

 

 

 

Die gegenwärtig maximal realisierbare Geschwindigkeit des Prozesses liegt bei 15 m/min und ist somit um ein Vielfaches höher als bei vergleichbaren Verfahren, wie zum Beispiel dem Intervallheißpressen (max. 1.5 m/min). Die fertigungsspezifisch notwendigen Kräfte lassen sich durch geringere Kontaktfläche zwischen Halbzeug und Werkzeug um den Faktor 1000 gegenüber konventionellen Thermoformverfahren reduzieren. Darüber hinaus erlauben die kompakten Werkzeuge und Rüstzeiten von unter 5 Minuten den flexiblen und kostengünstigen Wechsel des Profilquerschnitts. Die einfache Anlagentechnik und niedrige Betriebskosten machen das Verfahren von der Fertigung für Prototypen bis zur Großserie wirtschaftlich.

Weitere Informationen zur AVK und dem Innovationspreis unter www.avk-tv.de

Am 13. und 14. Februar fand das 2. Biegeforum unter dem bekannten Label „Biegen in Siegen“ statt.

Bereits zum zweiten Mal tauschte man sich über Innovationen im Bereich der Rohr- und Profilbiegetechnik aus. Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel (Leiter des Lehrstuhls für Umformtechnik – UTS) schaffte es .........      weiterlesen

Lehrstuhl für Umformtechnik auf der Euroblech vom 23. - 27.10.2012 

blech2012_1Vom 23. bis zum 27. Oktober 2012 präsentierten sich über 1520 Aussteller auf der Euroblech 2012 in Hannover einem internationalen Fachpublikum. Auch der Lehrstuhl für Umformtechnik der Universität Siegen war unter den Ausstellern vertreten. In diesem Jahr präsentierten sich Professor Bernd Engel und sein Team auf dem Gemeinschaftsstand der Europäischen Forschungsgesellschaft für Blechumformung e. V. (11/E08). Genauso wie auf der Tube 2012 im vergangenen Frühjahr, wurden aktuelle Forschungsergebnisse sowie neue Denkansätze aus dem Bereich „Umformtechnik meets Leichtbau“ aufgezeigt.

Die rote Schnur aus Siegen zieht sich in diesem Jahr weiterhin eng um die Themen „Standard und Regelwerke“. Geschaffen werden sollen einheitliche Prozesse und Begrifflichkeiten für bisher nicht genormte Biegeverfahren. Die damit verbundenen Bauteilauslegungen und Prüftechniken für Bauteile werden ebenfalls berücksichtigt. Fundierte Ergebnisse aus dem vom BMWi geförderten Forschungsverbundprojekt „Entwicklung eines Industriestandards für die Profil- und Rohrbiegetechnik“, konnten präsentiert und zwischen Anwendern und Mitarbeitern des UTS auf dem Messestand diskutiert werden. Konstrukteure, Umformer und Verwender von Biegebauteilen soll mit dem umfangreichen Erfahrungswissen geholfen werden, die Prozessabläufe von der Konstruktion, über die Fertigung, bis hin zum Endprodukt durch Integration des Knowhows aus dem Projekt zu vereinfachen. Angestrebt wird ein Tool, welches dem Designer bereits bei der Ideenfindung hilfreich ist. Nach Eingabe der Halbzeugeigenschaften wird dem Designer für die gewünschte Biegegeometrie ein effektives, als auch effizientes Biegeverfahren zur Auswahl gestellt.

blech2012_2Ein weiteres Hauptaugenmerk des insgesamt 17 köpfigen Lehrstuhlteams liegt auf den Leichtbaukonzepten. Die Integration von leichten, innovativen Verbundwerkstoffen in konservativen Biegestrukturen aus Stahl und Aluminium wird vorangetrieben, aber auch als Stand-Alone-Konzept verfolgt. Neue Umformprozesse für glasfaserverstärkte Thermoplaste werden erforscht und hierzu Kennwerte ermittelt. Ein Beispiel für die Funktion dieses Konzeptes ist der Freiformroller, welcher auf dem Messestand bestaunt werden konnte. „Freiform“ steht für die freiformgebogenen Rohre, als auch für die frei umgeformten GFK-Teile, die intelligent miteinander kombiniert wurden. Im nächsten Schritt sollen, diese Techniken in zukünftige Produkte sinnvoll integriert werden. Erste Ansätze konnten bereits im Bereich der Elektromobilität gefunden werden.

Sicherheit entwickeln - Leichtigkeit entdecken 

bruehmann(31.07.2012)  Ein Beispiel für Vernetzung und gute Zusammenarbeit zwischen Fachhochschule und Universität auf der einen und der Wirtschaft auf der anderen Seite zeigt der Werdegang von Jasmin Brühmann, Doktorandin im Bereich Leichtbau, Department Maschinenbau an der Universität Siegen.       den ganzen Artikel lesen

 "Biegen in Siegen"   10. Bisi Experten-Workshop

BiSi-Expertenworkshop 2012(10.07.2012) Am Lehrstuhl für Umformtechnik der Universität Siegen (UTS) fand der bereits 10. Expertenworkshop der Veranstaltungsreihe „Biegen in Siegen“ (BiSi) statt.

In Tradition der vorangegangenen Workshops konnte die Expertenrunde aus Wissenschaftlern, Maschinenbauern und Anwendern durch neue Teilnehmer erweitert werden. Damit wird der Fundus des zur Verfügung stehenden Fachwissens immer umfangreicher. Themen der letzten Sitzung waren die Verabschiedung der Endfassung der VDI-Richtlinie 3430 sowie die Weiterbearbeitung der neuen Richtlinie zur Prüfung von Biegebauteilen.

Zu Papier gebracht wird das Fachwissen derzeit mithilfe des VDI Fachausschusses Biegetechnik (VDI GPL Fb1 FA 113). Der BiSi-Expertenworkshop stellt hierfür die Mitglieder. Des Weiteren unterstützt der BiSi-Expertenworkshop das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsverbundprojekt „Entwicklung eines Industriestandards für die Profil- und Rohrbiegetechnik“. Dieses Projekt wird vom Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) der TU-Dortmund, der Tracto-Technik GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit dem UTS bearbeitet. Damit tritt der Expertenworkshop für einen einheitlichen Standard in der gesamten Biegebranche ein. Diese Standards sollen bis hin zu den Anwendern in Automotive, Luft- und Raumfahrt, der Möbelindustrie, der Architektur- und Bauindustrie sowie in die Nischenbranchen getragen werden. Die Vereinheitlichungen von Konstruktion als auch Design, des Anlagenbaus, der Produktionsprozesse und den damit verbundenen Qualitätsstandards stehen im Vordergrund.

Die Expertenrunde hat die VDI-Richtlinie 3430 „Rotationszugbiegen von Profilen“ mit der Einarbeitung der bis zum 31. Mai 2012 eingegangen Einsprüche finalisiert und in den Weißdruck entlassen. Der Inhalt der Richtlinie wird damit zum Stand der Technik und erhält rechtliche Bedeutung. Die anwesende Repräsentantin des VDI beglückwünschte die Teilnehmer zur erfolgreichen Verabschiedung ihrer ersten Richtlinie, welche den Grundstein für die weitere Normungsarbeit legt.

Mit der seit November 2011 in Bearbeitung befindlichen Richtlinie VDI 3431 – unter dem vorläufigen Titel „Prüfvorschrift für Rotationszugbiegebauteile mit kreisrundem Querschnitt“ – verfolgt das Gremium des BiSi-Expertenworkshops das nächste anspruchsvolle Ziel zur Schaffung einer Grundlage einheitlicher Qualitätssicherung bei Biegebauteilen. Die Expertenrunde ist guter Dinge, den Erlass der „Prüfrichtline“ binnen der nächsten ein bis anderthalb Jahre zu bewerkstelligen. Das Erfahrungswissen aus den bisherigen Arbeiten trägt hierzu sicherlich bei.

Der nächste Expertenworkshop ist für den 8. November bereits fest eingeplant.

Vormerken im Terminkalender sollte man sich ebenfalls das zweite BiSi-Biegeforum vom 13. bis 14. Februar 2013 an der Universität Siegen. Der „biegetechnische Aschermittwoch“ bietet auch 2013 wieder die Gelegenheit, sich über das Biegen sowie die angrenzenden Themengebiete auszutauschen. Hier sind neben Experten alle Biege-Interessenten angesprochen.


08.05.2012: VDI-Richtlinie 3430  

Die Einspruchsfrist zum Gründruck der VDI-Richtlinie 3430 läuft zum 31. Mai 2012 ab. Die bis dahin gesammelten Einsprüche werden in einer öffentlichen Sitzung des Experten-Workshops behandelt. Der genaue Termin für diese Sitzung wird bei der Sitzung am 24. Mai festgelegt.


 

Rohre und Röhren: "Tube2012", Uni Siegen mit dabei 

2012-03-27_16.19.40bVom 26. bis zum 30. März 2012 hatte die Tube2012 in Düsseldorf ihre Pforten geöffnet. Rund 1500 Aussteller präsentierten den Fachbesuchern aus über 100 Ländern auf der internationalen Fachmesse für Rohr, Röhren, Herstellung und Verarbeitung neue Techniken und zukünftige Einsatzzwecke für Rohre und ihre Endprodukte. Professor Bernd Engel und sein Team vom Lehrstuhl für Umformtechnik waren zum zweiten Male mit dabei. Diesmal mit einem Gemeinschaftsstand (05/A34) des Instituts für Umformtechnik und Leichtbau des TU-Dortmund.

Mit den unterschiedlichsten Exponaten zeigte der Lehrstuhl für Umformtechnik Beispiele aus seinem umfangreichen Repertoire verschiedener Forschungsschwerpunkte, die sich alle im Bereich des Biegens ansiedeln. Bearbeitet werden diese von zurzeit 14 wissenschaftlichen Mitarbeitern. Gebogen werden derweil nicht mehr nur metallische Werkstoffe, vielmehr kommen auch Verbundwerkstoffe und glasfaserverstärkte Thermoplaste zum Einsatz. Außerdem legt der Lehrstuhl Wert auf die Standardisierung bereits bestehender Fertigungstechniken des Biegeumformens. Die derzeit im Gründruck erhältliche VDI 3430 „Rotationszugbiegen von Profilen“ ist ein Beispiel, welches in Zukunft durch eine weitere VDI-Richtlinie mit dem Titel „Prüfvorschrift für Rotationszugbiegebauteile“ ergänzt werden soll. Die Richtlinien entstehen in einem Arbeitskreis unter dem bekannten Label „Biegen in Siegen“. Dieser stellt nebenbei den größten Teil der Mitglieder des VDI-Fachausschusses Biegetechnik (VDI-GPL-FB1_FA113).

bmwi_kDass sich der Lehrstuhl für Umformtechnik die Standardisierung auf die Fahnen geschrieben hat, zeigt des Weiteren das vom BMWi geförderte Forschungsverbundprojekt „Entwicklung eines Industriestandards für die Profil- und Rohrbiegetechnik“. Die Verbundpartner, der Lehrstuhl für Umformtechnik (Uni Siegen), das Institut für Umformtechnik und Leichtbau (TU-Dortmund) und die Tracto-Technik GmbH & Co. KG (Lennestadt) möchten den Designern von Biegebauteilen ein Auslegungstool an die Hand geben, um eine erste Abschätzung zur Realisierbarkeit von Biegebauteilen zu ermöglichen. „Ihre Vision – unser Standard“ lautet die Devise. Die Ergebnisse werden im Anschluss in einen Normungsprozess im NATG überführt, um diese in eine DIN zu transferieren.