Curriculum vitae
1934 bin ich in Berlin geboren, dort aufgewachsen - mit kriegs- und nachkriegsbedingten Unterbrechungen - und ich habe in meiner Heimatstadt bis 1970 gelebt. Nach einer Berufsausbildung als Radiofachkaufmann und der Abiturprüfung als Nichtschüler habe ich an der Freien Universität Berlin Wirtschaftswissenschaften und Erziehungswissenschaft studiert, das Studium mit der Diplomprüfung für Handelslehrer abgeschlossen und anschließend das zweijährige Referendariat in der kaufmännischen Berufsschule absolviert, in der ich ein knappes Jahrzehnt zuvor die Schulbank als Berufsschüler gedrückt habe. Nach dem zweiten Staatsexamen 1963 habe ich mich als Dozent am Aufbau der 1963 in Berlin gegründeten Höheren Wirtschaftsfachschule beteiligt und war bis 1970 dort als Abteilungsleiter für Volkswirtschaftslehre tätig. Mit einer Dissertation über "Vorstellungen der Verbände zur Berufsausbildung", die von Prof. Dr. Herwig Blankertz betreut wurde, bin ich an der Freien Universität Berlin 1970 zum Dr. rer. pol. promoviert worden. Danach habe ich einen Ortswechsel von Berlin nach Münster und eine Verlagerung meines Arbeitsschwerpunktes von der Volkswirtschaftslehre auf die Erziehungswissenschaft vorgenommen, weil mir Herwig Blankertz nach seinem Wechsel an die Westfälische Wilhelms-Universität dort eine Stelle angeboten hat. 1972 wurde ich zum Wissenschaftlichen Rat und Professor an der WWU ernannt und im gleichen Jahr für die Arbeit in der „Wissenschaftliche Begleitung des Kollegschulversuchs“ in Nordrhein-Westfalen beurlaubt, deren Leitung Herwig Blankertz 1972 übertragen worden war. Nach meiner Berufung an die Gesamthochschule Kassel 1974 habe ich dort den Aufbaustudiengang für graduierte Betriebswirte zum Diplom-Handelslehrer mit aufgebaut und die Berufs- und Wirtschaftspädagogik in Lehre und Forschung vertreten. Am 01.10.1977 habe ich die Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Berufspädagogik an der damaligen Gesamthochschule Siegen übernommen, bin zum 28. Februar 1999 emeritiert worden und habe bis zum 30. September 2000 diese Professur vertreten. Über meine Arbeitsschwerpunkte gibt ein Literaturverzeichnis mit über 180 Titel Auskunft. Weitere Informationen über mich sind zu finden im Digitalen Tonarchiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (http://www.bbf.dipf.de/vpo/kell/kell.html).
Nebentätigkeiten in Kommissionen:
1974 bis 1989 Leiter der Assoziierten Wissenschaftlergruppe Berufs- und Wirtschaftspädagogik des Modellversuchs Kollegschule NRW; 1978 bis 1980 Mitglied der Schulrechtskommission des Deutschen Juristentages, Leitung des Ausschusses „Schulverhältnis“; 1982 bis 1988 Mitglied des Vorstands der Kommission Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft; 1988 bis 1996 Mitglied des Vorstands der DGfE, 1994 bis 1996 Stellvertreter des Vorsitzenden, 1989 Initiative zur Herausgabe der DGfE-Zeitschrift „Erziehungswissenschaft“ und Übernahme der Redaktion bis November 1996; Leitung der DGfE-Vorstandskommission „Entwicklung der Erziehungswissenschaft in den neuen Bundesländern“; anschließend gemeinsam mit J.-H. Olbertz Leitung der DGfE-Enquete-Kommission „Erziehungswissenschaft in den neuen Bundesländern“ bis 1996; 1987 bis 1989 Mitglied der DFG-Senatskommission für Berufsbildungsforschung; 1998 bis 1999 Mitglied der Gemischten Kommission Lehrerbildung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder; 2000 bis 2001 Mitglied der Arbeitsgruppe Lehrerbildung der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen; von 1999 bis 2005 Geschäftsführender Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Lehrerbildung in Siegen-Wittgenstein und Olpe.
Akademische Selbstverwaltung:
Seit 1974 zahlreiche Funktionen u.a. als Leiter von Prüfungsämtern, Mitglied von Fachbereichsräten, Pro-Dekan, Dekan, Senatsmitglied, Senatsbeauftragter zur Analyse Wissenschaftlicher Weiterbildung an der Universität-Gesamthochschule Siegen, Senatsbeauftragter zum Aufbau eines Zentrums für Lehrerbildung an der Universität Siegen.
Ehrungen
Ehrenmitgliedschaft verliehen von der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft in
Zürich am 23. März 2004.
Doktor der Philosophie honoris causa (Dr. phil. h. c.), verliehen durch den Fachbereich
Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-Essen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ehemalige und Kolleginnen und Kollegen haben mich mit
zwei Festschriften zum 60. und 65. Geburtstag geehrt.

