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Dr.-Ing. Thomas Barth

Unterstützung wissensintensiver Prozesse




Im Rahmen einer Juniorprofessur (2002-2009) wurden Arbeiten im Bereich der Analyse und Entwicklung von Methoden zur Unterstützung wissensintensiver (Geschäfts-)Prozesse entlang des Produktlebenszyklus mit dem Schwerpunkt auf der Unterstützung der Produktentwicklung in der Industrie durchgeführt. Für eine effiziente Prozessunterstützung wurde die Nutzung von Wissen und die technische Umsetzung dieser Unterstützung in typischerweise verteilten Szenarien in den Mittelpunkt gestellt.

Eine intelligente (optimierte) Gestaltung von Produkten und deren Herstellungsprozessen ist eine zentrale Fragestellung, der sich produzierende Unternehmen in allen Branchen stellen müssen. Durch den wachsenden Druck zur Senkung der Kosten und Reduzierung der Zeit in der Produktentwicklung bei steigenden Anforderungen an die Qualität und Komplexität der Produkte idurch die Kunden st eine Optimierung der Abläufe und der Produkte unumgänglich.

Die Unterstützung komplexer, wissensintensiver Prozesse kann dabei auf unterschiedliche Weise realisiert sein, unter anderem durch
  • die Nutzung des Wissens in einem Unternehmen über die Gestaltung von Produkten und deren Herstellungsprozessen sowie
  • die Anwendung von Methoden des "Computational Engineering" (z.B. der numerischen Simulation und Optimierung von Produkten und Herstellungsprozessen im Rahmen des Virtuellen Prototyping)
Die Entwicklung von Systemen zur Prozessunterstützung im dargestellten Sinne führt zu zwei Sichtweisen darauf und resultierenden Themenbereichen, die im Rahmen dieser Juniorprofessur bearbeitet wurden:
  • Entwicklung von Methoden zur Wiederverwendung von Wissen
  • Service-orientierte, verteilte Umgebungen zur Anwendung dieser Methoden in Prozessen
Diese Bereiche wurden in der Forschungsarbeit behandelt, in entsprechender Lehre mit Studierenden thematisiert und in Kooperationen umgesetzt.

Die Arbeiten im Bereich Service-orientierter Architekturen für die Unterstützung von Geschäftsprozessen werden fortgesetzt, unter anderem im Teilprojekt SEPROROS des deutsch-französischen BMBF/ANR-Verbundprojekts RESCUE IT. Dieses Projekt wurde während der Juniorprofessur in 2009 zusammen mit Prof. Dr. D. Kesdogan (Lehrgebiet IT-Sicherheitsmanagement) beantragt und startete offiziell im Mai/Juni 2010.