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Notunterkunft schließt am 31. Juli

Land NRW beendet Betrieb der Einrichtung auf dem Haardter Berg. Bürgermeister Mues und Rektor Burckhart danken für humanitäre Hilfe.

Der Betrieb der Notunterkunft des Landes Nordrhein-Westfalen zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in der Dreifach-Sporthalle (Gebäude AR-S) und der Haardter-Berg-Schule auf dem Campus-Adolf-Reichwein-Straße der Universität Siegen wird bis zum 31. Juli 2016 weiterlaufen. Diese Entscheidung teilte die Bezirksregierung Arnsberg am 2. Februar 2016 in einem Schreiben an die Stadt Siegen mit.

Das Land NRW beendet danach nach eigenen Angaben den Betrieb des Notquartiers für Flüchtlinge, da nach der aktuellen Ausbauplanung von Landeseinrichtungen derzeit kein weiterer Bedarf im Regierungsbezirk Arnsberg besteht. Land und Bezirksregierung dankten der Stadt Siegen in dem Schreiben ausdrücklich für die große Bereitschaft, bei der Unterbringung der Flüchtlinge behilflich zu sein. Obdachlosigkeit bei den geflüchteten Menschen sei so vermieden worden.

Seit dem Start der Notunterkunft in der Uni-Sporthalle im Juli vergangenen Jahres haben rund 1.600 geflüchtete Menschen, davon viele aus Syrien und Afghanistan, auf dem Haardter Berg eine vorübergehende Bleibe gefunden. Seit Oktober wird neben der Sporthalle noch die Haardter-Berg-Schule zur Unterbringung genutzt. Damit stieg die Zahl der verfügbaren Plätze von 200 auf 450. Im Schnitt bleiben die Flüchtlinge und Asylbewerber vier Wochen in der Notunterkunft.

Dabei wird die Turnhalle als Schlafstätte genutzt, das „Herzstück“ der Infrastruktur schlägt in der Haardter-Berg-Schule mit Sozialdienst, Verpflegung, Verwaltung, Kleiderstube, Kinderbetreuung sowie Sprach- und Sportkursen. Aktuell (Stand: 03.02.2016) ist die Notunterkunft mit 291 Personen belegt, die freien Plätze sollen in dieser Woche aber noch belegt werden.

Dazu sagte Bürgermeister Steffen Mues: „Für ihre überwältigende Solidarität und Hilfsbereitschaft möchte ich den hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen und den vielen ehrenamtlichen Helfern wie Studierenden, Vereinen und Anwohnern meinen allergrößten Dank aussprechen. Den geflüchteten Männern, Frauen und Kindern konnte in kürzester Zeit viel mehr als nur ein Dach über dem Kopf zur Verfügung gestellt werden. Dank der hervorragend eingespielten Organisation und Abstimmung vor Ort war es möglich, den Menschen an vielen Stellen ihren Alltag zu erleichtern und kurzfristig Lösungen zu finden.“

Den Betrieb des Uni-Notquartiers für Flüchtlinge hatte die Stadt Siegen auf dem Wege der Amtshilfe seit dem 27. Juli 2015 übernommen. Die Universität Siegen hatte im vergangenen Jahr angeboten, die Sporthalle zur Unterbringung von geflüchteten Menschen bereit zu stellen. Prof. Dr. Holger Burckhart, Rektor der Uni Siegen: „Ich freue mich, dass wir im vergangenen Jahr in einer angespannten Situation Stadt und Region bei ihren Bemühungen um humanitäre Hilfe für Flüchtlinge bis jetzt mit Tatkraft und Sachverstand unterstützen konnten. Ich danke schon jetzt allen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement und wünsche allen Flüchtlingen von Herzen alles erdenklich Gute.“ Die studentischen Hilfsprojekte rund um die Betreuung der Flüchtlinge werden bis zum 31. Juli 2016 fortgesetzt.