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FoKoS - Das Forschungskolleg "Zukunft menschlich gestalten"



 


Das Forschungskolleg „Zukunft menschlich gestalten“ der Universität Siegen basiert auf einer gemeinsamen Initiative der Universität Siegen, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stiftung Zukunft der Sparkasse Siegen. Es ist das Ziel des Forschungskollegs, die interdisziplinäre und fächerübergreifende Forschung an der Universität Siegen zu Zukunftsfähigkeit und der Zukunftsgestaltung zu fördern und deren internationale Vernetzung voranzutreiben. Dabei basiert das Kolleg auf der Erkenntnis, dass die Gestaltung einer menschenwürdigen und nachhaltigen Zukunft es erfordert, die Grenzen der herkömmlichen Fachdisziplinen zu überschreiten.

Mit dem Leitthema „Zukunft menschlich gestalten“ werden die nachhaltige Sicherung der Zukunftsfähigkeit und die Gestaltung einer menschlichen und damit lebenswerten Zukunft als ethische Aufgabe betont. Die Erhaltung der Zukunftsfähigkeit setzt die Bewahrung der natürlichen und geschaffenen Lebensgrundlagen voraus, während zugleich durch die zunehmende Vernetzung die Anfälligkeit der Menschheit für natürliche und menschgemachte Umwelt-, Technik und Sicherheitsrisiken steigt. In einer durch zunehmende Dezentralisierung und Heterogenität gekennzeichneten Welt bedeutet dies nicht nur die Anpassung an rapide Veränderungsprozesse, sondern auch die aktive soziale, politische, ökonomische und technische Innovation.

Da es sich bei vielen der Herausforderungen um grenzüberschreitende Probleme handelt und nationale Maßnahmen Rückwirkungen auf andere Staaten haben, befasst sich der Forschungsschwerpunkt Global Governance mit den Möglichkeiten einer international abgestimmten und koordinierten Reaktion der Staatengemeinschaft, da nur eine institutionelle Einbindung aller wichtigen Akteure die nötigen globalen Regeln und Lösungsmechanismen ermöglichen kann.

Zukunftsfähigkeit setzt Bildung, soziale Absicherung und Einbindung aller gesellschaftlichen Gruppen voraus. Deshalb widmet sich der Forschungsschwerpunkt Mobilität und Diversität der Erforschung neuer Bildungs- und Arbeitsmodelle, der Anpassung an den demografischen Wandel, der Inklusion von bislang nicht integrierten Gruppen, sowie der Zuwanderung wirtschaftlich aktiver Menschen aus anderen Regionen der Welt.

Vor dem Hintergrund rapiden globalen und demografischen Wandels ergibt sich die Notwendigkeit von weitreichenden Anpassungen an diese Veränderungsprozesse. Der Forschungsschwerpunkt Innovation und Entwicklung befasst sich mit den Herausforderungen der Sicherung der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Innovationsfähigkeit in Deutschland und Europa.

Zur Sicherung einer menschlichen Zukunft gehört auch die Beherrschbarkeit von Umwelt-, Technik- und Sicherheitsrisiken. Der Forschungsschwerpunkt Zivile Sicherheit berührt somit neben einer ethischen Auseinandersetzung mit den Grenzen der Machbarkeit auch psychologische, kommunikative und rechtliche Aspekte des Einsatzes und der Verwendung von Technik.

Die Region Siegen stellt eine interessante beispielhafte Anwendung für diese Forschungsschwerpunkte dar, da sie vor erheblichen regionalen Änderungen steht, zugleich aber sehr international ausgerichtet ist und somit in besonderem Maße von internationalen Entwicklungen betroffen ist. Das Forschungskolleg betrachtet daher auch die regionale Wirkung von globalen Veränderungen und untersucht die nötigen Anpassungen für Reform- und Innovationsfähigkeit auf regionaler Ebene. Aus diesem Grund sieht sich das Forschungskolleg neben der Grundlagenforschung auch als Ansprechpartner für die Region und darüber hinaus. Es beteiligt sich an den aktuellen Debatten zu den oben erwähnten Fragen und steht mit seiner Expertise als Ratgeber und Impulsgeber zur Verfügung.