..

Workshop "Systematischer Methodenvergleich" - 22. und 23.03.2013

 

Workshop von und für NachwuchswissenschaftlerInnen


Am Freitag und Samstag, den 22. und 23.03.2013 fand ein zweitägiger Methodenworkshop statt, in dem Analysemethoden der qualitativen rekonstruktiven Sozialforschung miteinander verglichen wurden: Die methodischen Prinzipien der Dokumentarische Methode, der  Grounded Theory und der Sequenzanalyse der Objektive Hermeneutik wurden zunächst in Gruppen auf einer textbasierten Ebene aufgearbeitet und im Plenum vorgestellt. Im Plenum wurde die Frage aufgeworfen, inwiefern die Methoden der rekonstruktiven Sozialforschung nicht alle zum gleichen Ergebnis kämen. Im zweiten Teil des Workshops wurde ein narrativ-biographisches Interview, welches eine der ForscherInnen zur Verfügung gestellt hat, in den Gruppen mit allen drei Methoden analysiert.

Die Analyseergebnisse wurden wieder dem Plenum vorgestellt und in der Gruppediskutiert. Aus diesen Diskussionen sind die meisten Erkenntnisse hervorgegangen. Die 12 ForscherInnen haben zum einen eine der Methoden am Material praktizieren können, die sie am meisten interessierte, zum anderen haben sie die Praxis und die Herangehensweise der anderen Methoden durch die Vorstellung der anderen Gruppen nachvollziehen können. Die vergleichende Diskussion über die Methoden hat ergeben, dass die drei Methoden nicht nur unterschiedliche Wege, sondern auch unterschiedliche Ziele und unterschiedliche Ergebnisse haben, die latenten Sinnstrukturen im Material zu rekonstruieren.

Es sind in der Gruppe Anschlussveranstaltungen diskutiert worden: Eine im kommenden Semester stattfindende Veranstaltung soll in einem ähnlichen Rahmen einen Methodologie-Vergleich ermöglichen und die theoretischen Hintergründe der Methoden näher beleuchten. In diesem Zusammenhang sollen auch eigene Forschungsprojekte als mögliche Anwendungsfelder diskutiert werden.

Organisation: Anne-Kathrin Schwab und Jacqueline Klesse