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Wohnungen und ÖPNV für Studierende am wichtigsten

 

Das Forschungskolleg „Zukunft menschlich gestalten“ (FoKoS) hat sämtliche Studierende der Universität Siegen zu ihrem Studienort befragt. Ausgewertet sind bereits die Antworten von Studierenden, die in Siegen wohnen. Demnach sind gute und bezahlbare Wohnungen am wichtigsten, ebenso ein gut ausgebauter öffentlicher Personennahverkehr. Als weniger wichtig erscheinen ein reges Nachtleben und dass sich die Stadt kinderfreundlich aufgestellt hat. Eine enge Bindung an die Region haben die wenigsten.

Eine Projektgruppe um Prof. Dr. Christoph Strünck, Dipl.-Psych. Frank Luschei und Lisa Tönges untersucht derzeit am FoKoS die Attraktivität von Städten und Regionen. Dazu wurden sämtliche Studierende der Universitäten Siegen und Paderborn online befragt. Besonders interessant sind die Antworten von Studierenden, die in der Stadt Siegen wohnen. Eine erste Auswertung zeigt einige überraschende Ergebnisse.

So sind den Studierenden gute und bezahlbare Wohnungen am wichtigsten, gefolgt von einem gut ausgestatteten öffentlichen Personennahverkehr und einer angenehmen Atmosphäre in der Stadt. Am unwichtigsten erscheinen den Studierenden ein „reges Nachtleben“ oder kinderfreundliche Angebote der Stadt. Obwohl die Autobahnanbindung in Siegen in der Umfrage besonders gut bewertet wird, ist dieser Aspekt den meisten Studierenden nicht so wichtig.

Den größten Handlungsbedarf scheint es bezüglich guter und bezahlbarer Wohnungen zu geben: Die Studierenden sind mit dem Angebot nur mittelmäßig zufrieden. Dasselbe gilt für den ÖPNV, der am zweitwichtigsten ist, jedoch zu den fünf am schlechtesten eingeschätzten Merkmalen gehört.

Viele Studierende scheinen keine enge Bindung an die Region zu verspüren. Das dürfte auch die Wahl des späteren Arbeitsortes beeinflussen. So geben rund 47 Prozent der Studierenden an, dass es ihnen „überhaupt nicht wichtig“ ist, in Siegen wohnen zu bleiben. Auf der anderen Seite geben nur 2,4 Prozent der Befragten an, dass für sie ein Umzug woanders hin „überhaupt nicht in Frage“ komme. Rund 84 Prozent können sich sehr gut vorstellen, für einen Arbeitsplatz nach dem Studium innerhalb Deutschlands umzuziehen; weitere 14 Prozent können sich das immerhin noch „vielleicht“ vorstellen. Sollen mehr Absolventinnen und Absolventen in der Region wohnen bleiben und arbeiten, kann die Studie einige Anhaltspunkte für Verbesserungen bieten.
 
Hier finden Sie eine erste Auswertung.

Kontakt:

Dipl.-Psych. Frank Luschei
Tel.: 0271/ 740 4119
frank.luschei@uni-siegen.de