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Digitalisierung als Leuchtturm des Entwicklungsprozesses in Bad Berleburg

Die FoKoS-Mitarbeiterin Frederike Oschinsky besuchte kürzlich die Bundestagung der Deutschen Landeskulturgesellschaft in Bad Berleburg. Die Stadt mit ihren 22 Ortschaften zählt in der Region zu den Digitalisierungsvorreitern, denn hier wurden bereits zahlreiche digitale Lösungen implementiert und Projekte umgesetzt.

 

In Bad Berleburg gibt es viel zu besichtigen! Als Bürgermeister Bernd Fuhrmann seine Gäste im Hof des Schlosses Bad Berleburg begrüßte, machte er Lust auf die Stationen der Exkursion im Rahmen der Bundestagung. Denn nicht nur die Naturschätze, Wanderwege und der traditionelle Charme machen Bad Berleburg besonders. Vielmehr ist es auch die Neugierde und Offenheit gegenüber neuen Trends wie der Digitalisierung. „Ohne eine dichte Infrastruktur brauchen wir innovative Lösungen“, sagte Colette Siebert, Leiterin der Stabsstelle Regionalentwicklung.

Die Digitalisierung ist ein stark wachsendes Feld, in dessen Rahmen unter anderem technische Assistenzsysteme eine wichtige Rolle spielen. So können etwa tragbare Sensoren mithilfe lernender und anpassungsfähiger Mustererkennung den Alltag unterstützen und im Alter beispielsweise zu einer möglichst langen Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden beitragen. In Bad Berleburg sind einige der Assistenzsysteme, zu denen an der Universität Siegen geforscht wird, bereits im Einsatz. Der sogenannte SensFloor®etwa, der Veränderungen im Gangbild sowie Stürze erkennt, wurde im Boden des Gymnastikraums im Gemeindezentrum in Elsoff verlegt. Begleitet von der Architektin Dana Kurz, die an der Universität Siegen zu „Digitale Dorf.Mitte“ forscht und das Projekt „Cognitive Village – Vernetztes Dorf“ begleitete, demonstrierte Frederike Oschinsky den SensFloor® im Zuge des Treffens.

Die aktive Teilhabe am Dorfleben wird auch durch den Dorfladen Insen Laare Elsoff vereinfacht, in welchem technische Alltagsbegleiter angewendet und erprobt werden. Er ist ebenfalls angelehnt an das Konzept „Cognitive Village“ und hat sich als lebendiger Begegnungsort etabliert. Üblich ist hier, von der nahen Arztpraxis digital zu erfahren, wann man zur Sprechstunde erscheinen kann oder bei einer erkrankten Nachbarin per Onlineanruf nachzufragen, was sie vom Einkaufen benötigt. Dass physische Orte durch digitale Technik gut ergänzt werden können, zeigt sich auch im Zentrum Via Adrina in Arfeld, welches als innovativer Lernort und Treffpunkt für alle Generationen neu errichtet wird.

„Heimat im Jahr 2030 – das kann aber selbstredend nicht nur digital sein“, führte Frederike Oschinsky während der Führung in der Wisent-Wildnis am Rothaarsteig an. Die Wisente in freier Wildbahn zu sehen ist malerisch, der Wisent-Pfad naturbelassen. Bad Berleburg steht folglich auch für ein lebendiges Miteinander und Ehrenamt sowie das Abschalten in der Natur als sinnvolles und nötiges Komplementärprogramm zur Digitalisierung.

Bevor Bürgermeister Bernd Fuhrmann seine Gäste nach der Rückankunft am Schloss Bad Berleburg verabschiedete, blickte er motiviert in die Zukunft. Um den gesamtstädtischen Entwicklungsprozess von Bad Berleburg durch digitale Lösungen weiterhin voranzutreiben, wird seine Stadt in Kooperation mit dem FoKoS zeitnah beginnen, eine Digitalisierungsstrategie auszuarbeiten. Die Leuchtturm-Projekte seiner Kommune sollen kein Strohfeuer bleiben, sondern zielgerichtet dazu beitragen, die Stadt als attraktiven Arbeits-, Wohn-, Einkaufs- und Tourismusstandort weiterzuentwickeln. In Bad Berleburg ist also nicht nur viel zu besichtigen, sondern auch viel auf dem Weg, die Zukunft zu gestalten.