Konferenz
Gendered Visibility? 19. Fachtagung des Arbeitskreises Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit (AKGG-FNZ) - Stuttgart 10-11/13
| Veranstalter: | Arbeitskreises Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit (AKGG-FNZ) |
| Datum, Ort: | 31.10.2013-02.11.2013, Stuttgart-Hohenbeim, Tagungszentrum Hohenheim |
(Un-)Sichtbarkeit ist ein Thema, das die Frauen- und Geschlechterforschung seit ihren Anfängen beschäftigt hat. Während es seinerzeit jedoch darum ging, das "andere Geschlecht" überhaupt erst einmal zum Thema der Forschung zu machen, werden wir in Anlehnung an das Konzept der "Visibility" bei der diesjährigen 19. Tagung danach fragen, wer und was im wahrsten Sinne des Wortes in den Blick genommen, sichtbar wird, während anderes übersehen, vergessen, nicht weiter gegeben, nicht transferiert, aufgegeben, vernichtet, unsichtbar gemacht wird. Die Frage nach dem Vorgang des Sichtbar - bzw. Unsichtbarmachens eröffnet neue Perspektiven auf Prozesse der Herstellung von "Wirklichkeiten". Aus geschlechter-spezifischer Perspektive werden wir die mit dem Sichtbar - und Unsichtbarmachen verbundenen Praxisformen ausloten, aber auch das Sichtbare und das Unsichtbare selbst, seine sozialen, kulturellen, religiösen, ökonomischen und politischen Aspekte aus geschlechter-spezifischer Perspektive erkunden. Da das Konzept der "Visibility" auch in den Bildwissenschaften diskutiert wird, freut es uns besonders, dass wir die Kunsthistorikerin Univ.-Prof. Dr. Daniela Hammer-Tugendhat für den Abendvortrag gewinnen konnten.
8.00 Frühstück
9.00 I. Visualisieren (Bebildern)
Dr. Marianne Bournet-Bacot (Amiens)
Die Geschlechtsstereotype in den gemalten Ehepaarbildnissen Ludger tom Rings des Jüngeren (1522- 1584) in Braunschweig
Dr. Brigitte Rath (Wien)
"Ein Magdalena so hürisch gemalet…" Die Heilige Maria Magdalena in der bildlichen Repräsentation des Spätmittelalters
Kaffee/Tee
Dr. Dirk Suckow (Trier)
(Un)Sichtbar. Genderaspekte der bildlichen Repräsentation von ‚Zigeunern‘
12.30 Mittagessen
14.00 II. Visibilisieren (Sammeln, Schreiben und Erzählen)
Lisa Spanka, M.A. (Bremen)
Gendered Histories im Museum
PD Dr. Kathrin Keller (Wien)
Gendered News? Frauen und Männer in geschriebenen Zeitungen der Zeit um 1600
Kaffe/Tee
Dr. Claire Chatelain (Paris/Lille)
Über die (Un)sichtbarkeit. Lorsque la falsification est visible:
procès de couple et régime de vérité dans la justice civile d’Ancien
Régime
PD Dr. Gabriele Jancke (Berlin)
"Es ist erklärlich genug, dass die Geschichte über Catharina's
stilles Walten unter ihren Kindern schweigt ...". Die Rezeption
Katharinas von Bora oder: Geschichtskonstruktionen als Übungen im
strukturierten Unsichtbarmachen
18.30 Abendessen
Samstag, 2. November 2013
9.00 III. Entvisibilisieren (Markieren, Ignorieren)
Dr. Sebastian Kühn (Berlin)
Die doppelte (Un-)Sichtbarkeit fragiler Machtausübung. Überlegungen
zu Techniken des Dienens und Bedient-Werdens in Adelshaushalten des
17./18. Jahrhunderts
Tim Neu, M.A. (Göttingen)
Markiertheit als Mangel. Anmerkungen zu den Möglichkeitsbedingungen
politischer Sichtbarkeit am Beispiel der Kategorie Geschlecht
Kaffee/Tee
Dr. Julia A. Schmidt-Funcke / Patricia Kotzauer, M.A. (Jena)
(Un-)Sichtbare Geschlechter. Zum Nutzen von Queer Theory und Material Studies für die Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit
Schlussdiskussion
13.00 Mittagessen - Tagungsende
| Kontakt: | Andrea Griesebner Institut für Geschichte
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| URL: | Homepage des Arbeitskreises |
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