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Total E-Quality

total_e_quality.png 2009 bewarb sich die Universität Siegen erstmals und mit Erfolg um das Zertifikat TOTAL E-QUALITY. Dies wird Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Verwaltungen für eine erfolgreiche und nachhaltige an Chancengleichheit orientierte Personalpolitik verliehen. 2012 erhielt die Universität Siegen das Zertifikat zum zweiten Mal, 2015 wurde sie erneut zertifiziert.

Antragsverfahren

Die Bewerbung um das TOTAL E-QUALITY Prädikat beinhaltet u.a. ein Selbstbewertungsinstrument, das aus sieben Aktionsfeldern besteht:
  1. Personalbeschaffung und Stellenbesetzung
  2. Karriere- und Personalentwicklung<
  3. Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familienverantwortung
  4. Institutionalisierte Gleichstellungspolitik
  5. Planungs- und Steuerungsinstrumente in der Organisationsentwicklung
  6. Organisationskultur
  7. Forschung, Lehre und Studium
Vervollständigt wird die Bewerbung durch eine Bestandsaufnahme der Beschäftigtensituation und durch ein Antragsschreiben.

Prädikat 2009

Prädikatsverleihung 2Gemeinsam mit 36 Organisationen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, darunter 6 weitere Universitäten und 2 Fachhochschulen, wurde der Universität Siegen das Prädikat TOTAL E-QUALITY zum ersten Mal am 22. Juni 2009 in München verliehen. Insgesamt erwarben damit seit Beginn der Vergabe an wissenschaftliche Einrichtungen und Hochschulen im Jahre 2001 23 Universitäten und 12 Fachhochschulen diese Auszeichnung.

Die Berücksichtigung von Chancengleichheit in den Grundsatzpapieren der Universität Siegen, die Verankerung von Genderthemen in der Lehre sowie eine chancengerechte Personalbeschaffung und -entwicklung waren ausschlaggebende Kriterien für die erfolgreiche Bewerbung. Unter den Einzelmaßnahmen wurden insbesondere das seit 2007 bestehende Zentrum für Gender Studies (Gestu_S), die regelmäßigen Veranstaltungen des Women Career Service für Studentinnen, Wissenschaftlerinnen und die wissenschaftsstützenden Mitarbeiterinnen sowie das noch für 2009 geplante gruppenübergreifende Mentoringprogramm für Frauen positiv hervorgehoben.

Das TOTAL E-QAULITY Prädikat wird jeweils für drei Jahre verliehen. Nach Ablauf dieser Zeit muss sich die Universität Siegen erneut bewerben und nachweisen, dass die umgesetzen Maßnahmen nachhaltig erfolgreich sind und weitere Fortschritte auf dem Weg zu einer chancengerechten Hochschule gemacht worden sind. 

Prädikat 2012

Die Universität Siegen wird in diesem Jahr zum zweiten Mal mit dem TOTAL E-QUALITY Prädikat für ihre Erfolge in der Gleichstellungspolitik ausgezeichnet. Das Zertifikat wird offiziell am 24. September in Berlin überreicht.

Die Jury begründet ihre Entscheidung mit der Verstetigung und sinnvollen Ergänzung der an der Universität Siegen bestehenden Gleichstellungsmaßnahmen. Hervorgehoben werden die signifikanten Steigerungen der Frauenanteile in Dekanaten und Fakutätsleitungen sowie bei Professuren und Habilitationen. Besondere Stärken der Universität liegen nach Ansicht der Jury in der familienfreundlichen Organisation, der Förderung von wissenschaftlichen Karrieren von Frauen und in der Lehre. Als „herausragend“ werden Maßnahmen wie das Genderzertifikat das frauenspezifische Mentoring FraMeS, die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen und Soft-Skills an alle wichtigen Akteure, der Einbezug beider Geschlechter in die Familienpolitik und die Integration von Gender in die Forschung und Lehre genannt.

Prädikat 2015

Die Universität Siegen hat das Prädikat TOTAL -E-QUALITY erneut erhalten und ist damit nach den erfolgreichen Bewerbungen 2009 und 2012 bereits zum dritten Mal Träger des Prädikats. TOTAL E-QUALITY steht für Total Quality Management (TQM), ergänzt um die Gender-Komponente (Equality) und meint eine Personal- und Organisationspolitik, die erfolgreich Chancengleichheit umsetzt. Hinter dem Prädikat steht der Verein TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V., der 1996 gegründet wurde. TOTAL E-QUALITY wird unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

„Ausgezeichnet wird die Universität Siegen vor allem für viele innovative Einzelmaßnahmen, die sich zu einem beeindruckenden Gesamteindruck verdichten“, lautet das Urteil der Jury in ihrer Begründung für die Verleihung des Prädikats. Im Einzelnen genannt werden u.a. Neuregelungen der Berufungsverfahren, verschiedene karrierefördernden Veranstaltungen des Women Career Service, Evaluationen von Gleichstellungsmaßnahmen sowie das neue Gleichstellungskonzept der Universität. Aber auch das zertifizierte Engagement der Universität für Familienfreundlichkeit unter Einschluss des Themas Pflege oder die Veranstaltungen für Väter werden als Gründe für die Entscheidung der Jury genannt. „Instrumente zur Organisationsentwicklung und Gestaltung einer genderfreundlichen Organisationskultur wirken ausgereift“, so die Jury. „Die Integration der Gender Studies in Forschung und Lehre wurde erneut verbessert. Auch im Aktionsfeld der moralischen Belästigung, sexualisierten Diskriminierung/Gewalt liegen vielfältige präventive Maßnahmen vor, ergänzt um Veranstaltungsreihen.“

Im Auftrag des Vereins TOTAL E-QUALITY Deutschland e.V. prüft eine unabhängige Jury das Selbstbewertungsinstrument und entscheidet über die Vergabe des Prädikats. Die Jury gliedert sich in den Bereich Wirtschaft & Verwaltung sowie Wissenschaft. „Ich bin stolz darauf, dass wir uns nun bereits zum dritten Mal in Folge erfolgreich um das Prädikat beworben haben“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Universität, Dr. Elisabeth Heinrich. „Die regelmäßigen Bewerbungen sind für mich auch eine Frage des Qualitätsmanagements und eine gute Möglichkeit, Gleichstellungserfolge der Universität Siegen nach außen zu dokumentieren.“

Die öffentliche Verleihung erfolgte am 23. Oktober 2015 in Hamburg.

Weitere Informationen zum TOTAL E-QUALITY Prädikat finden Sie hier.