Projekte
BaSiGo
Das Ziel ist die verbesserte
Sicherheit von Großveranstaltungen, gerade vor dem Hintergrund der
Katastrophe in Duisburg bei
der Love Parade 2010. Das Projektkonsortium setzt sich sowohl aus
wissenschaftlichen als auch praktischen
Experten zusammen, die mittels Best Practice Auswertung einen
Wissenstransfer ermöglichen wollen, der zukünftig weniger erfahrene
Akteure bei der Vorbereitung und Durchführung von Großveranstaltungen
unterstützten soll. Im Einzelnen sollen übertragbare Sicherheitsbausteine,
Trainings- und Consultinglösungen, Simulationskomponenten und ein
elektronisches Supportsystem zur Erstellung von Sicherheitskonzepten
entwickelt werden. Das Institut für Medienforschung wird sich im Rahmen
des Projektes schwerpunktmäßig dem Gegenstand „Teilnehmerkommunikation“
widmen.
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Mashup Medien
Das Projekt fokussiert auf sozio-mediale Prozesse in prosumtiven Medienkulturen im WWW. Dabei zielt der Begriff der Prosumtion einerseits auf den neuartigen Medientyp der Mashup Medien, andererseits auf einen neuen Typ kommunikativen bzw. medialen Handelns: Mit den frei konfigurierbaren und ad-hoc generierbaren Mashup Medien richten sich die entlang der klassischen Kategorien der Produktion, Distribution und Rezeption stabilisierten Medien– und Sozialstrukturen neu aus.
Dabei werden prosumtive Mashup Kulturen hervorgebracht und getrieben durch den forcierten technologischen Digitalisierungsprozess und die massenattraktive Ästhetisierung digitaler Editoren, Aggregatoren und anderer Software-Tools von RSS-Feeds bis hin zu News– und Entertainment-Pipes. Das Ergebnis ist die fortschreitende Fusion sozio-medialer Produktions-, Distributions– und Rezeptions-Kontexte in einer transmedialen Welt der ›digitalen Prosumtion‹.
Dabei lassen Mashup Kulturen die Multimedialität des ›Web 2.0′ samt den von ihnen simulierten Einzelmedien hinter sich. Prosumtives Handeln zeugt nicht mehr von einem wie immer vermittelten Interesse am Originalen oder auch nur an der multimedialen Vernetzung einzelmedialer Bruchstücke, sondern wird wesentlich durch die transmediale Hybridität von Mashups motiviert. Daraus ergeben sich neue Perspektiven auf die Mediengeschichte sowie neue theoretische und empirische Herausforderungen für eine Forschung, die Mashup Medien als Indikator und Symptom des nächsten Mediatisierungsschubes betrachtet.
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Sicherheitskommunikation (SiKomm)
Das vom BMBF im Rahmen der Sicherheitsforschung geförderte Projekt befasst sich seit Februar 2009 mit der Untersuchung präventiver, proaktiver und reaktiver Strategien zur kommunikativen Unterstützung von Schutz- und Rettungsmaßnahmen. Dabei wird eine szenarienübergreifende Herangehensweise gewählt, die davon ausgeht, dass Kommunikation ein sicherheitsrelevanter Faktor in Krisen- und Katastrophenlagen ist. Besonders die Robustheit der Verständigung über alle Ebenen hinweg spielt in der Sicherheitskommunikation eine zentrale Rolle. Daher untersucht das Projekt Kommunikationsprozesse von und mit Betroffenen, innerhalb und zwischen verschiedenen Rettungs- und Hilfsdiensten, im Krisenmanagement sowie in der Krisenpolitik und der Berichterstattung in den Medien.Mehr Informationen
InfoStrom
Im Fokus des Forschungsprojekts InfoStrom steht die technische Unterstützung der interorganisationalen Zusammenarbeit und organisationsübergreifenden Wiederherstellungsarbeit im Falle eines Stromausfalls. Alle Technologien, Konzepte und Methoden zur Verbesserung interorganisationaler Kommunikations-, Informations- und Koordinationsprozesse werden in Zusammenarbeit von der Universität Siegen, Frauenhofer FIT, PSI Transcom, RWE, SAP Research und mit den Kreisen Rhein-Erft und Siegen-Wittgenstein entwickelt und evaluiert.Mehr Informationen
Arbeitskreis: Zivile Sicherheitsforschung
Das Programm der Integrierten Sicherheit gründet auf einen interdisziplinären Ansatz, der Grundlagen zu Fragen der Sicherheitskultur, der Sicherheitskommunikation, der Sicherheitspolitik, der Sicherheitswirtschaft, des Sicherheitsrechts, der Sicherheitsinformatik und -technik erforscht und auf dieser Basis in enger Kooperation mit Anwendungspartnern praxistaugliche Lösungen für die Belange der zivilen Sicherheit in Gesellschaft, Organisationen und Unternehmen erarbeitet.
Social-Media
Im Zentrum des Vorhabens 'Social Media' steht die Entwicklung und Evaluation von neuen community-basierten Ansaetzen im Home-Entertainment Bereich - insb. des interaktiven Fernsehens. Insbesondere von Bedeutung sind Ansätze die sich an professionell erstellte Primärinhalte wie Fernsehen anlagern und technische Instrumente zur Unterstützung der Ein- und Ausgabe. Neue Ideen und Konzepte sollen dabei in enger Kooperation mit potentiellen Nutzern entstehen. Dazu wird in Siegen und Umgebung ein Living-Lab aufgebaut, in dem sich Haushalte und Familien kontinuierlich an Ideenfindung, Evaluation und ReDesign-Studien beteiligen.Mehr Informationen
Perspektiven der Medienwissenschaften in den e-Humanities
Dieses vom BMBF geförderte Forschungsprojekt analysiert in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig die Potenziale und Perspektiven der Medienwissenschaften in den e-Humanities.Die medienwissenschaftliche Forschung ist von der Etablierung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien bzw. neuer Medien stets doppelt betroffen: Auf der einen Seite erweitern neue Medien den Gegenstandsbereich der Disziplin. Auf der anderen Seite finden Medien gerade hier immer schon - und neue Medien im Besonderen- frühe und intensive Anwendung in Lehre und Forschung. Nicht nur die Beobachtung und die Reflexion der Ästhetik, der Nutzung und des Wandels, sondern eben auch der Einsatz und die Gestaltung von Medien bilden Kernbereiche dieser Disziplin.
Störfall-Kommunikation
In diesem Forschungs- und Entwicklungsprojekts untersucht das Institut für Medienforschung (IfM) der Universität Siegen die Störfallkommunikation des Versorgungsunternehmens RWE. In dem Projekt untersucht das Team um Dipl.-Soziologe Raimund Klauser, Jun.-Prof. Volkmar Pipek und Prof. Gebhard Rusch, wie im Störfall die Kommunikation zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden verbessert werden kann. Im Fokus der Untersuchung stehen hierbei vor allem die Interessen und Bedürfnisse der Kunden.
ÖKO:global
Nach Initiative durch Gebhard Rusch vom Institut für Medienforschung arbeitet seit April 2006 der Studiengang Medien-Planung, -Entwicklung und –Beratung der Universität Siegen an dem Projekt „ÖKO:global – organic concepts“. Hauptziel dieses Projekts ist es, das öffentliche Bewusstsein für die globale Dimension ökologischer Wirtschaftsformen zu stärken. Dabei wird mit der Nonprofit-Organisation IFOAM, der internationalen Dachorganisation der Öko-Anbauverbände, kooperiert.
Measures of Effect (MoE)
Das Projekt „Measures of Effect“ wird nach Auflösung der FAM von Helmut Hauptmeier am Institut für Medienforschung fortgeführt. Die Kernaufgaben dieses Projekts bestehen darin, die Qualität von Daten, die zur Mediennutzung, zu Einstellungs- oder Verhaltensänderungen erhoben werden, zu erhöhen und prototypische Untersuchungsdesigns für Wirkungsforderungen zu entwickeln.
Living Lab (MEL)
Gemeinsam mit Jan Hess (Fachbereich 5, Wirtschaftsinformatik) bemüht sich Helmut Hauptmeier zurzeit um die Einrichtung eines Living Labs zu Interactive/Social TV, einem unter „Wohnzimmerbedingungen“ betriebenem „Labor“ zur Testung und Entwicklung von TV-Applikationen. Leitend für dieses Living Lab ist die Idee, den Umgang mit konvergierenden Technologien genauer beobachtbar zu machen, schauen zu können, wie neue Endgeräte und neue Anwendungen im Miteinander von Nutzern verwendet werden, wo sich Anpassungs- und Änderungsbedarf (etwa Input-Devices oder Benutzeroberflächen) ergibt und wie mit Nutzern gemeinsam Forschung und Entwicklung vorangetrieben werden können.
Projekt-Kommunikation – Kommunikativer Support in ICT-Projekten
Das Projekt untersucht die kommunikativen Anforderungen in ICT-Projekten, entwickelt Lösungen für den kommunikativen Support von Projekt-Kommunikation und stellt Verfahren zur Evaluation von Projekt-Kommunikation zur Verfügung.
iTV - Interaktives Fernsehen in Deutschland
Das Projekt „Interaktives Fernsehen in Deutschland“ wurde im Wintersemester 2007/2008 und Sommersemester 2008 als Lehrveranstaltung im Hauptstudium des Diplomstudienganges Medien-Planung, -Entwicklung und -Beratung der Universität Siegen durchgeführt. Es beschäftigte sich zu Beginn mit den Plattformen und Technologien (DVB, MHP, IPTV etc.); danach eine Bestandsaufnahme der Formate und Anbieter angegangen sowie eine empirische Untersuchung zur Verbreitung und Akzeptanz von DVB-T im Kreis Siegen-Wittgenstein durchgeführt. Auf die Aufarbeitung des Status quo folgte eine Evaluation interaktiver Formate mit dem Ziel, vorhandene Produkte bzw. Produkttypen zu optimieren und eigene neue Formate zu kreieren.

