Kommunikation, Sozialkompetenz und Managementkompetenz
Allgemeine Zielsetzung des Angebotsbereichs.
Für das Studium wie für Kompetenzprofile akademischer Berufe sind Fähigkeiten der mündlichen und schriftlichen Kommunikation unentbehrlich. Dementsprechend besteht das Ziel der Lehrangebote im Teilbereich „Kommunikation“ darin, einen reflexiven und bewussten Zugang zu den eigenen kognitiven Strukturen und Operationen zu erschließen, auf denen das kommunikative Handeln beruht. Dies betrifft zunächst die Kommunikation in der Muttersprache, darüber hinaus aber auch die Reflexion übereinzelsprachlicher Strategien und Wissensvoraussetzungen im Grenzbereich von kommunikativem Handeln und seinen medialen Bedingungen. Dabei geht es vor allem um folgende Aufgabenfelder:
- Textproduktion/Schreiben: Konstitution der Aufgabe, Zielbildung und Zweckbestimmung, Recherche und konzeptuelle Entwicklung (Information bzw. Wissen auswählen, anpassen, verknüpfen etc.), Textorganisation, Formulierung, typographische Gestaltung und Orthographie, Evaluation, Korrektur und Redaktion;
- Reflexion des Textverstehens im Wechselspiel von Zeichenperzeption/ -rezeption und Wissensvoraussetzungen, Textinterpretation im Kontext bestimmter Rollen, für bestimmte Adressaten, zu bestimmten Zwecken;
- Vortragsrhetorik und Präsentation: Planung der Vortragstexte, wobei – neben der Zweckgebundenheit der Texte und der Orientierung an den Adressaten – besonders die jeweilige mediale Spezifik des Sprachgebrauchs (Mündlichkeit, PowerPoint etc.) zu reflektieren ist; Erstellen von Redemanuskripten, Vortragsnotizen etc.; Sprecherziehung;
- Verbale (sowie para- und nonverbale) Interaktion: Formen der Gesprächsorganisation (Sprecherwechsel, Themenentwicklung, Verständnissicherung etc.), Selbstdarstellung und Beziehungsgestaltung (speziell Höflichkeit), kommunikative Gattungen.
Die in diesen Bereichen in der Schule erworbenen Fähigkeiten müssen gezielt weiterentwickelt werden, um die kommunikativen Anforderungen in Studium und Beruf zu meistern.
Im Blick auf das berufliche Handeln werden darüber hinaus Veranstaltungen angeboten, die weniger die Sprache in den Blick nehmen als vielmehr Fragen der Selbstreflexion und Persönlichkeitsentwicklung, Verhaltensorientierungen in sozialen Interaktionen einschließlich des Konfliktmanagements („Sozialkompetenz“) und interkulturelle Handlungskompetenzen (Reflexion kulturellen Wissens, kultureller Standards und Wertevorstellungen, Sensibilisierung und Handlungsstrategien für interkulturelle Missverständnisse und Konflikte etc.). Zum Angebotsbereich gehören weiterhin Kursangebote zu beruflichem Networking und Selbstmarketing, Einblicke in institutionelle und organisationale Praxisfelder sowie Angebote zu Arbeitsorganisation und Projektmanagement („Managementkompetenz“). Die Arbeit in oft internationalen und zumeist interdisziplinären Teams, in betrieblichen und öffentlichen Einrichtungen verlangt neben fachlichem Wissen und Können ein breites Spektrum an Softskills, wobei sich Sozial- und Managementkompetenzen einerseits, kommunikative Fähigkeiten andererseits ergänzen.
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