Schreiben und Sprechen in Beruf und Studium
Schreiben & Sprechen im Studium
Im Mittelpunkt steht das Ziel, im Blick auf die fachbezogene Kommunikation im Studium einen reflexiven und bewussten Zugang zu den kognitiven Strukturen und Operationen zu erschließen, auf denen das mündliche und schriftliche Sprachhandeln beruht. Vor dem Hintergrund der Anforderungen an die Studierenden, ihre Kompetenzen im Bereich der Textproduktion (wissenschaftliches Schreiben) weiter zu entwickeln, ihre Ergebnisse in unterschiedlichen Kontexten (Seminare, Prüfungen usw.) zu präsentieren und ggf. auch in verbalen Interaktionen zu vertreten, müssen spezifische Aspekte der fachbezogenen Kommunikation in der Hochschule reflektiert werden:
- Textsorten und kommunikative Gattungen der universitären bzw. wissenschaftlichen Kommunikation in ihrer Zweckdeterminiertheit und Formbestimmtheit (z.B. – neben anderen – Referat, Diskussionsbeiträge im Seminar, Hausarbeit, Abschlussarbeit, Klausur, mündliches Prüfungsgespräch), in Verbindung damit die notwendigen Textvorformen wie Zusammenfassungen, Exzerpte, Vorlesungsnotizen usw.;
- Strategien der Optimierung von Fachtexten unter den Gesichtspunkten Verständlichkeit (wissenschaftlich schreiben bedeutet nicht unverständlich schreiben, aber es geht auch nicht um Verständlichkeit um jeden Preis!), sprachliche Angemessenheit und sprachliche Korrektheit (speziell auch im Hinblick auf Ausdruck, Grammatik, Orthographie und Zeichensetzung);
- Reflexion der Zusammenhänge von Kultur und Sprache auf einer abstrakteren, übereinzelsprachlichen Ebene (Hotwords, Stereotype, Textsorten, so genannte „Kontextualisierungshinweise“ etc.), sprachorientierte Strategien des Umgangs mit Missverständnissen in der interkulturellen Kommunikation (speziell auch im Hinblick auf die Veränderungen in der Zusammensetzung der Studierendenschaft).
Schreiben & Sprechen im Beruf
Schreiben und Sprechen im Beruf. Im Rahmen der allgemeinen Kompetenzen der Textproduktion (professionelles Schreiben), des Textverstehens- und der Textinterpretation, der Rhetorik und Präsentation und der verbalen Interaktion müssen auch spezifische Aspekte der professionellen Kommunikation reflektiert werden:
- Text-/ Gesprächssorten der institutionellen Kommunikation in ihrer Zweckdeterminiertheit und Formbestimmtheit (z.B. – neben vielen weiteren – Geschäftsbericht, Fördermittelantrag, Gutachten bzw. Meeting, Präsentation, Verhandlung, Servicegespräch), Reflexion der jeweiligen sprachlich-medialen Ressourcen (Fachsprachen, Fachstile, Berufsjargon, Infografiken etc.);
- Bedingungen der Kommunikation in Organisationen: Standardisierung (Autorensysteme, Gesprächsleitfäden etc.), Medieninfrastrukturen, zeitliche und finanzielle Vorgaben, Kommunikations- und Identitätspolitik (Corporate Identity, Corporate Communication, Corporate Design, Strategien und Konzepte der Stakeholder-Kommunikation);
- Strategien der Textoptimierung unter den Gesichtspunkten Verständlichkeit (besonders in der außer- und interfachlichen Kommunikation), Persuasion, Selbstdarstellung, Beziehungsmanagement etc.
- Reflexion der Zusammenhänge von Kultur und Sprache auf einer abstrakteren, übereinzelsprachlichen Ebene (Hotwords, Stereotype, Textsorten, so genannte „Kontextualisierungshinweise“ etc.), sprachorientierte Strategien des Umgangs mit Missverständnissen, wie sie in der beruflichen Kommunikation in oft internationalen und zumeist interdisziplinären Teams auftreten.

