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Heft 151

Thema: Erfindung des Mittelalters

 

 

Herausgeber dieses Heftes:


Wolfgang Haubrichs und Manfred Engel

 

 

 

Inhalt

Manfred Engel und Wolfgang Haubrichs
Einleitung
Introduction

 

Frank Rexroth
Das Mittelalter und die Moderne in den Meistererzählungen der historischen Wissenschaften
The Middle Ages, modernity and historiographical Master Narratives


Norbert Kössinger
Die Anfänge der Mittelalterphilologie. Zur Wiederentdeckung und Edition deutschsprachiger Texte des Mittelalters in der frühen Neuzeit. Mit einer Fallstudie zu Johann Schilters Thesaurus antiquitatum Teutonicarum (Ulm 1726-1728)
The beginnings of medieval studies. On the rediscovery and edition of medieval German vernacular texts in early modern times. With a case study of Johann Schilter’s Thesaurus antiquitatum Teutonicarum (Ulm 1726-28)


Volker Mertens
Bodmers Murmeltier. Möglichkeiten und Grenzen der Minnesangrezeption im 18. Jahrhundert
Bodmer’s marmot. Possibilities and limitation of the reception of Minnesong in the 18th century

 

Markus Bernauer
‚Gothic’ und ‚Gothic Novel’
‚Gothic’ and ‚Gothic Novel’

 

Sabine Fastert
Zwischen Ritterroman, Geschichtswissenschaft, Legenden- und Sagenwelt: Mittelalterrezeption bei den Nazarenern
Between historical romance, science of history, legends and mythology. The reception of the Middle Ages by the Nazarenes


Camilla G. Kaul
Erfindung eines Mythos – Die Rezeption von Friedrich Barbarossa im Kyffhäuser im frühen 19. Jahrhundert und ihre national-politische Implikation
The creation of a myth – the adaptation of the legend 'Friedrich Barbarossa im Kyffhäuser' in the early nineteenth century and its political implications


Susanne Gramatzki
Kontroverse Konstrukte: Die Erforschung des Mittelalters und die Erfindung der Romanischen Philologie
Controversial constructs. The study of the Middle Ages and the invention of Romance Philology


Labor

Jörg Döring und Rolf Seubert
„Entlassen aus der Wehrmacht: 12.03.1941. Grund: ‚Jüdischer Mischling’ – laut Verfügung“. Ein unbekanntes Dokument im Kontext der Andersch-Sebald-Debatte
„Released from Wehrmacht: 12.03.1941. Reason: ‚Jewish Mongrel’ (officinal decree)”. An unknown document concerning the Andersch-Sebald-debate


Alexander Ziem
Universale Prägung und kulturelle Varianz . Überlegungen zu einem integralen Bedeutungsmodell im kognitiven Paradigma
Universal shaping and cultural variance. Some considerations on a holistic model of meaning

 

 

 

Manfred Engel und Wolfgang Haubrichs

Einleitung

Eins war Europa in den großen Zeiten
Ein Vaterland, des Boden hehr entsprossen,
Was Edle kann in Tod und Leben leiten:
Ein Ritterthum schuf Kämpfer zu Genossen,
Für Einen Glauben wollten Alle streiten,
Die Herzen waren einer Lieb’ erschlossen;
Da war auch Eine Poesie erklungen,
In einem Sinn, nur in verschiednen Zungen.
August Wilhelm Schlegel (1804)

Il est même curieux de remarquer que dans ce siècle incrédule les poëtes et les romanciers, par un retour naturel vers les mœurs de nos aïeux, se plaisent à introduire dans leurs fictions des souterrains, des fantômes, des châteaux, des temples gothiques : tant ont de charmes les souvenirs qui se lient à la religion et à l’histoire de la patrie! Les nations ne jettent pas à l’écart leurs antiques mœurs comme on se dépouille d’un vieil habit. On leur en peut arracher quelques parties, mais il en reste des lambeaux, qui forment avec les nouveaux vêtements une effroyable bigarrure.
François René Comte de Chateaubriand (1802)

Die erste Erfindung des Mittelalters war die einer Leerstelle: „Medium aevum“ und „aetas obscura“ nannten es die Gelehrten der Renaissance − was nicht viel mehr meinte als die Markierung einer Lücke in der Geschichte der Kultur. Denn Kultur im eigentlichen, emphatischen Sinne des Wortes waren allein die Antike und die an sie anknüpfende „neue“ Zeit. Konturiert wurde diese Leerstelle zunächst einmal nur als Gegenbild, besonders nachdrücklich natürlich im Zeitalter der Aufklärung. 1751 schreibt Jean Le Rond d’Alembert in seinem berühmten Discours Préliminaire de l’Encyclopédie über die „temps ténébreux“ des „long intervalle d’ignorance“:

Les chefs-d’œuvre que les anciens nous avaient laissés dans presque tous les genres avaient été oubliés pendant douze siècles. […] l’examen approfondi de la nature, et la grande étude de l’homme, étaient remplacés par mille questions frivoles sur des êtres abstraits et métaphysiques ; questions dont la solution, bonne ou mauvaise, demandait souvent beaucoup de subtilité, et par conséquent un grand abus de l’esprit. Qu’on joigne à ce désordre l’état d’esclavage où presque toute l’Europe était plongée, les ravages de la superstition qui naît de l’ignorance, et qui la reproduit à son tour : et l’on verra que rien ne manquait aux obstacles qui éloignaient le retour de la raison et du goût ; car il n’y a que la liberté d’agir et de penser qui soit capable de produire de grandes choses, et elle n’a besoin que de lumières pour se préserver des excès.

In diesen Topoi eines negativen Mittelalter-Bildes ist alles versammelt, was einem zünftigen Aufklärer das Fürchten lehren konnte: Aberglauben und Unordnung, Knechtschaft und metaphysische Spekulation − wahrhaft „dunkle Zeiten“ also.
Die zweite und eigentliche Erfindung des Mittelalters war das Werk des späten 18. und des 19. Jahrhunderts. Wieder entwarf man das Mittelalter als Gegenbild zur eigenen Zeit, nur diesmal als ein zunehmend positives. Präludiert wurde diese Wendung in der europäischen Modegattung der „Gothic Novel“. Zwar blieb auch hier das Mittelalter eine dunkle, ja schreckenserfüllte Epoche, doch hatte dieser Schrecken in einer zunehmend geordneten, wohl-„policirten“ und zum gesetzmäßigen Mechanismus entzauberten Welt einen neuen Reiz bekommen, wurde das „gotische“ Ambiente nun zum Freiraum, in dem die Bedürfnisse nach dem „Wunderbaren“ und dem „Imaginären“ ihre Befriedigung finden konnten.
Sieht man von sporadischen Ansätzen im Sturm und Drang ab − wie etwa Goethes Götz oder Herders Wiederentdeckung der Ballade − so wurde die historische Leerstelle „Mittelalter“ erst in der Romantik wirklich inhaltlich gefüllt, also in der ersten konsequent anti-modernistischen und anti-klassizistischen Großepoche der europäischen Kulturgeschichte. Zu den Urszenen dieser Neuerfindung gehören im deutschen Sprachraum etwa Ludwig Tiecks und Wilhelm Heinrich Wackenroders Besuche in Nürnberg, der Fränkischen Schweiz und Bamberg im Jahre 1793. Sie inspirierten unter anderem Tiecks Roman Franz Sternbalds Wanderungen. Eine altdeutsche Geschichte (1798), der als die Gründungsurkunde deutscher Mittelalter(er)dichtung gelten darf. Freilich war die romantische Erfindung des Mittelalters nicht nur das Werk von Literaten. Beteiligt waren alle Kunstformen und viele Wissensdisziplinen. Und von Anfang an ließen sich dabei Findungs- und Erfindungsprozesse nicht säuberlich voneinander trennen: Das ganze 19. Jahrhundert hindurch gingen historisch-philologisches Quellenstudium und kulturell-imaginäre Neuerfindung Hand in Hand, befruchteten und perspektivierten sich wechselseitig. Erkenntnis- und imaginationsleitend waren dabei vor allem zwei Grundbedürfnisse: die Sehnsucht nach einer gegenmodernen Lebenswelt und die Suche nach den Wurzeln der eigenen (nationalen) Identität. So etablierte und kolorierte man einen ganzen Katalog von Themen und Motiven, die wir heute als altehrwürdige Klischees unseres Mittelalterbildes wiedererkennen: tapfere Ritter mit ihrem Ehrenkodex, ihren Burgen, Turnieren, Festen und ihrer „hohen“ Minne, fahrende Sänger und ihre Wettstreite, urtümliche germanische Recken und ihr dunkles Heldentum, tiefe Religiosität, Präsenz des Wunderbaren, „ursprüngliche“ Lebens- und „organische“ Gemeinschaftsformen, etc., etc.
Wie wörtlich die Rede von der „Erfindung“ des Mittelalters zu nehmen ist, belegt besonders drastisch die Architekturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Wer etwa heute die Wartburg besichtigt, kann augenfällig studieren, wie im seit 1853 durchgeführten Wiederaufbau ein Mittelalter ganz eigener und durchaus zeitgenössischer Prägung entstanden ist, das unser populäres Bild der Epoche noch immer bestimmt. Dem „Sängersaal“ der Burg etwa hat Moritz von Schwind „sein“ Mittelalterbild unauslöschlich eingemalt − und man darf bezweifeln, dass jedem Besucher der Anachronismus zwischen Bausubstanz und Bildschmuck wirklich bewusst wird. Ihren Höhepunkt erreichte die Mittelaltermode nicht zufällig gerade zu dem Zeitpunkt, als auch die Industrialisierung ihren ersten Höhepunkt erreicht hatte: Mit dem Baustil der Neogotik (und später der Neuromanik) integrierten das moderne Europa und sogar die USA das mittelalterliche „Andere“ unmittelbar in ihre Lebenswelt − nicht nur im Neuaufbau von Burgruinen, in der Vollendung oder Stilreinigung mittelalterlicher Kirchen oder in historistischen Repräsentations- wie Privatgebäuden, sondern auch in uns heute so eigenwillig anmutenden Hybridkonstruktionen wie gotisierenden Bahnhöfen oder Wolkenkratzern.
Nicht erst hier mag sich der zünftige Mediävist mit Grausen abwenden und energisch auf Differenzen und Differenzierungen bestehen: Kulturelle Neuaneignung sei von solider quellenkundlicher Forschung sehr wohl zu scheiden − und das tausendjährige „Mittelalter“ sei alles andere als eine einheitliche Epoche. Beides ist ebenso richtig wie ungerecht. Kleinere Epochenbildungen mögen dem bloßen Ordnungsbedürfnis der Fachdisziplinen entspringen, sind daher an ihrer Sachgerechtigkeit oder doch wenigstens an ihrer heuristischen Potenz zu messen; historische Großkonstruktionen wie „Antike“, „Mittelalter“ und „Neuzeit“ haben dagegen ihr Eigenrecht als traditionsmächtige Bestandteile des „grand récit“ kultureller Selbstdeutung und Selbstverständigung. Und ohne Interesse am Mittelalter − aus wie immer fehlgeleiteter Faszination oder Perhorreszenz heraus − hätte es disziplinär-diszipliniertes Quellenstudium ebensowenig gegeben wie die diversen disziplinären Etablierungen der Mittelalterforschung. Das hier vorgelegte Themenheft zur „Erfindung des Mittelalters“ kann jedenfalls sowohl literatur- und fachgeschichtliche wie auch kulturwissenschaftliche Interessen befriedigen − was ein knapper Überblick zu seinen Beiträgen belegen mag.
Dem Historiker und Mediävisten Otto Gerhard Oexle verdankt man die Einsicht in die in der Diskussion der europäischen Moderne kontrovers sich entfaltende Instrumentalisierung von Mittelalter-Bildern. Diese Imaginationen einer Epoche enthalten „nicht Aussagen über das Mittelalter, sondern vielmehr Aussagen über die Moderne“. An diese Einsicht knüpft der Historiker und Mediävist Frank Rexroth (Göttingen) mit seinem Beitrag „Das Mittelalter und die Moderne in den Meistererzählungen der historischen Wissenschaften“ an. Er zeigt, dass jenseits der einfachen, separierenden Begriffsprägung von der media aetas durch die Florentiner Humanisten des 15. Jahrhunderts erst die Aufklärung ihr Mittelalter als unmittelbares „Gegenüber der Moderne“ entdeckte und entwarf. Dieser Epoche wurde ‚Geschichte’, dieser große, ursprünglich aus pluralischen geschichte(n) entstandene Kollektivplural, zum Inbegriff und schließlich zur Wissenschaft von innerweltlichem, nicht mehr unter Gottes providentia stehendem Geschehen. Geschichte wurde konzipiert als ein einheitlicher, syntagmatischer Prozess, nicht mehr als eine Serie von einzelnen, je ihre eigene Bedeutung oder Moral paradigmatisch entfaltenden Geschichten. Sie war zugleich notwendig Fortschrittsgeschichte und entwarf damit eine „Disposition modernen Denkens“, der das Mittelalter ebenso erfolgreich das Gegenbild darstellte, dessen diskursive Klischees und Schemata bis heute prägend blieben. Aber nicht allein: In bewusstem Gegensatz dazu entwirft die Romantik aus Ungenügen an der Gegenwart, aus fortgesetzter Dekadenzerfahrung das Mittelalter ebenso erfolgreich als Zeit der Echtheit, Ursprünglichkeit und Einheit. Auch diese Epochenimagination waltet vom Historismus bis heute fort, auch in den Niederungen trivialer Sehnsüchte, wie sie sich in Mittelaltermärkten, Mittelalterspektakeln, Mittelalterfestivitäten äußern.
Rexroth kann aber auch die Folgen der in beiden Imagines ja garantierten Stabilität der Grenzziehung zwischen den Epochen für die Konstruktion wissenschaftlicher Konzepte aufzeigen. Obwohl diese angebliche Grenze auf verschiedensten Gebieten durch den Nachweis „ungebrochener Kontinuitäten über die vermeintliche Epochenschwelle um 1500“ hinweg längst dekonstruiert wurde, wird der Gegensatz zwischen der ‚statischen’ Welt des Mittelalters und der Dynamik moderner ‚Wissensgesellschaft’, ‚Technischer Zivilisation’, ‚Leonardo-Welt’ immer erneut kolportiert. Und die gerade dem Nachweis der Kontinuitäten zwischen den Epochen zu verdankende Konstruktion der ‚Vormoderne’ hat zur Erfindung einer neuen Epoche, der ‚Frühen Neuzeit’ geführt, welche die alte Zweiteilung eher zementiert als auflöst.
Von der Zweiteilung der Epochen ist die Germanistik als Wissenschaft durchaus ebenfalls intensiv betroffen, verdankt sie ihr doch die Teilung in ‚Ältere’ und ‚Neuere Deutsche Philologie’ (heute oft: ‚Neuere Deutsche Literaturwissenschaft’). Es darf also nicht wundern, dass sich die Germanistik seit längerem in wissenschaftsgeschichtlicher Diskussion der Findung und ‚Erfindung’ ihres Mittelalters zugewandt hat.
Des spätbarocken Gelehrten Johann Schilters Findung des Mittelalters (in seinem Thesaurus antiquitatum Teutonicarum 1726/28), beruht auf dem von humanistischen Gelehrten bereits Gefundenen, der Thesaurierung, dem Sammeln und Akkumulieren des „zeitgenössischen Stands des Wissens“. Hier aber entfaltet der konstruierte Epochenbruch zwischen Mittelalter und Neuzeit zugleich die „produktive Wahrnehmung einer Diskontinuität zu Sprache und Literatur der Vergangenheit“. So lautet die These der Studie von Norbert Kössinger (Paderborn) über „Die Anfänge der Mittelalterphilologie − Zur Wiederentdeckung und Edition deutschsprachiger Texte des Mittelalters in der frühen Neuzeit“. Indem die Diskontinuitäten der Sprach- und Literaturgeschichte nicht nur behauptet, sondern auch wahrgenommen werden, kann eine im wissenschaftlichen Vorfeld aufgebaute Beobachterposition eingenommen werden, die es ermöglicht, „ein neues, quellengestütztes Bild vom Mittelalter“ zu konstruieren. Zugleich weist die Thesaurierung durch Gelehrte wie Schilter bereits voraus auf die Gründungsväter der Germanistik wie Jakob Grimm und Karl Lachmann, die ein authentisches Bild aus den Zeugen, aus der Überlieferung im Gang zu den Quellen zu gewinnen suchten.
Volker Mertens (Berlin) skizziert in seinem Beitrag „Bodmers Murmeltier“ an einem anderen Pionier der literarischen Mittelalterforschung, Johann Jacob Bodmer, dem Züricher Gelehrten und angeblichen ‚Vater der Minnesangforschung’, „Möglichkeiten und Grenzen der Minnesangrezeption im 18. Jahrhundert“. Er konstatiert bei Bodmer drei Dimensionen der Beschäftigung mit der Literatur des Mittelalters, hier dem Minnesang: zunächst die später, in größerem Zusammenhang noch bedeutsam werdende nationale oder patriotische Dimension (hier auf die Züricher Herkunft der berühmtesten Minnesangsammlung, der Manessischen Handschrift bezogen); ferner die poetologische Dimension, die für ihn in einem „sympathetischen Verständnismodell“ konstituiert wird, das Analogien zur empfindsamen Poesie und Liebesdichtung wahrnimmt und den Minnesang als eine Poesie begreift, die ohne jede Vermittlung durch die Literaturgeschichte „von ähnlich Empfindenden verstanden werden kann“; schließlich die dritte Dimension des revelatorischen Anspruchs: der Minnesang ist erst wiederzuentdecken, was Bodmer für sich in Anspruch nimmt, womit er − wenn auch in der Sache nachweislich falsch − die Diskontinuitätsthese der Humanisten akzeptiert. Die poetologische Dimension war − ungeachtet der mangelnden Qualität der Edition − die zunächst wirksamste. Bodmer minimierte „aus der Perspektive der Analogie“ die Alterität der Texte, für ihn ist es lebendige Poesie, die z.B. Gleim in seinen Liedern nach den Minnesängern, wenn auch sexuelle Anspielungen verharmlosend, ohne weiteres nachdichten kann. So wird in der unter Verkennung ihres literarischen Konstruktcharakters unternommenen Entdeckung des alten reinen Lebens in der Minne das Verständnis einer „romantischen Urpoesie“ vorbereitet, die erst Ludwig Tieck mit seinen Metrum, Reim und Intention bewahrenden Minneliedern aus dem schwäbischen Zeitalter von 1803 erreichte. Diese Poesie ist ihm folgerichtig Teil der „Einen Poesie, die in sich selbst von den frühesten Zeiten bis in die fernste Zukunft nur ein unzertrennliches Ganzes ausmacht“, eine Auffassung, die wiederum Grimm, Görres und Uhland inspirierte. Noch Lachmann war der Meinung, dass die lyrische Sprache des Minnesangs „ein poetisches Gemüt intuitiv versteht“.
Aus dem ganz anderen Geiste der aufklärerischen Imagination des Mittelalters als des rückständigen, finsteren Gegenbildes der Moderne speist sich eine weitere, europaweit erfolgreiche literarische ‚Mode’, die der Komparatist Markus Bernauer (Berlin) in seinem Beitrag zu „‚Gothic’ und ‚Gothic Novel’“ vorführt. Mit Horace Walpoles Roman The Castle of Otranto (1764) verbreitet sich die Manier des ‚Schauerromans’, der sich mittelalterlicher und pseudomittelalterlicher Requisiten bedient. Den Verfassern dieser Romane „galt das Mittelalter als Zeitalter der Herrschaft des Aberglaubens“, der, indem er mit dem katholischem Glauben und den Sitten des mittelmeerischen Südens in Verbindung gebracht wird, als Gefahr auch bis in die aufgeklärte Gegenwart hineinreicht.
Ganz anders, in die positive Imagination des Mittelalters als eines Zeitalters der Ursprünglichkeit und Reinheit ordnet sich die von Wackenroder (Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders 1797), Tieck und Schlegel inspirierte „Mittelalterrezeption bei den Nazarenern“ ein, die die Kunsthistorikerin Sabine Fastert (München) in ihrem Aufsatz „Zwischen Ritterroman, Geschichtswissenschaft, Legenden- und Sagenwelt“ behandelt. Für die Nazarener und zuerst den Wiener ‚Lukasbund’ von 1809 als erster Generation deutscher Maler, die mittelalterliche Themen malte, figurierten als künstlerische Paradigmen die italienischen Maler des Mittelalters, die Altdeutschen Meister und Raffael. Zwar gewann man den ersten inhaltlichen Zugang durch populäre Mittelalterromane, suchte sich aber im Streben nach Professionalisierung und Exaktheit bald schon an geschichtswissenschaftlichen Darstellungen, etwa an Johann von Müllers Geschichten der Schweizer Eidgenossenschaft, zu orientieren. In den Vordergrund tritt aber auch die vom Deutschen Idealismus geprägte Suche nach einer in der Geschichte sich offenbarenden Idee, nach dem überzeitlichen Wesen auch der Nation, das sich zuerst und gültig im Mittelalter ausprägte, in einer Ständegesellschaft auf christlicher Grundlage, die als konservatives Ideal von den Nazarenern mittransportiert wurde. Künstlerisch freilich war der Zwiespalt zwischen den „unvereinbaren Forderungen“ der Bewegung nach einer „angestrebten überzeitlichen Gültigkeit des Stils einerseits“ und der Geschichte, „die historische Genauigkeit verlangte, andererseits“ nicht zu überwinden.
Besonders die Erfahrung des historischen Bruchs durch die Französische Revolution und die Eroberungskriege Napoleons führten zum Erstarken des Interesses an der altdeutschen Geschichte als der Vorgeschichte einer ungeformten Nation, die Wurzeln und Identität im vorgeblichen Glanz und Ruhm der Vergangenheit fand. Camilla Kaul (Bonn) zeigt in ihrem Beitrag „Die Rezeption von Friedrich Barbarossa im Kyffhäuser im frühen 19. Jahrhundert und ihre national-politische Implikation“ die „Erfindung eines Mythos“, der in diesem Interesse zu verorten ist. Barbarossa sah man schon seit dem 15. Jahrhundert im Kyffhäuser, erwartete ihn als künftigen Befreier. In den ersten drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts kamen die nationalen Wünsche und die Legende zusammen. Der Repräsentant staufischer Macht und Größe, der Kaiser im Kyffhäuser, wurde zur Personifikation der nationalen Hoffnungen: die Zukunft lag im Mittelalter, die Quelle des Lebens war mit Görres in der Vergangenheit zu suchen, „neue Kraft“ aus dem Gang zu Helden und Vätern zu schöpfen. Neben der emotionalen Schilderung der Geschichte der Hohenstaufer durch Friedrich von Raumer (1823-25) wurde das schwäbische Kaisergeschlecht Gegenstand lyrischer und dramatischer Darstellungen bei Max von Schenkendorf, Friedrich Rückert, Wilhelm Waiblinger, Karl Immermann, Christian Dietrich Grabbe u.a. In der Kunst wurde der Barbarossa-Mythos schon früh (ab 1823) als Ausdruck der Reichsidee in einem Gemäldezyklus in Schloss Heltorf, dem Grafen Spee gehörig, und eindrucksvoll in den Gemälden Alfred Rethels im Rathaus von Aachen (1847) zugleich zelebriert und politisch instrumentalisiert.
Wie die Germanistik entsprang auch die Romanistik dem romantischen Interesse an Alterität, an fremden Kulturen, gründete − wie Fritz Nies formulierte − im „Faszinosum des Fremden“, das nirgendwo deutlicher zu erfahren war als in der Konstruktion eines Mittelalters, in dem einem das Fremde im Eigenen erwartete. Mit Konzentration auf die ‚Gründer’ August Wilhelm Schlegel und Friedrich Diez untersucht dies Susanne Gramatzki (Wuppertal) in ihrem Beitrag „Kontroverse Konstrukte − Die Erforschung des Mittelalters und die Erfindung der Romanischen Philologie“. Es ist gerade die „Sehnsucht nach dem Subjektiv-Unverstellten“, die in Abhebung von klassischer Idealisierung zu immer genauerer Untersuchung und differenzierterer Wiedergabe des in der Überlieferung Vorgefundenen führte, zur Wissenschaft und zur Erforschung und Rekonstruktion der „romanischen Ursprache“, zur Sammlung und Bedeutungserschließung der alten Wörter in einem Wörterbuch. So erfuhr bei Diez die Philologie ihre „Geburt aus dem Geiste der Poesie“, als deren Inbegriff von ihm die Dichtung der Troubadours wahrgenommen wurde. Machten die deutschen Gründerväter der Romanistik eine doppelte Alteritätserfahrung, indem ihnen das ‚fremde’ Mittelalter zugleich in der fremden Sprache gegenübertrat, wurde für die französischen Adepten des Bonner Professors die Dichtung des Mittelalters − ganz ähnlich der Entwicklung der Germanistik − auch zum Fundament nationaler Identität. Paulin Paris formulierte, „dass es für das, was uns gehört, eine Art von Eifersucht zu zeigen gilt und man nicht abwarten darf mit der ernsthaften Aneignung dieser alten Ruhmestitel, bis les barbares se réunissent pour nous les disputer.“ Bei seinem Sohn Gaston Paris, der bei Diez studiert hatte, führt diese Ambivalenz zu einer doppelten Rolle. Er ist zugleich Vertreter einer national gerichteten Literaturgeschichtsschreibung, einer engagierten ‚Nationalphilologie’ und ein „wichtiger Multiplikator für die Forschungsergebnisse der deutschen Romanischen Philologie in Frankreich“. Siebzehn Jahre nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wird der führende Literarhistoriker Frankreichs befriedigt feststellen, „dass das französische Mittelalter für die Mehrzahl der gebildeten Nationen Europas“, nachdem man seine Dominanz erkannt hat, „zu einer zweiten Antike geworden ist“. Damit schließt sich der Kreis: das aus dem Kanon der Paradigmen ausgeschlossene Mittelalter ist selbst kanonbildendes Paradigma geworden. Die Diskontinuität hat Kontinuität erzeugt, die Alterität der Vergangenheit ist anscheinend in die Identität der Nationen, ja Europas eingegangen. Ein neuer Mythos ist geboren.

 

 

Frank Rexroth: Summary

The Middle Ages, modernity and historiographical master narratives
The success of the ‘Middle Ages’ as a concept is a child of the Enlightenment. During the second half of the eighteenth century, a new way of thinking about ‘history’ led to the notion that there had been a time in European history that was much more holistic, was static in terms of social coherence, and was based on strong religious beliefs: the Middle Ages. This concept served the need to demonstrate how reason and progress, which had allegedly been suppressed by religious intolerance and the ‘feudal’ system of the distant past, had become dominant at the beginning of the early modern era (in German, die frühe Neuzeit or simply Neuzeit; whereas the German term die Moderne refers to modernity in a stricter sense of the word, i.e. the era from the late Enlightenment until today). The critique of the Enlightenment in the context of ‘Romantic’ movements brought about a new concept of the ‘Middle Ages’, now seen in a positive light as a period of wholeness, harmony and a stable social and moral system. The main purpose of the article is to ask what both the ‘Enlightened’ and ‘Romantic’ concepts of the Middle Ages meant for the emergence of medieval studies in many fields of research. The argument is focused on the development of historiographical meta-narratives during the nineteenth and twentieth centuries that put emphasis not on the quintessential otherness of the Middle Ages but on continuities.

 

Norbert Kössinger: Summary

The beginnings of medieval studies. On the rediscovery and edition of medieval German vernacular texts in early modern times. With a case study of Johann Schilter’s Thesaurus antiquitatum Teutonicarum (Ulm 1726-28)
This paper describes the rediscovery and editing of German medieval texts in the times before German philology was established and institutionalized in the 19th century as a university discipline. It describes the humanist treatment of medieval vernacular texts from the 16th to the end of the 18th century as a discrete subject in the history of German philology. The new humanist ‘invention’ of the Middle Ages presupposed a sense of distance and discontinuity in relation to past times. Humanist scholars of the 16th century applied – for the first time – basic philological practices and hermeneutic concepts to medieval vernacular texts. The application of these skills contrasts with the early modern adoptions of medieval texts within the context of the continuous oral and written tradition. To show the way in which the scholarly focus on German vernacular texts quickly developed, the paper analyses as an example Johann Schilter’s Thesaurus antiquitatum Teutonicarum (Ulm 1726-28).

 

 

Volker Mertens: Summary

Bodmer’s Marmot. Possibilities and limitation of the reception of Minnesang in the 18th century
Johann Jakob Bodmer is regarded as the ‘father of Minnesang-research’. The article attempts a critical analysis of this claim. It traces the reception of the most important manuscript of Minnesang, the ‘Manesse’ manuscript (as Bodmer called it) since Melchior Goldast (1604) and its ‘discovery’ by Bodmer. He claims his position as the discoverer of Minnesang on three points: the patriotic, the poetic analogy and the ‘revelatory’. Patriotic means that the language of the medieval poets is the same as the actual Swiss dialect, poetic analogy means that the current literary mode of ‘Empfindsamkeit’, in the love lyrics of Hagedorn and Gleim, offer an analogous treatment of the subject of love; and the ‘revelatory’ that Bodmer had rescued medieval literature from oblivion, had woken it up when it was sleeping like a marmot. The first criterion was of little consequences, as medieval studies were undertaken not in Switzerland but in the north of Germany. The second proved detrimental, because only minor poets ‘translated’ medieval lyrics. The third is simply not true – had Bodmer not published the Manesse manuscript, another scholar (possibly Gottsched) would have done it. Bodmer’s two editions, the ‘Proben’ of 1748 and the ‘Sammlung’ of 1758/59, prohibited the reception of Minnesang, because the songs were printed without indication of beginnings and ends. So the more important poets like Klopstock, Herder, Goethe and Schiller did not study the old poetry. It was finally Ludwig Tieck who in his ’Minnelieder’ of 1803 with a careful modernization of the medieval texts opened the way to the appreciation of Minnesang by his contemporaries, in particular Jacob Grimm.

Markus Bernauer: Summary

‘Gothic’ and ‘Gothic Novel’
After Horace Walpole published his Castle of Otranto in 1764 the Gothic Novel, or the ‘Schauerroman’, spread all over Europe. Many of these Gothic Novels took place in a fictitious medieval world. For Walpole the idea of this world is connected to the idea of his own neo-Gothic house Strawberry Hill, which the Apulian castle of Otranto is also based on. For other British and German novelists of the 18th century, the idea of the Middle Ages remained completely vague. Only Clara Reeve tried to combine the Gothic Novel with an exact description of medieval customs and historical facts. But for all authors of Gothic Novels, medieval times were the age of superstition, before Reformation and Enlightenment. This perspective allowed Walpole and his followers to justify the appearance of supernatural powers, since the supernatural belongs to medieval culture. In novels or romances with medieval scenes the novelist has to tell the story using customs fitting to the scene; and superstition, as the belief in the presence of supernatural powers in the world, is a part of these customs. Walpole turns principles of French classicism which had dominated the theory of literature during the Enlightenment to his own advantage. These principles banned all supernatural occurrences in dramas and novels. Many authors of northern Europe connected such superstition with the Catholicism of the south. Where this Catholicism dominated society, the Middle Ages seemed to be extended. Therefore modern (southern) Italy and Spain became popular scenes in Gothic Novels.

 

Sabine Fastert: Summary

Between historical romance, science of history, legends and mythology. The reception of the Middle Ages by the Nazarenes
In the early 19th century the Nazarenes were the first generation of German painters to address medieval topics intensively from their own artistic impulse and a spiritual urge. Finally breaking away from the Vienna Academy, in 1809 the Lukasbund was founded as the nucleus of the Nazarene movement, with ‘truth’ becoming its watchword. Following the writings of Wackenroder, Tieck and Schlegel, Italian paintings from the Middle Ages to the early works of Raphael and the old German masters became their paradigms. A first approach to the Middle Ages was found in the popular historical romances and historical novels that were received by many contemporaries like works of historical science. Soon, however, the romantic and fantastic universe of fiction did not suffice any more, which prompted more detailed studies. In particular, Johann von Müller’s Geschichten der Schweizer Eidgenossenschaft (Tales of the Swiss Confederation), which formed a novel connection of meticulous research with lively literary depiction closely based on the historical sources, satisfied their growing historical awareness. Besides increasingly thorough literary studies, they engaged themselves with individual lines of research, for example concerning historical costume or art monuments. At the same time, however, they shared the contemporary fascination for myths, legends and folklore so characteristic of this early phase of Historicism. Nazarene history painting in its genesis and stylistic characteristics clearly mirrors the change in the conception of history from the Enlightenment to Romanticism and Historicism in Germany. It spotlights the fierce and intense discussion about the range of notions of ‘truth’ in the context of art and history which was to become so fundamental for the later 19th century.

Camilla G. Kaul: Summary

The creation of a myth – the adaptation of the legend ‘Friedrich Barbarossa im Kyffhäuser’ in the early nineteenth century and its political implications
The experience of the French Revolution as a part of the historical process, together with economic, political, social, and cultural changes, encouraged a new sensitivity towards and interest in national history in Germany at the turn of the century. Especially in the fields of literature and history, intellectuals began to look for the roots and the identity of the German nation, and found them in the time of the Hohenstaufens. Their era soon not only became well known, but was seen as an ideal period of German history and an example of ‘the power and the glory’ of bygone times. Against the background of the current territorial und national diversifications in Germany, the time of the Hohenstaufens – and above all the time of Friedrich I Barbarossa – was seen as an historical example of what national unity and a nation state could look like. The best known of all Hohenstaufen emperors was not only famous because of his historical achievements but also because of the legend about him from the fifteenth century onwards, in which he was thought to sit sleeping in the Kyffhäuser mountain awaiting better times. Then he would wake up, free his people and establish a new and powerful rule. This legend accorded perfectly with the deepest wishes of the national movement in Germany, and therefore the figure of Barbarossa soon became the personification of national hopes. The appearance of Friedrich Barbarossa in historiography, drama, lyrics and visual arts in the first three decades of the nineteenth century and the analysis of the associated political implications is the aim of this article.

Susanne Gramatzki: Summary

Controversial constructs. The study of the Middle Ages and the invention of Romance Philology
With regard to the etymological relationship between chose and cause in Romance languages, Michel Serres, in his Éléments d’histoire des sciences, postulates that the best way to approach the history of a subject is to take a close look at the controversies that accompany it. The history of Romance philology is particularly apt to be written from the perspective of its causes, in so far as its beginnings were marked by many disputes, ambivalences and contradictions. Moreover, the discipline itself has seemed to be a controversial construct, an “impossible subject” (Nies/Grimm), whose existence is put in question time and again. Since Romance philology gained its early profile by investigating medieval languages and literatures – notably the poetry of the Provençal troubadours – matters of dispute mainly concerned the Middle Ages. Besides the factual issues, for example the debate over the authority of the verdicts passed by the cours d’amour, the general attitude of the modern age towards the Middle Ages is of great importance here: since Romance philology has its roots in German Romanticism as well as in French National historiography, Romantic poetry and the Romantic sense of nationality also affected the development of the discipline, in an ambivalent way. This essay aims at tracing the formation of Romance studies by focusing on some of its first protagonists and issues of debate.



Jörg Döring und Rolf Seubert: Summary

„Released from Wehrmacht: 12.03.1941. Reason: ‘Jewish Mongrel’ (officinal decree)”. An unknown document concerning the Andersch-Sebald-debate
The paper presents and discusses an unknown document which is housed in the ‘Deutsche Dienststelle’ (Berlin) concerning the military records of Alfred Andersch in the Second World War. It says that he was (temporarily) released from the Wehrmacht in 1941 not because of his status as a former communist youth leader and concentration-camp-prisoner in 1933 (which was the state of biographical research until now), but because of being married to a ‘jewish mongrel’ (in terms of the Nuremberg ‘race-laws’ from 1935). This detail puts some new weight on the position of W.G. Sebald accusing Andersch of making strategical use of his first wife Angelika’s jewish background.


Alexander Ziem: Summary

Universal shaping and cultural variance.
Some considerations on a holistic model of meaning.

This paper deals with the question of how far linguistic meaning comprises universal as well as culturally specific aspects. Instead of distinguishing between encyclopaedic and linguistic knowledge, it is argued that meanings are essentially conceptual entities which emerge from language use and change due to language use. Against this background, three questions are addressed and discussed. (i) Which elements constitute linguistic-conceptual structures? (ii) In how far are these elements universal? (iii) How can the relationship between semantic universality and variation be conceptualized? To illustrate, usages of the metaphor financial investors as locusts are analyzed.



Adressen der Herausgeber

Prof. Dr. Manfred Engel, Taylor Chair of the German Language and Literature, The Queen’s College Oxford, OX1 4AW GB, E-Mail: Manfred.Engel@mod-langs.ox.ac.uk
Prof. Dr. Rita Franceschini, Libera Università di Bolzano/Freie Universität, Bozen, Piazza Sernesi, 1/Sernesiplatz 1, I-39100 Bolzano/Bozen, E-Mail: r.franceschini@unibz.it
Prof. Dr. Wolfgang Haubrichs, Universität des Saarlandes, Fachrichtung 4.1. – Germanistik, Postfach 15150, D-66041 Saarbrücken, E-Mail: w.haubrichs@mx.uni-saarland.de
Prof. Dr. Wolfgang Klein, Max-Planck-Institut für Psycholinguistik, Postbus 310, NL-6500 AH Nijmegen, E-Mail: wolfgang.klein@mpi.nl
Prof. Dr. Ralf Schnell, Universität Siegen, Fachbereich Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft, Postfach 10 12 40, D-57068 Siegen, E-Mail: schnell@germanistik.uni-siegen.de

Adressen der Autorinnen und Autoren

Markus Bernauer, Technische Universität Berlin, Institut für Literaturwissenschaft, Straße des 17. Juni 135, D-10623 Berlin, E-Mail: bernauer@tu-berlin.de
Prof. Dr. Jörg Döring, Universität Siegen, Adolf-Reichwein-Str. 2, D-57068 Siegen, E-mail: doering@germanistik.uni-siegen.de
Dr. Sabine Fastert, Universität München, Institut für Kunstgeschichte, Zentnerstr. 31, D-80798 München, E-Mail: sabine@fastert.de
Dr. Susanne Gramatzki, Bergische Universität Wuppertal, Fachbereich A – Geistes- und Kulturwissenschaften, Gaußstraße 20, D-42097 Wuppertal, E-Mail: gramatz@uni-wuppertal.de
Dr. Camilla G. Kaul, Universität Bonn, Kunsthistorisches Institut, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 3, D-53113 Bonn, E-Mail: cgkaul@gmx.de
Dr. des. Norbert Kössinger, Universität Paderborn, Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft, Warburger Straße 100, D-33098 Paderborn, E-Mail: koessing@zitmail.upb.de
Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mertens, Meraner Str. 7 D-10825 Berlin, E-Mail: mertens@germanistik.fu-berlin.de
Prof. Dr. Frank Rexroth, Georg-August-Universität Göttingen, Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Platz der Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen, E-Mail: frexrot@gwdg.de
Dr. Rolf Seubert, Universität Siegen, Adolf-Reichwein-Str. 2, D-57068 Siegen, E-mail: seubert@fb2.uni-siegen.de
Dr. des. Alexander Ziem, Deutsches Seminar der Universität Basel, Engelhof, Nadelberg 4, CH-4051 Basel, E-mail: alexander.ziem@unibas.ch