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22.4.09, 16 Uhr, Audimax der Universität Siegen

Medienwissenschaft: Ein deutscher Sonderweg?


Ohne Übertreibung kann man Mediengeschichte und Medientheorie als eine idiosynkratische Entwicklung der Kulturwissenschaften in Deutschland beschreiben. Weltweit nehmen deshalb einschlägig interessierte Forscher an deutschen Publikationen Maß. Trotzdem lässt sich der Glaube an deutschen Universitäten nicht unterdrücken, dass das Mekka der Medientheorie im Ausland seinen Ort haben müsse. Für Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford University) kommt in dieser unangemessenen Bescheidenheit auch ein Effekt von interkulturellem Provinzialismus zum Tragen. Denn wenn die deutschen Medienforscher schon ihre eigene Vorrangstellung nicht anerkennen können, so würden sie es wohl für noch undenkbarer halten, dass eine Forschungsrichtung, die sie fasziniert, in vielen akademischen Nationalkulturen überhaupt nicht präsent ist.


Nach einem Impulsvortrag von Hans Ulrich Gumbrecht diskutieren am 22. April um 16 Uhr
im Auditorium Maximum der Universität Siegen:

Friedrich Kittler (Humboldt-Universität zu Berlin),

Irmela Schneider (Universität Köln),

Hartmut Winkler (Universität Paderborn),

Geert Lovink (Hogeschool van Amsterdam),

Erhard Schüttpelz (Universität Siegen),

Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford University).

 

Moderation: Karl Ludwig Pfeiffer (Jacobs University Bremen)

 

 

Hier gehts zum Blog zum Thema "Medienwissenschaft - ein deutscher Sonderweg?" 

 

 

Eine Veranstaltung des Forschungskollegs SFB/FK615 „Medienumbrüche“
in Zusammenarbeit mit der Graduiertenschule „Locating Media/Situierte Medien“,
Universität Siegen, Am Eichenhang 50, D-57076 Siegen.
www.fk615.uni-siegen.de www.locatingmedia.uni-siegen.de