Zwischen Sturmwind und Ogrimmar – Partizipative Erkundungen der World of Warcraft
Workshop
13.01.2011, Artur-Woll-Haus, Raum AE-A 101/102
Der wachsende Markt für Computer-Spiele stellt die Medienforschung vor neue Herausforderungen. Spielinhalte, die Ästhetik der Darstellung, die Produktionsformen und die kulturellen und sozialen Akte der Spielgemeinden stellen hohe Anforderungen an die theoretische und methodologische Diskussion. Grundbedingung dafür ist die intensive Kenntnis des Gegenstandes. Diese kann nur über eine teilnehmende Beobachtung erreicht werden und kann im Idealfall bereits auf eine solide Vergleichsbasis zurückgreifen.
World of Warcraft (WOW) nimmt unter den weitläufig changierenden Genres eine Sonderstellung ein. Es ist das populärste x Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG) und ein Brennpunkt für Innovationen im Bereich Rollenspiele. Im Workshop "Zwischen Sturmwind und Ogrimmar – Partizipative Erkundungen der World of Warcraft" werden bestehende und eigene theoretische Modelle aus den interdisziplinären Perspektiven der Medienforschung, der Literaturwissenschaft und der Ethnologie diskutiert. Besonderes Augenmerk erhalten psychologisch und kulturell spezifische Abläufe wie das Leveln, das Tragen der Waffe, die Questinhalte, das Verhältnis von Arbeit und Freizeit, die historische Entwicklung der Rollenspiele sowie die ökonomische Rahmung, die in das Spiel hineinragt und aus diesem heraus eine hochkomplexe Realökonomie produziert.
Programm:
| 10:00-10:30 | Begrüßung / Einleitung: WoW! Eine Geschichte des Levelns (Prof. Dr. Niels Werber / Siegen) |
| 10:30-11:30 | Achievements und Storytelling: intrinsische und extrinsische Motivationsfaktoren zur Handlungsanleitung in WoW (Tobias Kopka, MA / Köln) |
| 11:30-12:30 | Besudelt, verseucht, befleckt und vergewaltigt: Korruption und Heilung als zentrale Themen der World of Warcraft (Roland Leikauf, MA / Siegen) |
| 12:30-14:30 | Mittagspause |
| 14:30-15:30 | Worgen-Werden. Notizen zum simulierten Selbst des World-of-Warcraft-Spielers und den Methoden der Cyborg-Ethnographie (Mark Butler / Berlin) |
| 15:30-16:30 | "Fun ist ein Stahlbad" – Ein Blick auf die WoW als Kulturindustrie (Felix Riedel, MA / Siegen) |
| 16:30-16:45 | Kaffeepause |
| 16:45-17:45 | Die Sorge ums Schwert. Mit Foucault und Zizek durch die WoW (Dr. Lars Koch / Siegen) |
| 17:45-18:15 | Abschlussdiskussion |
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