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Bewegtes und erfolgreiches Leben in Forschung und Lehre

 Festkolloquium an der Universität Siegen zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. Dietbert Knöfel

 Für die Universität Siegen ist er „ein Mann der ersten Stunde“: Prof. Dr. Dietbert Knöfel. Am 28. Mai wurde Knöfel 80 Jahre alt. Nach einem Bergbau Studium an der Ingenieurschule Senftenberg und einem zweiten Studium der Mineralogie in Göttingen und Tübingen wechselte der in Ebersbach (Sachsen) geborene Knöfel 1969 an die Bauingenieursschule in Siegen. Nach einigen Jahren ging er nach Stuttgart, kehrte aber 1980 an die Universität Siegen zurück und gründete hier das Labor für Bau und Werkstoffchemie. Nach Ablehnung zweier Rufe auf C4-Professuren in Berlin und Kassel nahm er 1993 einen Ruf auf die Professur für Bau- und Werkstoffchemie der Universität Siegen an, die er bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst innehatte.


Knöfel beschäftigte sich mit Zementen, deren Zumahl- und Zugabestoffen und anderen Bindemitteln, beispielsweise Baugipse, Baukalke, Quell- und Schnellbindemitteln, mit Spezialmörteln, mit Fragen der Dauerhaftigkeit und des Bautenschutzes sowie generell mit Bauwerkserhaltung und Instandsetzung. Bedeutung hatte dabei auch die Baudenkmalpflege. Neben seiner Lehrtätigkeit engagierte er sich mit vielen nationalen und internationalen Lehrgängen in der beruflichen Weiterbildung und in Gremien.

Mit 80 Jahren kann Knöfel auf ein bewegtes, erfolgreiches Leben in Forschung und Lehre zurückschauen. Dazu gehören die Betreuung von rund 250 Diplomanden und weit mehr als 30 Doktoranden, etwa 500 Fachvorträge und die Veröffentlichung von 12 Fachbüchern und mehr als 300 Fachartikeln. Herausragende Erfolge hatte Knöfel bei der Einwerbung von Drittmitteln.

Zu seinen Ehren veranstaltete der Ortsverband der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zusammen mit dem Department Chemie und Biologie an der Universität Siegen ein Festkolloquium. Vorträge hielten Prof. Dr. Bernhard Middendorf (Universität Kassel) zum Thema „Umweltresistente Gipsmörtel für die Denkmalpflege – von der Grundlagenforschung bis zur Applikation“, Dr. Frank Winnefeld (EMPA, Schweiz) über „Ettringit – 'Zementbazillus' oder multifunktionale Hydratphase?“ sowie Prof. Dr. Junfeng Wang (Hainan Universität, China) über „Die Anwendungsmöglichkeiten von einigen speziellen Mörteln“.
 
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Nahmen am Festkolloquium teil (von links): Prof. Dr. Carsten Engelhard, Siegbert Henkel, Prof. Junfeng Wang , Prof. Dr. Dietbert  Knöfel, Prof. Dr. Bernhard Middendorf, Dr. Frank Winnefeld, Prof. Dr. Dr. Ullrich Pietsch, Prof. Dr. Holger Schönherr und Prof. Dr. Reinhard Trettin.