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Demo für die Freiheit der Wissenschaften

Am 14. April gehen – wie bereits 2017 – wieder weltweit Menschen auf die Straße, um für den Wert der freien Wissenschaft zu demonstrieren. Die Universität Siegen unterstützt den „March for Science“.

Der „March for Science“ ist eine internationale Bewegung mit dem Ziel, die Freiheit der Wissenschaft zu verteidigen. Im vergangenen Jahr sind dafür erstmals hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen. In diesem Jahr wird es am 14. April erneut weltweit Demonstrationen, Kundgebungen und Events geben – darunter eine große Demonstration in Köln. Sie startet um 11 Uhr auf der Domplatte und führt von dort zum Rudolfplatz, wo zwischen 12 und 14 Uhr eine Kundgebung geplant ist. Die Universität Siegen begrüßt und unterstützt den „March for Science“ und ruft ihre Mitglieder sowie Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich aktiv daran zu beteiligen.

„Wissenschaft geht uns alle an“, sagt Enno Aufderheide, Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung, die Kooperationen zwischen ausländischen und deutschen Forscherinnen und Forschern fördert. In vielen Ländern der Welt werde die Arbeit von Wissenschaftlern zunehmend behindert: Durch Streichung von Geldern, Anfeindungen und Drohungen, oder indem ihre Forschungsergebnisse von der Politik mit Füßen getreten werden. „Der March for Science tritt dafür ein, dass Regierungen die Suche nach der Wahrheit und nach den bestmöglichen Lösungen für unsere Probleme nicht verhindern, sondern den offenen Austausch auch über kontroverse Ideen zulassen und fördern. Deshalb freue ich mich, dabei sein zu dürfen“, sagt Aufderheide.

Auch ESA-Astronaut Reinhold Ewald, bekannt durch seinen Flug zur Raumstation Mir, wird auf dem March for Science in Köln sprechen. „Nur mit der Anwendung von Wissenschaft und Technik kann der Mensch die Erde verlassen und beginnen, den Weltraum zu erforschen“, sagt Ewald. „Fakten haben Mythen ersetzt und uns eine neue Sicht auf die Erde gegeben. Nun gilt es, die Chance dieser Sicht klug zu nutzen und nicht wieder in Mythen zu versinken.“

Auf der Kundgebung auf dem Kölner Rudolfplatz werden neben Reinhold Ewald und Enno Aufderheide sprechen:

-    Reinhard Remfort, Physiker, Wissenschaftskommunikator, Science-Slammer, Podcaster und Autor
-    Myrle Dziak-Mahler, Leiterin des Zentrums für LehrerInnenbildung an der Universität Köln
-    Thomas Grundmann, Professor für Philosophie an der Universität zu Köln
-    Mark Benecke, Kriminalbiologe, Spezialist für forensische Entomologie

Organisiert wird die Veranstaltung in Köln von Privatpersonen aus der Wissenschaft und vielen anderen Bereichen der Gesellschaft, die über Facebook und Twitter zusammengefunden haben. Alle engagieren sich ehrenamtlich, sind ausdrücklich überparteilich und repräsentieren weder eine Universität noch eine andere Institution oder Vereinigung.

Ansprechpartner für Nachfragen:

Anja Wagemann
E-Mail: mail@anja-wagemann.de
Mobil: 0160 9559 1676

Jens Jäger
E-Mail: jensjaeger@gmx.net
Mobil: 0171 999 2565