..
Suche
Hinweise zum Einsatz der Google Suche
Personensuchezur unisono Personensuche
Veranstaltungssuchezur unisono Veranstaltungssuche
Katalog plus

Herausragende Forschungsarbeit ausgezeichnet

Prof. Dr. Hans-Jürgen Christ vom Lehrstuhl für Materialkunde und Werkstoffprüfung der Universität Siegen ist mit der Heyn-Denkmünze ausgezeichnet worden. Es handelt sich um die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM).

Große Ehre für den Werkstoff-Wissenschaftler Prof. Dr. Hans-Jürgen Christ von der Universität Siegen: Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde (DGM) hat Christ im Rahmen des diesjährigen DGM-Tages in Darmstadt mit der Heyn-Denkmünze ausgezeichnet. Es handelt sich um die höchste Auszeichnung der Gesellschaft. Verliehen wird sie für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Materialkunde, durch die wesentliche Fortschritte in Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft erreicht wurden. Als Preisträger durfte Prof. Christ außerdem den Eröffnungsvortrag der anschließenden Tagung „MSE 2018“ (Materials Science and Engineering) halten. Rund 1.500 internationale WissenschaftlerInnen nahmen daran teil.

Christ sei ein hervorragender und international hoch anerkannter Materialwissenschaftler, der die Erforschung von Christ_muenze web 3Ermüdungserscheinungen bei metallischen Werkstoffen entscheidend geprägt und weiterentwickelt habe, hieß es in der Laudatio anlässlich der Preisverleihung. „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und die damit verbundene Würdigung meiner Arbeit“, sagte Prof. Dr. Hans-Jürgen Christ. Sein ausdrücklicher Dank gelte seinem Team und der Universität Siegen: „Wir arbeiten in einem relativ teuren Forschungsgebiet und benötigen für unsere Arbeit anspruchsvolle Großgeräte. Die Universität Siegen hat jederzeit für sehr gute Arbeitsbedingungen gesorgt. Das ist nicht selbstverständlich und dafür bin ich sehr dankbar.“

Am Lehrstuhl für Materialkunde und Werkstoffprüfung der Universität Siegen erforschen Christ und sein Team das Verhalten von Metallen und Legierungen unter komplexen Bedingungen – zum Beispiel, wenn sie in Eisenbahnrädern oder Flugzeugturbinen verbaut sind. Wie wirkt sich die alltägliche Belastung auf das Material aus? Wann führen etwa hohe und wechselnde Temperaturen in Kombination mit einer starken mechanischen Belastung zu Ermüdungs-erscheinungen, die für ein Bauteilversagen und – im ungünstigsten Fall – sogar für den Verlust von Menschenleben verantwortlich sein können? In den Laboren werden dazu die unterschiedlichsten Szenarien in Versuchen nachgebaut. Dank immer präziserer Messtechnik und verbesserter Prüfsysteme kann auch das Ermüdungsverhalten bei sehr hohen Lastspielzahlen untersucht werden. Christ koordinierte dazu ein Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unter dessen Dach an der Universität Siegen zahlreiche Projekte erfolgreich abgeschlossen wurden.

In Pleinfeld im fränkischen Seenland geboren, studierte Prof. Hans-Jürgen Christ Werkstoffwissenschaften an der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Auf die Promotion und Habilitation in Erlangen-Nürnberg folgte ein Forschungsaufenthalt an der University of Illinois in den USA. 1993 übernahm Christ den Lehrstuhl für Materialkunde und Werkstoffprüfung an der Universität Siegen. In seiner über 25jährigen Zeit in Siegen hatte er zahlreiche Ämter inne, unter anderem als Dekan, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs und stellvertretender Vorsitzender des Hochschulrats. Christs Verdienste als Wissenschaftler und Hochschullehrer wurden mehrfach mit herausragenden Preisen gewürdigt. Seit 2012 ist er Mitglied in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, seit 2017 in der acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften.

Kontakt:
Prof. Dr. Hans-Jürgen Christ (Lehrstuhl für Materialkunde und Werkstoffprüfung)
E-Mail: hans-juergen.christ@uni-siegen.de
Tel.: 0271-740 4658

Christ_Muenze web 1

 Als Preisträger der Heyn-Denkmünze hielt Prof. Christ auch den Eröffnungsvortrag bei der anschließenden Tagung "MSE 2018" mit rund 1.500 WissenschaftlerInnen.