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Gar nicht provinziell: Polnische Reportagen am Welttag des Buches

 

Siegen. Das Herz Polens kann man am Welttag des Buches in Siegen schlagen hören. Und zwar in unterschiedlichen Frequenzen. Am besten lässt man sich davon in Reportagenform von dem polnischen Journalisten und Reporter Wlodzimierz Nowak berichten, den die Süddeutsche Zeitung einen „großartigen Erzähler“ nennt. Am Montag, den 23. April 2012 liest Nowak aus seinem neuen Buch „Das Herz der Nation an der Bushaltestelle“ ab 19.30 Uhr (Einlass 19.15
Uhr) im Studioraum (Gebäudeteil X, Adolf-Reichwein-Campus, Anfahrt mit dem Bus bis
Universität/Robert-Schumann-Straße) der Universität. Seit 16 Jahren arbeitet er nun bei der „Gazeta Wyborcza“ und operiert sozusagen mit Stift und Papier am offenen Herzen Polens – der Provinz. Dieses empfindliche und wichtigste „Organ“ ist in Nowaks neuem Buch lebensnah zu befühlen.
Im seinem ersten Reportagenband „Die Nacht von Wildenhagen“ hat er die deutsch-polnischen Beziehungen im Blick. Im aktuellen sind es nun die Stimmen der Menschen aus der polnischen Provinz, die dem Leser das Lebensgefühl Polens nahebringen. Unter der Lupe befinden sich unter
anderem: der Kleinkriminelle, der lebensüberdrüssige Teenager, die verzweifelte Bergarbeiterfrau. Was passierte den Menschen, deren Leben nach
1989 eine dramatische Wende nahm und die bei uns „um die Ecke“ leben?
Möglicherweise kennen wir sie. Aber wir wissen noch nicht genug. Wie schon im ersten Buch finden sich nun auch im zweiten Reportagen, die bereits in der „Gazeta“ erschienen. Aus beiden wird Nowak am 23. April vorlesen.

Dr. Natasza Stelmaszyk, Dozentin an der Universität Siegen, wird durch den Abend führen. Die vom Autoren vorgetragenen Texte wurden von Joanna Manc ins Deutsche übersetzt. Lesung sowie Gespräch sind auf Polnisch und Deutsch zu verfolgen. Die Lesung wird ermöglicht durch die Philosophische Fakultät der Universität Siegen in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf.
Der Eintritt ist kostenlos.