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Katalog der UB Siegen

Tagung: "Ästhetik der Gewalt. Pier Paolo Pasolini und Michael Haneke"

11. und 12. 10. 2012, Museum für Gegenwartskunst und AR-X/Zimt

Die Leitlinie der Filmemacher Pier Paolo Pasolini und Michael Haneke ist eine bewusste Auseinandersetzung mit Formen der Visualisierung von Gewalt. Ihre Werke charakterisieren sich in besonderem Maß durch ein Reflektieren über das filmische Bild und bieten durch dieses stringente Leitmotiv die Chance, Gewalt auf einer komplexen und tiefen Ebene zu analysieren. Bei beiden reicht das Spektrum vom wohl kalkulierten Schock bis zur subtilen Andeutung. Gewalt im Autorenkino der zweiten Hälfte des 20. und frühen 21. Jahrhunderts ist also einerseits in die ästhetische Form eingebettet und geht andererseits immer über den engen filmischen Rahmen hinaus, sei es dass sie historisch kontextualisiert werden muss oder auf aktuelle gesellschaftliche Debatten referiert. Als besonders lohnend erweist sich eine Zusammenschau dieser beiden Werke. Ausgehend von evidenten Übereinstimmungen, direkten Zitaten und thematischen Analogien setzt sich diese Tagung zum Ziel, den filmischen Gewaltdiskurs kulturwissenschaftlich zu erforschen. Es wird zu zeigen sein, ob sich Pasolinis Werke als Antizipation der aktuellen Debatte über Gewalt und Bild herausstellen bzw. wie sehr Haneke mit seiner Ästhetik der Kälte und seinem Konzept von Gewalt als Gesellschaftskritik als geistiger Nachfolger Pasolinis charakterisiert werden kann.
 
Die Tagung ist öffentlich und die Teilnahme ist kostenlos.
Alle Informationen und das Programm finden Sie im angehängten PDF.
Wir freuen uns über alle Interessierte,
 
Marijana Erstic und Christina Natlacen