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Chantal Mouffe diskutierte mit den StipendiatInnen des Promotionskollegs
Beim Lektüreseminar vom 21.-23.Mai in Berlin wurde unter geduldiger Anleitung von Alex Demirovic einer
der "Klassiker" der linken Literatur der 80er Jahre ausführlich
besprochen: Ernesto Laclau, Chantal Mouffe: Hegemonie und radikale
Demokratie: Zur Dekonstruktion des Marxismus.
Intensiv wurde das komplette Buch, mit seinen theoretisch anspruchsvollen Ansätzen und Definitionen, wie etwa die des Antagonismus, der Hegemonie und der Diskursbegriff der beiden AutorInnen, diskutiert.
Nicht
nur in der internen Diskussion sondern auch im Gespräch mit Chantal
Mouffe lag ein Augenmerk der DiskutantInnen auf den politischen
Implikationen, die aus der Theorie
erwachsen könnten. Neben dem Umstand dass sich einige StipendiatInnen
den Ansatz von Mouffe/Laclau für ihre Promotion fruchtbar gemacht
hatten, entstand eine zusätzliche Motivation für die Theoriearbeit
dadurch, dass es Alex Demirovic gelungen war, die vielgefragte
Wissenschaftlerin ins Seminar einzuladen. Knapp zwei Stunden
beantwortete Chantal Mouffe die Fragen nach ihrer aktuellen Arbeit, wie
und wo sich aus ihrer Sicht ihre Definitionen im Vergleich zu ihren
späterem Buch Das demokratische Paradox (Mouffe 2000)
veränderte und welche Rolle die radikale Demokratie darin habe. Für uns
alle war es ein spannendes und tolles Erlebnis.

