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Katalog der UB Siegen

    1.9. Epiphaniegeschichte (Jüdische Altertümer III 5,2 §79-82)

    1.9. Epiphaniegeschichte (Jüdische Altertümer III 5,2 §79-82)

    ’Επὶ δύο μὲν οὖν ἡμέρας εὐωχούμενοι διῆγον, τῇ τρίτῃ δὲ πρὶν ἢ τὸν ἥλιον ἀνασχεῖν νεφέλη τε ὑπερίζανε τοῦ παντὸς στρατοπέδου τῶν Ἑβραίων οὐ πρότερον τοῦτο ἰδόντων γενόμενον καὶ τὸ χωρίον οὗ τὰς σκηνὰς ἦσαν πεποιημένοι περιέγραφε, καὶ τοῦ λοιποῦ παντὸς ἐν αἰθρίᾳ τυγχάνοντος ἄνεμοί τε σφοδροὶ λάβρον κινοῦντες ὑετὸν κατῄγιζον, ἀστραπαί τε ἦσαν φοβεραὶ τοῖς ὁρῶσι, καὶ κεραυνοὶ κατενεχθέντες ἐδήλουν τὴν παρουσίαν τοῦ θεοῦ οἷς Μωυσῆς ἤθελεν εὐμενοῦς παρατυχόντος. καὶ περὶ μὲν τούτων ὡς βούλεται φρονείτω ἕκαστος τῶν ἐντευξομένων, ἐμοὶ δὲ ἀνάγκη ταῦτα ἱστορεῖν καθάπερ ἐν ταῖς ἱεραῖς βίβλοις ἀναγέγραπται. τοὺς γε μὴν Ἑβραίους τά τε ὁρώμενα καὶ ὁ ταῖς ἀκοαῖς προσβάλλων ψόφος δεινῶς ἐτάραττεν, ἀήθεις τε γὰρ ἦσαν αὐτῶν, καὶ ὁ περὶ τοῦ ὄρους διαπεφοιτηκώς λόγος ὡς εἰς αὐτὸ τοῦτο φοιτῶντος τοῦ θεοῦ σφόδρα τὴν διάνοιαν αὐτῶν ἐξέπληττε. κατεῖχον δ’ αὑτοὺς πρὸς ταῖς σκηναῖς ἀχθόμενοι καὶ τόν τε Μωυσῆν ἀπολωλέναι νομίζοντες ὑπ’ ὀργῆς τοῦ θεοῦ καὶ περὶ αὑτῶν ὅμοια προσδοκῶντες.
    Quelle: E. H. Warmington (ed.): Josephus Jewish Antiquities IV, in: The Loeb Classical Library, London: 1930 (repr. 1967), 354-356.


    So verbrachten sie zwei Tage in festlicher Schmauserei. Am dritten Tage aber vor Sonnenaufgang überzog das ganze Lager der Hebräer eine Wolke, wie sie eine solche nie erblickt hatten, und erfüllte den ganzen Raum, wo ihre Zelte standen. Und während im übrigen der Himmel heiter war, erhob sich plötzlich heftiger Sturm, reichlicher Regen stürzte vom Himmel, und schauerliche Blitze, gefolgt von heftigen Donnerschlägen, verkündeten die Gegenwart Gottes, der in seiner Huld nahe war und des Moses Begehren entgegennahm. Doch mag das jeder Leser aufnehmen, wie ihm beliebt; ich glaube nur das mitteilen zu müssen, was in den heiligen Büchern geschrieben steht. Als nun die Hebräer dieses sahen und das schreckliche Getöse vernahmen, ergriff sie Zittern und Angst, denn sie waren an solche Ereignisse nicht gewöhnt, und das Gerücht, Gott besuche häufig den Berg, erfüllte ihre Gemüter mit großem Zagen. Sie hielten sich darum niedergeschlagen und bekümmert in ihren Zelten und fürchteten, Gott habe in seinem Zorn den Moses vernichtet, und das Gleiche werde auch ihnen geschehen.
    Quelle: Des Flavius Josephus Jüdische Altertümer. Übersetzt und mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Dr. Heinrich Clementz. I. Bd. Köln 1959 (Nachdruck der Ausgabe von 1899), 150f.


     

     

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