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    2.6 Apollonios entlarvt und tötet den Pestdämon von Ephesus (Philostrat, Das Leben des Apollonius von Tyana IV 10)

    2.6 Apollonios entlarvt und tötet den Pestdämon von Ephesus (Philostrat, Das Leben des Apollonius von Tyana IV 10)

    Τοιούτοις μὲν δὴ λόγοις ξυνεῖχε τὴν Σμύρναν, ἐπεὶ δὲ ἡ νόσος τοῖς ’Εφεσίοις ἐνέπεσε καὶ οὐδὲν ἦν πρὸς αὐτὴν αὔταρκες, ἐπρεσβεύοντο παρὰ τὸν ’Απολλώνιον, ἰατρὸν ποιούμενοι αὐτὸν τοῦ πάθους, ὁ δὲ οὐκ ᾤετο δεῖν ἀναβάλλεσθαι τὴν ὁδόν, ἀλλ’ εἰπὼν ἴωμεν ἦν ἐν ’Εφέσῳ, τοῦ Πυθαγόρου, οἶμαι, ἐκεῖνο πράττων τὸ ἐν Θουρίοις ὁμοῦ καὶ Μεταποντίοις εἶναι. ξυναγαγὼν οὖν τοὺς ’Εφεσίους θαρσεῖτε, ἔφη τήμερον γὰρ παύσω τὴν νόσον, καὶ εἰπὼν ἦγεν ἡλικίαν πᾶσαν ἐπὶ τὸ θέατρον, οὗ τὸ τοῦ ’Αποτροπαίου ἵδρυται. πτωχεύειν δέ τις ἐνταῦθα ἐδόκει γέρων ἐπιμύων τοὺς ὀφθαλμοὺς τέχνῃ, καὶ πήραν ἔφερε καὶ ἄρτου ἐν αὐτῇ τρύφος, ῥάκεσί τε ἠμφίεστο καὶ αὐχμηρῶς εἶχε τοῦ προσώπου. περιστήσας οὖν τοὺς ’Εφεσίους αὐτῷ βάλλετε τὸν θεοῖς ἐχθρόν εἶπε ξυλλεξάμενοι τῶν λίθων ὡς πλείστους. θαυμαζόντων δὲ τῶν ’Εφεσίων, ὅ τι λέγοι, καὶ δεινὸν ἡγουμένων, εἰ ξένον ἀποκτενοῦσιν ἀθλίως οὕτω πράττοντα, καὶ γὰρ ἱκέτευε καὶ πολλὰ ἐπὶ ἐλέῳ ἔλεγεν, ἐνέκειτο παρακελευόμενος τοῖς ’Εφεσίοις ἐρείδειν τε καὶ μὴ ἀνιέναι. ὡς δὲ ἀκροβολισμῷ τινες ἐπ’ αὐτῷ ἐχρήσαντο καὶ ὁ καταμύειν δοκῶν ἀνέβλεψεν ἀθρόον πυρός τε μεστοὺς τοὺς ὀφθαλμοὺς ἔδειξε, ξυνῆκαν οἱ ’Εφέσιοι τοῦ δαίμονος καὶ κατελίθωσαν οὕτως αὐτόν, ὡς κολωνὸν λίθων περὶ αὐτὸν χώσασθαι. διαλιπὼν δὲ ὀλίγον ἐκέλευσεν ἀφελεῖν τοὺς λίθους, καὶ τὸ θηρίον, ὃ ἀπεκτόνασι, γνῶναι. γυμνωθέντος οὖν τοῦ βεβλῆσθαι δοκοῦντος ὁ μὲν ἠφάνιστο, κύων δὲ τὸ μὲν εἶδος ὅμοιος τῷ ἐκ Μολοττῶν, μέγεθος δὲ κατὰ τὸν μέγιστον λέοντα ξυντετριμμένος ὤφθη ὑπὸ τῶν λίθων καὶ παραπτύων ἀφρόν, ὣσπερ οἱ λυττῶντες. τὸ μὲν δὴ τοῦ ’Αποτροπαίου ἕδος, ἔστι δὲ Ἡρακλῆς, ἵδρυται περὶ τὸ χωρίον, ἐν ᾧ τὸ φάσμα ἐβλήθη.
    Quelle: E. H. Warmington (ed.): Philostratus I, in: The Loeb Classical Library, London: 1912 (repr. 1969), 362-366.


    Mit solchen Reden hielt er Smyrna zusammen; als aber die Krankheit die Epheser befiel und nichts stark genug gegen sie war, schickten sie Gesandte zu Apollonios und wollten ihn zum Arzt für ihr Leiden machen. Er aber hielt es nicht für nötig, den Gang aufzuschieben, sondern sprach: "Laßt uns gehen." Damit war er auch schon in Ephesos, indem er, wie ich glaube, dasselbe tat wie Pythagoras, der in Thurioi und Metapont zugleich war. Als er nun die Epheser versammelt hatte, sagte er: "Seid getrost, denn noch heute werde ich der Krankheit ein Ende machen." Danach führte er die ganze Bevölkerung zum Theater, wo das Standbild des Apotropaios errichtet worden ist. Dort schien ein alter Mann zu betteln, der kunstfertig die Augen schloß. Er trug einen Ranzen und in diesem ein Stück Brot, war mit Lumpen bekleidet und schmutzig im Gesicht. Apollonios ließ ihn nun von den Ephesern umringen und sagte: "Lest so viele Steine auf wie möglich und bewerft damit diesen Feind der Götter!" Die Epheser wunderten sich über das, was er sagte, und hielten es für schrecklich, einen Fremden zu töten, der sich zudem in einem so erbärmlichen Zustand befand. Dieser flehte sie an und ersuchte sie wortreich um Erbarmen. Apollonios aber ermutigte und bedrängte die Epheser, auf den Mann loszugehen und ihn nicht entkommen zu lassen. Als aber einige begannen, ihn aus der Ferne zu bewerfen, und der Bettler, der blind zu sein schien, auf einmal wild aufblickte und Augen voll Feuer zeigte, da erkannten die Epheser den Dämon und steinigten ihn so, daß ein Haufen von Steinen ihn begrub. Nach kurzer Zeit befahl Apollonios, die Steine wegzunehmen und das Geschöpf, das sie getötet hatten, zu erkennen. Als nun der, der gesteinigt worden zu sein schien, freigelegt war, war er verschwunden, es war aber an dessen Stelle ein Hund zu sehen, dessen Aussehen dem der Molosser ähnlich war und der in seiner Größe dem stärksten Löwen entsprach. Dieser lag von den Steinen zerschmettert vor ihnen mit Schaum vor den Lippen wie die tollwütigen Tiere. Das Tempelbild des Apotropaios jedoch - es ist ein Herakles - ist an dem Platz errichtet worden, wo das Gespenst gesteinigt wurde.


     

     

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