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Alles subjektiv - Ein Interview mit den "Four Weeks"-Künstlern

Freundschaft + Kunstvernarrtheit können schon einmal zu einer Ausstellung führen. Wie die Ausstellung "Four Weeks" war, konntet ihr in der Rezension von Johannes Herbst lesen. Hier lest ihr, was Lea, Maren und Stefan über die Ausstellung und ihre Kunst zu sagen haben.

„Fourweeks“ ist ein ehrlicher Name, erklärt Stefan Krüger, der Initiator der Ausstellung. Denn vier Wochen lang können die Kunstwerke von Lea Eisele, Maren Sperber und ihm betrachtet und interpretiert werden.

Die LiteraListen trafen die Künstler auf der Ausstellungseröffnung. Zwischen Sekt, Häppchen und vielen Gratulanten sprachen sie über Interpretation, harte Arbeit und Geld.

LiteraListen: Stefan, du bist der Initiator der Ausstellung, wie kam es dazu?

Stefan: Alles nahm seinen Anfang im Brauhaus. Das ist ein riesiges Atelier für die Kunststudierenden der Universität Siegen. Es gibt dort immer mal Ausstellungen, die haben mich inspiriert. Die Idee kam nach Weihnachten. Das letzte halbe Jahr habe ich mich dann sehr intensiv mit Kunst befasst. Es hat mir viel mehr Spaß gemacht als mein „Literatur, Kultur, Medien“-Studium. Lea, Maren und ich sind schon lange befreundet, da hab ich sie einfach gefragt.

LiteraListen: Warum macht ihr die Ausstellung gerade hier?

Stefan: Miete und Größe haben einfach gestimmt. 

Maren: Vorher war hier wohl mal ein Modellbauladen drin... / Lena: ... und so eine Art Eiscafé – nach den Sachen zu urteilen, die wir hier gefunden haben.

Stefan: Wir haben den Raum nur bekommen, weil ich dem Vermieter versprochen habe das ganze Zeug in einen anderen Raum zu bringen. Das war eine sehr anstrengende und langwierige Arbeit. Hier stand alles voll. Man konnte kaum treten.

LiteraListen: Lea und Maren studieren Kunst, du nicht, Stefan. Wie habt ihr euch auf die Ausstellung vorbereitet?

Stefan: Wir haben uns mit Kunst beschäftigt und waren zum Beispiel auf der Art Cologne. Außerdem haben wir uns mit einem Galeristen getroffen. Der hat uns viele Storys über die Kunstwelt erzählt. Mit dem haben wir dann auch über Preise geredet.

LiteraListen: Auf eurer Internetseiten und im Katalog stehen die Preise. Das meiste kostet ein paar hundert Euro. Wie kommt’s?

Stefan: Bei den Preisen haben wir verschiedene Aspekte beachtet. Wir sind neu, wollen aber ernst genommen werden. Wichtig war auch die Art der Kunst, ob es ein Unikat ist, eine Signatur hat und wie groß es ist. 

Lena: Das Präsentieren ist uns viel wichtiger als der Verkauf. Deshalb stehen die Preise relativ fest. Ich würde nicht viel weiter runtergehen. 

Maren: Jedes Kunstwerk hat auch einen eigenen Wert – für uns. Eine positive Rückmeldung reicht. Ich sehe mich noch ganz am Anfang. 

Lena: Deshalb wollen wir nicht um jeden Preis etwas verkaufen.

LiteraListen: Wie ist denn alles an seinen Platz gekommen?

Maren: Jeder hat für sich entschieden, welche Bilder ausgestellt werden sollen. Über die Hängung haben wir dann miteinander gesprochen. So hat es einfach am besten gepasst.

LiteraListen: Könnt ihr eure Kunst in einem Wort zusammenfassen?

Stefan: Klar, aber viel wichtiger ist es, was andere darin sehen. Ich würde mir wünschen, dass jemand anderes mich kategorisiert. „Der Mann mit der Pistole“ oder so. Künstler, die ich mag, malen auch immer das Gleiche. Damien Hirst zum Beispiel, der malt halt Punkte. 

Maren: Mich interessiert mehr, wenn die Leute etwas in meine Bilder interpretieren. Der Eindruck von anderen ist viel spannender, als das, was man sich vielleicht mal dabei gedacht hat. Es geht darum Eindrücke zu sammeln. Da gibt es kein Richtig oder Falsch. Was gefällt, ist immer auch subjektiv.

 

Text und Fotos Minou Wallesch

Die Rezension zur Ausstellung findet ihr hier.

Die Ausstellung könnt ihr noch bis Ende des Monats besuchen. Öffnungszeiten, Kontakt und weitere Eindrücke über  http://fourweeksonline.tumblr.com/.  
 

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