Forschungsprojekte am ZetKIK
Prof. Dr. Dieter Schönecker
- Arbeiten zu Kants Tugendlehre
- "Kant on duties of love (Tugendlehre §§ 23-36)", forthcoming in: Trampota, A. / Sensen, O. / Timmermann, J. (Hrsg.): Kant’s Tugendlehre. A Commentary, Berlin: de Gruyter (2010).
- "Zwei Konjekturvorschläge zur Tugendlehre, § 9", forthcoming in: Kant-Studien Heft 2, 2010 (mit Stefano Bacin), ca. 7 pp.
- "Kant über die Möglichkeit von Pflichten gegen sich selbst (Tugendlehre §§ 1-3)", in: Busche, Hubertus / Schmitt, Anton (Hrsg.): Kant als Bezugspunkt philosophischen Denkens, Würzburg, 2010, 235-260.
- "Kant über Menschenliebe als moralische Gemütsanlage", forthcoming in: Archiv für Geschichte der Philosophie, Heft 1/2010, ca. 45 Seiten (unter Mitarbeit von Alexander Cotter, Magdalena Eckes, Sebastian Maly)
- "O amor ao ser humano como disposição moral do ânimo no pensamento de Kant", in: Studia Kantiana. Revista da Sociedade Kant Brasileira. Vol. 8, maio de 2009. S. 54-69.
- "Kant’s argument for the existence of duties to oneself in § 2 of the Tugendlehre", Vortrag in Pisa, XI. Internationaler Kant-Kongress
- Mitarbeit am
Kant-Lexikon mit Beiträgen zu den folgenden
Stichworten:
- "Liebespflicht"
- "Imperativ"
- "Imperativ, kategorischer"
- "Imperativ, analytischer"
- "Imperativ, synthetischer"
- "Schwärmerei, moralische"
- "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten"
- "Interesse, praktisches"
-
Kant und
Kopernikus (zusammen mit Dennis Schulting und
Niko Strobach)
- Zu diesem Thema ist auch das von der Thyssen-Stiftung
bewilligte Forschungsprojekt "Die große
Revolution: Kant als Kopernikus, Kepler,
Newton" in das ZetKIK eingebettet, welches die wirkungsgeschichtlich
ungemein einflussreiche Rede von der
'Kopernikanischen Wende' als einer 'Revolution
der Denkart' bei Kant analysieren will. Diese
nicht nur in der Philosophie berühmte Analogie
geht zurück auf zwei Stellen in der Vorrede zur
zweiten Auflage der Kritik der reinen Vernunft
(B XVI, B XXII Anm.), in denen Kant sich
ausdrücklich auf Kopernikus bezieht. Diese
beiden Stellen und ihre Kontexte sollen einer
kommentarischen Interpretation unterzogen
werden; zugleich soll eine Rezeptionsgeschichte
dieser Analogie in der Kant-Forschung und
darüber hinaus in der allgemeinen
Ideengeschichte geschrieben werden. Zu diesem
Zweck wurde eine halbe Mitarbeiterstelle
beantragt.
Das Projekt geht hervor aus einer Forschergruppe zum Thema "Kant und Kopernikus", die wiederum aus einer von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten internationalen Tagung zu eben diesem Thema erwachsen ist. Die bisherige Forschungsarbeit hat gezeigt, dass eine große Zahl von wichtigen Fragen nicht gestellt und grundlegende Beobachtungen nicht gemacht wurden. Die Analogie erweist sich als viel komplexer und erheblich schwieriger zu verstehen, als bisher angenommen; das einfache Bild eines Kant, der analog zu Kopernikus' Hypothese von der Sonne als Zentrum des Planetensystems eine Revolution in der Metaphysik vollziehe, scheint jedenfalls falsch. Tatsächlich ist es Teil der Analogiebildung Kants, dass er (gewiss) auch Newton und (vielleicht) Kepler ins Spiel bringt und sich also auch zu diesen beiden revolutionären Vorbildern in eine analogische Beziehung setzt; dass in diesem Zusammenhang die entscheidende Frage nicht reflektiert wurde, was Kant mit den "Zentralgesetzen der Bewegungen der Himmelskörper" (B XXII Anm.) überhaupt meint, ist kennzeichnend für den bisherigen Forschungsstand. Daher ist es geboten, Kants Kopernikusanalogie einer präzisen und umfassenden Analyse zu unterziehen, um unter der rezeptionsgeschichtlichen Patina eine Analogie erkennbar zu machen, die Kants eigentliches Projekt einer Revolution in der Metaphysik in ein anderes und neues Licht zu rücken vermag.
- Zu diesem Thema ist auch das von der Thyssen-Stiftung
bewilligte Forschungsprojekt "Die große
Revolution: Kant als Kopernikus, Kepler,
Newton" in das ZetKIK eingebettet, welches die wirkungsgeschichtlich
ungemein einflussreiche Rede von der
'Kopernikanischen Wende' als einer 'Revolution
der Denkart' bei Kant analysieren will. Diese
nicht nur in der Philosophie berühmte Analogie
geht zurück auf zwei Stellen in der Vorrede zur
zweiten Auflage der Kritik der reinen Vernunft
(B XVI, B XXII Anm.), in denen Kant sich
ausdrücklich auf Kopernikus bezieht. Diese
beiden Stellen und ihre Kontexte sollen einer
kommentarischen Interpretation unterzogen
werden; zugleich soll eine Rezeptionsgeschichte
dieser Analogie in der Kant-Forschung und
darüber hinaus in der allgemeinen
Ideengeschichte geschrieben werden. Zu diesem
Zweck wurde eine halbe Mitarbeiterstelle
beantragt.
Wilko Ufert, M.A.
- Dissertationsprojekt: "Kants Theorie der Mathematik in der Kritik der reinen Vernunft"
Weitere Projekte
- Dissertationsprojekt Sebastian Maly, M.A., Dipl.-Theol.: "Kant über symbolische Erkenntnis Gottes"

