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Anforderungen in Lehrveranstaltungen 

Regelmäßige Teilnahme

Eine regelmäßige Teilnahme an den Lehrveranstaltungen ist Pflicht. Nur auf diesem Weg kann das Lernziel einer Lehrveranstaltung erreicht werden. Bei der Vergabe von Leistungsnachweisen wird die regelmäßige Teilnahme (z.B. durch Anwesenheitslisten) überprüft.

Pflichtlektüre

In den Lehrveranstaltungen wird vorausgesetzt, daß die Pflichtlektüre der jeweiligen Veranstaltung gelesen und durchgearbeitet wird. Die Dozentenschaft geht davon aus, daß die Kenntnis der Pflichtlektüre in den Prüfungen (am Ende einer Lehrveranstaltung; Abschlussexamen) vorausgesetzt werden kann. Das schließt ein, daß die TeilnehmerInnen einer Lehrveranstaltung die Texte, die zur Pflichtlektüre einer bestimmten Sitzung einer Lehrveranstaltung gehören, gelesen und ein Stück weit selbständig erarbeitet haben. Die gründliche Vorbereitung von einzelnen Lehrveranstaltungen ist nicht nur die selbstverständliche Pflicht der Universitätslehrerinnen und -lehrer, sondern ebenfalls die aller Teilnehmer einer Lehrveranstaltung.

Fremdsprachige Lektüre

Die Lektüre und Bearbeitung englisch-sprachiger Fachliteratur wird vorausgesetzt. Zu englisch-sprachigen in fast allen Lehrveranstaltungen kommen in einem Teil der Seminare französisch-sprachige Texte hinzu.

Anforderungen an Referat und Hausarbeit

Für den Erwerb von Leistungsnachweisen werden Referat und Hausarbeit vielfach als Einheit behandelt, insofern die Hausarbeit die schriftliche Ausarbeitung des mündlichen Vortrags ist. In allen Studiengängen kann die Hausarbeit eine „Vorstufe“ für die Abschlußarbeit des Studiums und kann deshalb in den MA-Studiengängen ein Stück genuiner Forschung enthalten. Dementsprechend sind die Anforderungen an Referat und Hausarbeit hoch; das gilt vor allem für die MA-Studiengänge. Ihnen zu entsprechen, erfordert im Regelfall eine mehrwöchige intensive Bearbeitung eines Themas und gründliche Auseinandersetzung mit ihm.

Zu den Anforderungen gehören im Besonderen:

  • eigenständige Bearbeitung eines Themas,

  • selbständige Formulierung einer Fragestellung im Rahmen des vorgegebenen Themas,

  • selbständige Strukturierung des Themas,

  • begriffliche Genauigkeit, methodisches und methodologisches Nachdenken,

  • selbständige Suche nach möglichst neuen Daten und Texten (sorgfältige Literaturrecherche),

  • Verarbeitung der einschlägigen Daten, Texte und besonders der wichtigen Sekundärliteratur,

  • thesenartige Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse,

  • Umfang und Form der Hausarbeit:

    • BA-Studiengänge, im Grundstudium der Lehramtsstudiengänge: mindestens 8-10 Normseiten (30 Zeilen à 60 Anschläge oder 14.400-18.000 Buchstaben mit Leerzeichen) in formal korrekter Form (Gliederung; korrekte Zitierweise; Rechtschreibung),
    • MA-Studiengänge: mindestens 12-15 Normseiten (30 Zeilen à 60 Anschläge oder 21.600-27.000 Buchstaben mit Leerzeichen) in formal korrekter Form (Gliederung; korrekte Zitierweise; Rechtschreibung)
  • Form des Referats: möglichst freier und prägnanter Vortrag. Je nach dem kann der Einsatz von Thesenpapieren, Folien oder Power-Point-Präsentationen für die Darlegung hilfreich sein.

  • Selbstverständlich werden diese Anforderungen an Referat und Hausarbeit in den BA-Studiengängen und vor allem während der Anfangssemester dieser Studiengänge deutlich stärker unter dem Gesichtspunkt der Anleitung durch die Dozentin oder den Dozenten gewichtet.

  • Scheuen Sie sich nicht, sondern im Gegenteil bitten Sie die Dozentin oder den Dozenten um ihre bzw. seine Hilfestellung, sofern Sie Fragen haben und Hinweise benötigen!

  • Das Abschreiben von fremden Texten oder das Herunterladen von Arbeiten oder Teilen von Arbeiten aus dem Internet, ohne durch Anführungszeichen und Verweis auf die Quelle diese Textstelle als Zitat kenntlich zu machen, gilt als Täuschungsversuch. Täuschungsversuche sind kein Kavaliersdelikt und können rechtliche Schritte zur Folge haben, die je nach Schwere des Täuschungsversuchs und im Fall von Wiederholungen bis zur Exmatrikulation reichen.
    Also: NICHT "GOOGELN", sondern SELBER DENKEN!

    Aber hilfreich ist folgender link: recherche

Ausführliche Hinweise zu Referat und Hausarbeit

Das Referat

Das Ziel von akademischen Vorträgen ist, die Zuhörer für das Thema des Vortrages aufgeschlossen und neugierig zu machen und ihnen bestimmte Sachverhalte zu vermitteln. Im Fall von Referaten heißt das, daß Sie - als Expertin oder Experte für ein Thema - Ihren Kommilitonen

  • ein vorgegebenes Thema klar, anschaulich und genau darstellen
  • dazu eigene Gedanken entwickeln
  • und Ansatzpunkte zur Diskussion liefern

Ein Referat verfehlt seinen Zweck, wenn versucht wird, die Dozentin oder den Dozenten durch einen abgehobenen Stil, sprich: wissenschaftliches Kauderwelsch, zu beeindrucken; wenn die Gedanken nicht in eigene Worte gefaßt werden und aus Aufsätzen oder Büchern offen oder gar, ohne es zu sagen, mehr oder minder vorgelesen wird; oder wenn so gleichgültig vorgetragen wird, daß spätestens nach einer Viertelstunde der gutwilligste Zuhörer sich seines Schlafmangels gewahr wird oder sehnsuchtsvoll von der Kurzweil träumt, die ein Walkman bescheren kann. Vergessen Sie nicht: Ein Vortragender muß sich engagieren für das, was er zu sagen hat! Wenn Sie den Eindruck vermitteln, daß das, was Sie vortragen, belanglos oder gar für die Zuhörer gar nicht gedacht ist, die von Ihnen lernen möchten, dann können Sie sicher sein, daß die Zuhörer Ihren Vortrag 'langweilig' und uninteressant finden.

Literatur

In den Anfangssemestern der BA-Studiengänge und im Grundstudium der Lehramtsstudiengänge müssen die Referentinnen und Referenten die Pflichtlektüre verarbeiten. Darüber hinaus sollen sie die weitere angegebene Literatur nach Informationen zu ihrem Thema durchsehen. Weiterhin ist es nützlich, zusätzliche – möglichst neue – Texte (Bücher, Zeitschriftenaufsätze oder informative Zeitungsartikel) oder Daten selbständig ausfindig zu machen und zu verarbeiten. Im Ietzten Studienjahr der BA-Studiengänge, im Hauptstudium der Lehramtsstudiengänge und in allen Studienabschnitten der MA-Studiengänge müssen die Vortragenden selbständig Literatur zu ihrem Thema finden, sichten und auswerten.

In vielen Fällen ist es sinnvoll, Datenbanken für Literatur oder Statistiken im Internet mit heranzuziehen, z.B. die WiSo III-Datenbank oder die Sociological Abstracts für sozialwissenschaftliche Texte; neueste Daten sind auf den Websites des Statistischen Bundesamtes mit den aktuellsten Auswertungen zu finden. Daneben sind die gedruckten Bibliographien in der UB außerordentlich wertvolle Fundorte für Literatur oder Daten, denn viele Sammlungen von Literaturhinweisen stehen im Computer nicht zur Verfügung.

In Forschungsseminaren und Seminaren, welche Referierende als Vorbereitung für die Abschlußarbeit ihres Studiums besuchen, schließt dieses selbständige Erarbeiten eines Themas ein, daß der oder die Vortragende sich in manchen Bereichen des Themas besser als die Dozentin oder der Dozent auskennt.

Allgemeines zum Referat

  • Für Referat wie Hausarbeit gilt: Eine Vorbereitung von einer Woche oder gar von wenigen Tagen genügt niemals! Schon die Einarbeitung in die einschlägige Literatur benötigt viel Zeit und erfordert einen erheblichen Aufwand (besonders im Falle von Hausarbeiten Ietzten Studienjahr der BA-Studiengänge, im Hauptstudium der Lehramtsstudiengänge und in allen Studienabschnitten der MA-Studiengänge). Nur Genies oder hocherfahrene Vortragsprofis schaffen es, einen guten Vortrag in wenigen Tagen anzufertigen - und auch nur dann, wenn sie entweder die Nacht zum Tage machen oder auf ihr Vortragsrepertoire zurückgreifen. In diesem Zusammenhang können Sie keinesfalls auf die übliche Art der Anfertigung von sogenannten 'Referaten' zurückgreifen, wie sie in der Schule üblich ist. Referate erbringen deshalb einen großen Lerngewinn, weil sie sehr arbeitsintensiv sind.

  • Gliedern Sie ihr Thema anschaulich und klar, nur so können sich die Zuhörer im Urwald neuer Informationen zurechtfinden. Die Gliederung des Themas nach der Lektüre mehrerer Texte ist eine wichtige "Eigenleistung" des Referenten oder der Referentin. Verwenden Sie Zeit darauf! Mit einer guten Gliederung steht und fällt ein Referat!

  • Sagen Sie gleich zu Beginn Ihren Zuhörern, worüber Sie sprechen werden, um was es in dem Vortrag geht. Wenn es im engeren Sinne um eine These geht, die Sie vertreten wollen, dann nennen Sie diese These selbstverständlich gleich am Anfang und geben Sie die Schritte an, die Sie tun werden, um Ihre These darzustellen und zu belegen. Eine solche Einleitung ist für den Vortragenden wie für die Zuhörer ein Art "Denkgerüst". Wiederholen Sie am Ende Ihres Vortrages in wenigen knappen Sätzen oder Stichworten den Gang und das Ergebnis Ihrer Darlegungen.

    Man kann sich einen Vortrag auch als eine Struktur von drei Elementen vorstellen: "Ansatz- oder Ausgangspunkt – Denkgerüst – Zielpunkt" formulieren:

    • Ansatzpunkt: Worum geht es? Was sind die zentralen Probleme des Themas? Vielleicht finden Sie einen prägnanten "Aufhänger" für das Thema?
    • Denkgerüst: Wie wird von den Autoren, wie von Ihnen argumentiert? Was sind die zentralen Argumente, mit denen die Autoren oder Sie die Ausführungen und theoretischen Überlegungen untermauern?
    • Zielpunkt: Was ist das Ergebnis? Was sind die zentralen Aussagen der Texte bzw. Ihres Gedankengangs?
  • Klären Sie wichtige von Ihnen verwendete Begriffe, damit deutlich wird, vorüber Sie sprechen. Das gilt insbesondere für soziologische Grundbegriffe, die anhand Ihres Vortrages vermittelt werden sollen. Vergleichen Sie eventuell Ihr Verständnis, Ihre Definition des Begriffs mit anderen begrifflichen Vorstellungen! Überlegen Sie, wo die Vorzüge und Nachteile Ihres Begriffsverständnisses liegen. Machen Sie die Zuhörenden mit ihren Überlegungen vertraut.

  • Wie schon erwähnt, steht am Ende des Referates ein Resümee: Hier werden die zentralen Aussagen Ihres Vortrages noch einmal komprimiert dargestellt und die eigenen Überlegungen zum Thema möglichst so formuliert, daß sie die Zuhörerschaft zur Diskussion herausfordern.

Vortrag

  • Denken Sie daran, daß jede/r bei einem Vortrag nervös ist (auch sogenannte "Profis" mit mehreren Jahren Vortragserfahrung).

  • Der Vortrag sollte zwischen 30 und 45 Minuten liegen (mit Dozent/in abklären), damit genügend Zeit für eine Diskussion bleibt.

  • Versuchen Sie, den Vortrag möglichst frei zu halten - Referate, die ausschließlich abgelesen werden, sind in den meisten Fällen ein sehr wirksames Schlafmittel.

  • Eine Möglichkeit ist, sich Anfang und Ende des Vortrags vorzuformulieren, dazwischen dann mit Stichpunkten zu arbeiten. Ein vorformulierter Anfang hilft, über die kritischen ersten Minuten hinweg zu kommen.

  • Für die meisten Vortragenden ist es jedoch besser: Vortrag ausformulieren und die zentralen Begriffe darin deutlich markieren. Versuchen Sie dann, die markierten Begriffe als Stichpunkte zu verwenden – wenn Sie im Text "festhängen", können Sie schnell den Faden wiederfinden.

  • Verwenden Sie "eingleisige" und einfache Formulierungen. Statt: "Die basalen Kategorien einer relevanten Organisationslehre sind ...", besser: "Wir wollen nun die Begriffe klären, die für eine Organisationslehre wichtig ist."

  • Kein Satz sollte eine "Gegenwartsdauer" von 10 Sekunden überschreiten, sonst schweifen die Zuhörer ab.

  • Versuchen Sie zunächst, komplizierte Tatbestände so einfach wie möglich in wenigen Sätzen zu formulieren. "Fleisch" kann später noch an das Gerippe. Denken Sie dabei an die Einsicht von erfahrenen Rednern und Publizisten: "Es ist einfach, Einfaches schwierig auszudrücken – aber es ist schwierig, Schwieriges einfach auszudrücken".

  • In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, das Gesagte zu visualisieren. Folien oder Power Point-Präsentationen können deshalb nützlich sein – allerdings nur in Grenzen. Werden Sie nicht zur "Folienschleuder"!
    Lesen Sie nicht den Text Ihrer Power Point-Präsentation ab

    Wenn Sie Folien verwenden, setzen Sie sie sparsam ein. Legen Sie sich die Folien vor dem Vortrag so zurecht, daß Sie nicht anfangen, im „Foliensalat“ herumzuwüh-len! Bei der Erläuterung von Folien oder Ihrer Power Point-Präsentation bleiben Sie dem Publikum zugewandt, sprechen Sie zum Publikum und wenden Sie sich nicht zum projizierten Bild an der Wand.

    Insgesamt denken Sie daran: Ein Referent, der durch seine Ideen, Beobachtungen und die Lebendigkeit seines Vortrages die Zuhörer fesselt, ist immer noch besser als jedes technische Hilfsmittel!

Thesenpapier

Für die Seminarteilnehmer kann ein vervielfältigtes Thesenpapier sinnvoll sein. Es soll enthalten:

  • Darstellung von zentralen Problemen und Entwicklungen in stark komprimierter Form;
  • wichtige statistische Materialien und Schaubilder;
  • mindestens 4-5 Diskussionspunkte, d.h. eigene (evtl. weiterführende) Überlegungen zum Thema, die eine Diskussion anregen können.

Aber auch hier wägen Sie ab: Lenkt das Thesenpapier eher von der Aufmerksamkeit für Sie als Referent bzw. Referentin ab oder hilft es Ihnen, die Aufmerksamkeit zu stützen und sich verständlich zu machen. In diesem Zusammenhang kann es z.B. sinnvoll sein, eine vervielfältigte Darstellung erst während oder am Ende des Vortrages an die Zuhörerschaft auszuhändigen.

Hausarbeit

Für einen Leistungsnachweis mit den entsprechenden Kreditpunkten wird je nachdem von der Dozentin oder dem Dozenten erwartet, das Referat in eine schriftliche Form zu bringen.

Was Klarheit und Anschaulichkeit anbelangt, gelten für die schriftliche Form dieselben Regeln wie für einen Vortrag. Denken Sie vor allem an eine überzeugende Gliederung!

Der Umfang der Hausarbeit sollte in den:

  • BA-Studiengängen, im Grundstudium der Lehramtsstudiengänge: mindestens 8-10 Normseiten (30 Zeilen à 60 Anschläge) in formal korrekter Form (Gliederung; korrekte Zitierweise; Rechtschreibung),
  • MA-Studiengängen: mindestens 12-15 Normseiten (30 Zeilen à 60 Anschläge) in formal korrekter Form (Gliederung; korrekte Zitierweise; Rechtschreibung)

Die Ausarbeitung muß den Regeln der deutschen Sprache genügen! D.h.: Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sollen nicht als überflüssiger Zierrat betrachtet werden. Die Mißachtung der Rechtschreibung oder schlichte Unkenntnis kann eine schlechtere Note nach sich ziehen.

Studentinnen und Studenten, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, können - insbesondere zu Beginn ihres Studiums - mit einer gewissen Nachsicht rechnen.

Langfristig werden Referate und Hausarbeiten in Englisch oder Französisch sicherlich zunehmend Eingang in das akademische Leben finden. Schon jetzt gibt es Dozenten, die Referate und Hausarbeiten in Englisch oder Französisch in Einzelfällen annehmen.

Ebenso müssen die Formalien für das wissenschaftliche Arbeiten – wie korrekte Zitierweise, Quellenangaben, bibliographische Angaben, Literaturliste – eingehalten werden. Zum Beispiel ist die Darstellung eines Sachverhaltes mit den Worten eines anderen Autors - ohne deutlich zu machen, daß Sie zitieren – Betrug (s. oben zum Täuschungsversuch). Wer diese Formalien nicht beherrscht, kann die einschlägige Literatur zum Thema "wissenschaftliches Arbeiten" durcharbeiten:

  • Frank, Norbert, Joachim Stary (Hg.) (2006): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Eine praktische Anleitung. 13. Aufl. Paderborn usw.: Schöningh (zuerst 1977).
  • Niederhauser, Jürg (2006): Duden. Die schriftliche Arbeit - kurz gefasst. Eine Anleitung zum Schreiben von Arbeiten in Schule und Studium; Literatursuche, Materialsammlung und Manuskriptgestaltung mit vielen Beispielen. [4. Aufl.] Mannheim usw.: Dudenverlag.
  • Becker, Howard S. (2000): Die Kust des proefessionellen Schreibens. Ein Leitfaden für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Frankfurt a.M.: Campus (dt. zuerst 1994, amerik. zuerst 1986).
  • Eco, Umberto (2007): Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. 12. Aufl. d. dt. Ausg. Heidelberg: C. F. Müller (dt. zuerst 1988; ital. zuerst 1977).


Unverzichtbar für Hausarbeiten ist, daß Sie das, was Sie gelesen haben und darlegen wollen, in Ihren eigenen Worten vortragen! Das setzt stets eine genaue und zweifelsohne schwierige Arbeit der gedanklichen Durchdringung und zusammenfassenden Verarbeitung der einschlägigen Literatur voraus. Exzerpte anzufertigen, die stets die Grundlage von Vorträgen und Hausarbeiten sind, ist eine langwierige und mühevolle Tätigkeit. Seitenlanges Abschreiben von gelesenen Texten erfüllt aber ebenso wenig die Leistungserwartungen an eine Hausarbeit wie eine bloß zusammengestückelte Zusammenfassung unterschiedlicher Texte.

Formale Anforderungen für die Schreib- und Zitierweisen in Haus- und Examensarbeiten

  1. Auf Rechtschreibung und richtige Interpunktion achten!
    Z.B. nicht die Konjunktion mit dem Relativpronomen verwechseln (nicht 'das' statt 'dass' und umgekehrt).

  2. Grammatikalisch richtige Sätze schreiben!
    Z.B. nicht (aus einer Hausarbeit): "Unter jungen Menschen fanden sich viele, die zur Ausbildung in die Stadt gingen. Unter den 20- bis 35jährigen Personen, die noch ledig waren. Sowie unter den alten Leuten, die ihre Angehörigen verloren haben."

  3. Anmerkungen
    Anmerkungen sollen im Manuskript durch hochgestellte Ziffern gekennzeichnet werden. Anmerkungen sollen für inhaltliche Ergänzungen verwendet und sparsam genutzt werden.

  4. Zitate
    Zitate sind durch Anführungszeichen kenntlich zu machen! Ebenso ist die Quelle für das Zitat anzugeben.

  5. Literaturverweise
    Unmittelbare Bezugnahmen auf Literatur und Belege sind durch Literaturverweise kenntlich zu machen.

  6. Quellenangaben oder Literaturverweise im Text
    Literaturhinweise sollen in den Text durch Klammerverweise auf das Literaturverzeichnis eingearbeitet werden (hierbei wird auf Vornamen verzichtet). In den Klammerverweisen steht zwischen Autoren ein Semikolon, bei mehrfacher Zitierung desselben Autors ein Komma. Bei mehr als zwei Autoren ist nach dem Erstautor "et al." anzuführen.

    Beispiele:
    (Hufnagel: 34)
    (Bellers 2002, 2004)
    (Bellers 2002: 67; 2005: 30)
    (Trube 2005; Kipke und Vodicka 1993: 97; Baringhorst et al. 2005: 25).

    Quellenangaben oder Literaturverweise im Text müssen mit ausführlichen Angaben in das Literaturverzeichnis aufgenommen werden.

    Die Zitierweisen unterscheiden sich nach wissenschaftlichen Disziplinen und Zeitschriften. Manche Publikationsorgane lassen keine Literaturangaben im fortlaufenden Text zu, sondern arbeiten statt dessen mit Anmerkungen, andere wiederum haben etwas unterschiedliche Formate bei der Zitierweise im fortlaufenden Text. In jedem Fall aber muß in Verbindung mit dem Literaturverzeichnis unmißverständlich klar sein, wo die zitierte Stelle oder der Literaturverweis zu finden ist

  7. Literaturverzeichnis
    Das Literaturverzeichnis steht am Ende des Manuskripts.
    Die bibliographischen Angaben sollen in der nachstehenden Reihenfolge erfolgen: Autor, Erscheinungsjahr (Erstveröffentlichungsjahr): Titel. Untertitel. Veröffentlichungsreihe. Erscheinungsort: Verlag.

  8. Beispiele für Formate der in das Literaturverzeichnis aufgenommenen Schriften
    (nach Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie)
    Die Zitierweisen unterscheiden sich nach wissenschaftlichen Disziplinen und Zeitschriften. Fast alle Zitierweisen enthalten aber die Angaben, die das Format der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie vorsieht. [Manche Konventionen (z.B. in der Geschichtswissenschaft) verlangen (noch) nicht zwingend die Angabe des Verlages, manche Zeitschrift fordert Hinweise nicht nur auf den Jahrgang des Heftes, sondern auch auf die Heftnummer (z.B. wenn die Seitennumerierung nicht heftübergreifend ist)]

    Monographien und Sammelbände

    Schittenhelm, Karin, 2005: Soziale Lagen im Übergang. Junge Migrantinnen und Einheimische zwischen Schule und Berufsausbildung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Geißler, Rainer, 2006 (1992): Die Sozialstruktur Deutschlands. Zur gesellschaftlichen Entwicklung mit einer Bilanz zur Vereinigung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Lahusen, Christian, und Claudia Jauß, 2001: Lobbying als Beruf. Interessengruppen in der Europäischen Union. Baden Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

    Mutz, Gerd, Wolfgang Ludwig-Mayerhofer, Elmar J. Koenen, Klaus Eder und Wolfgang Bonß, 1995: Diskontinuierliche Erwerbsverläufe. Analysen zur postindustriellen Arbeitslosigkeit. Opladen: Leske + Budrich.

    Klatetzki, Thomas (Hg.), 2005: Soziale Dienstleistungsorganisationen. Ein Textbuch. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Baringhorst, Sigrid, und Ingo Broer (Hg.), 2004: Grenzgänge(r). Beiträge zu Politik, Kultur und Religion. Festschrift für Gerhard Hufnagel zum 65. Geburtstag. Siegen: Universitätsverlag Siegen – universi.

    Klein, Ansgar, Ruud Koopmans, Hans-Jörg Trenz, Christian Lahusen und Dieter Rucht (Hg.), 2003: Bürgerschaft, Öffentlichkeit und Demokratie in Europa. Opladen: Verlag Leske + Budrich.

    Foblets, Marie-Claire, und Trutz von Trotha (Hg.), 2004: Healing the Wounds. Essays on the Reconstruction of Societies after War. Oñati International Series in Law and Society. Oxford, Portland: Hart Publishing.

    Zeitschriftenaufsätze

    Meyer, Thomas, 2001: Das Konzept der Lebensstile in der Sozialstrukturforschung – eine kritische Bilanz. Soziale Welt 52: 255-271.

    Liebeskind, Uta, und Wolfgang Ludwig-Mayerhofer, 2005: Auf der Suche nach der Wunsch-Universität – im Stich gelassen. Anspruch und Wirklichkeit von Hochschulrankings. Soziologie. Forum der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 34: 442-462.

    Korinek, Kim, Barbara Entwisle, und Aree Jampaklay, 2005: Through Thick and Thin: Layers of Social Ties and Urban Settlement among Thai Migrants. American Sociological Review 70: 779-800.

    Aufsätze aus Sammelbänden

    Regus, Michael, 2002: Rehabilitation bei Krankheit und Behinderung. S. 369-400 in: Wolfgang Schwarzer (Hg.), Lehrbuch der Sozialmedizin für Sozialarbeit, Sozial- und Heilpädagogik. Dortmund: Borgmann.

    Woll-Schumacher, Irene, 2004: Geschlecht und Lebenschancen. S. 125-146 in: Horst Pöttker und Thomas Meyer (Hg.), Kritische Empirie. Lebenschancen in den Sozialwissenschaften. Festschrift für Rainer Geißler. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

    Inhetveen, Katharina, 1997: Gesellige Gewalt. Ritual, Spiel und Vergemeinschaftung bei Hardcorekonzerten. S. 235-260 in: Trutz von Trotha (Hg.), Soziologie der Gewalt. Sonderheft 37 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Opladen, Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.