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DFG-Projekt: Der Einfluss regionaler und nachbarschaftlicher Kontexte auf die Berufsbildungsbestrebungen Jugendlicher und deren Zugang zum Ausbildungssystem in Deutschland

im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms »Education as a Lifelong Process« (SPP 1646)

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Alexandra Wicht

Studentische Hilfskraft

Madlen Grünwald

Zusammenfassung

Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Untersuchung der Auswirkungen räumlich definierter Kontexte auf den Übergang Jugendlicher von der Schule in das Ausbildungssystem in Deutsch­land. In den letzten Jahrzehnten zeigen sich zunehmend Übergangsschwierigkeiten, die folgen­reich für die ganze (Erwerbs-)Biografie sein können. Der Prozess des Übergangs ist allerdings nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich strukturiert. Wir gehen von der Annahme aus, dass Gelegenheitsstrukturen Jugendlicher nicht nur objektiv, sondern auch subjektiv bestimmt sind, weshalb wir den Zugang zum Ausbildungsstellenmarkt als das Ergebnis einer Verschränkung von Selektionsprozessen seitens der (Aus-)Bildungsinstitutionen (Betriebe, Schulen) sowie sozial-strukturell vermittelten Selbstselektionsprozessen verstehen. Räumliche Strukturen kön­nen sich auf unterschiedlichen Ebenen wirksam zeigen. Es kann davon ausgegangen werden, dass Charakteristika regionaler Arbeitsmärkte ebenso wie nachbarschaftliche sozio-kulturelle Milieus die Berufsausbildungsbestrebungen, die beruflichen Interessen und den Zugang zum und die Positionierung im Berufsbildungssystem beeinflussen. Die Zusammenführung von Le­bensverlaufsdaten der Startkohorte 4 des Nationalen Bildungspanels (NEPS), „Schule und Aus­bildung – Bildungswege von Schülerinnen und Schülern ab Klassenstufe 9“, mit raumstrukturel­len Aggregatdaten ermöglicht uns eine detaillierte, sowohl die Mikro- als auch die Makroebene umfassende Analyse dieses Übergangsprozesses.

Laufzeit

Drei Jahre, ab Frühjahr 2012