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Der Ernst der Ehe: Heirat und Ehe im Spannungsfeld von Deinstitutionalisierung und rechtlicher Normierung

Wissenschaftliche MitarbeiterInnen

Studentische Hilfskräfte

  • Merve Polat
  • Carsten Horn
  • Julia Beckmann

Kurzbeschreibung

  • Noch in den 1950er und 1960er Jahren – dem sogenannten golden age of marriage and family – galt die Ehe als eine biographische Selbstverständlichkeit. Heute müssen Paare hingegen kaum mehr aufgrund gesellschaftlicher Erwartungen oder Zwänge heiraten. Stand hinter der Ehe früher noch die Idee einer unauflöslichen vertraglichen Bindung und gesellschaftlichen Legitimation der Beziehung zwischen zwei Personen („bis dass der Tod euch scheidet“), werden Scheidungen und wechselnde Partnerschaften inzwischen immer häufiger. Doch – nach wie vor – bleibt die Ehe ein Vertrag: Als klar definierte Institution sind mit ihr bestimmte rechtliche Konsequenzen für die Lebensbedingungen der PartnerInnen verbunden. Gesetze sorgen beispielsweise für eine finanzielle Privilegierung (Ehegattensplitting, Familienmitversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse, Pflichterbschaft und Erbschaftssteuer, Hinterbliebenenrente), regeln Verwandtschaftsbeziehungen oder ermöglichen die Wahl eines gemeinsamen Nachnamens.

    Im Forschungsprojekt soll der Übergang von der nichtehelichen Partnerschaft in die Ehe untersucht werden. Gefragt wird: Wie wirken sich die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse und die rechtlichen Konsequenzen, die mit der Eheschließung noch immer verbunden sind, auf die paar-spezifische Deutungen der Ehe aus?

    Als Grundlage dienen qualitative Paarinterviews vor und (ca. ein Jahr) nach der Eheschließung.

Vorträge

  • Jacqueline Klesse: „Das würd auch glaub ich jetz unser Umfeld jetz net sooo gut finden – Zur Entscheidung für oder gegen das nichteheliche Zusammenleben aus Paarperspektive“ auf der Herbsttagung der Sektion Familiensoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Heidelberg, Oktober 2015.
  • Jacqueline Klesse: "Ja, ich will. Eine qualitative Längsschnittuntersuchung zum Übergang in die Ehe" an der Universität Siegen im SOWIS-Lab, Juli 2018. 
  • Michael Wutzler und Jacqueline Klesse: "Paarbiografische Transformationsprozesse und Familienbeziehungen. Im Spannungsfeld von Eigenständigkeit und familaler Bindung im Rahmen der Eheschließung" auf dem 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Göttingen, September 2018.
  • Michael Wutzler: Geschlechterverhältnisse und die Wahl des Ehenamens: "Doppelnamen find ich blöd, das klingt so nach emanzipierter Frau." an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. im Kolloquium von Prof. Dr. Ferdinand Sutterlüty
  • „‘Doppelnamen find ich blöd. Das klingt so nach emanzipierter Frau.‘ Gründe der Entscheidung über den Ehenamen.“ Universität Erfurt, Erfurter Kolleg, Mai 2019
  • „‘Für mich war das schon immer klar, dass wir eigentlich den Namen von meinem Mann annehmen‘ – Geschlechterverhältnisse in der Entscheidung über den Ehenamen.“ Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie 2019 an der Universität Salzburg, September 2019

Veröffentlichungen

 

Klesse, Jacqueline und Wutzler, Michael: "Welche Passage, welche Bestätigung? Paarbiografische Transformationsprozesse im Spannungsfeld von Eigenständigkeit und familaler Bindung." In: Sven Thiersch (Hg.): Qualitative Längsschnittforschung - Bestimmungen, Forschungspraxis und Reflexionen. (im Erscheinen)

Wutzler, Michael / Klesse, Jacqueline (2019): Übergänge in die Ehe: Paare zwischen Eigenständigkeit und familialer Bindung. In: Kongressband des 39. des DGS-Kongress 2019 "Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen".  Link

Wutzler, Michael (2019): Gesichter der Liebe. Rezension zu "Liebesgeschichte(n)" von Frank Becker und Elke Reinhardt-Becker (Hrsg.). soziopolis.de

 


Förderungszeitraum

  • Juni 2017-Mai 2020

Förderung durch

  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 


wlm_gruppe
(Das Team: Wutzler, Klesse, Ludwig-Mayerhofer)