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Wie wird Libyen korrekt ausgesprochen: "Libüjen" oder "Lübijen"?

Die korrekte Aussprache ist "Libüjen". Dass man trotzdem häufig "Lübijen" hört (und dazu passend oft auch fälschlicherweise Lybien geschrieben sieht), liegt wahrscheinlich daran, dass sich die Sprecher(innen) an der Aussprache und Schreibung von Syrien orientieren. Das passt nämlich wiederum besser zu deutschen Wörtern, da im Deutschen ein "ü" im Prinzip immer als betonter, nicht aber als unbetonter Vokal (wie in Libyen) vorkommt.


Wie heißt es korrekt: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" oder "Wer zuerst kommt, malt zuerst"?

Korrekt ist "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst". Das Sprichwort bezieht sich darauf, dass der, der zuerst sein Getreide zur Mühle bringt, auch als erster an die Reihe kommt.


Wieso schreiben wir eigentlich "ei", sprechen aber "ai", z.B. in Ei, Stein, ein?

Die Schreibung mit "ei" ist die mittelalterliche, wobei die Aussprache damals auch noch "äi" gewesen ist. Die Beispielwörter wurden also im Mittelalter Äi, Schtäin, äin gesprochen. Die Dialekte, auf die das Standarddeutsche zurückgeht, haben die Lautung später zu "ai" verändert, woraus dann gesprochenes Ai, Schtain, ain wurde. Die Lautung hat sich damit zwar von äi zu ai gewandelt, die alte Schreibung wird jedoch bis heute beibehalten. Viele alemannische Dialekte, d.h. im Südwesten Deutschlands und in der Schweiz, haben die alte Aussprache im Übrigen beibehalten und sagen dementsprechend immer noch Äi, Schtäi(n), äi(n) usw.


Wieso heißt der Eierlikör eigentlich auch niederländisch "Advocaat", also Advokat bzw. Rechtsanwalt?

"Advocaat" bedeutet im Niederländischen nicht nur Rechtsanwalt, sondern auch Avocado. Der heutige Eierlikör geht nämlich auf ein brasilianisches Getränk zurück, das ursprünglich mit Avocados hergestellt wurde. Im 19. Jahrhundert kreierte der Niederländer Eugen Verpoorten den Advocaat oder Eierlikör, indem er die Avocados durch Eigelb ersetze und Zucker und Alkohol beimischte.