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Von der Schule zum Seminarzentrum

Der Umbau der ehemaligen Haardter-Berg-Schule zum Büro-, Service- und Seminarzentrum läuft auf Hochtouren. Mit dem Start des Sommersemesters werden dort die ersten Lehrveranstaltungen stattfinden.

Es wird gebohrt, gehämmert und gesägt. Bauarbeiter hängen neue Verbindungstüren ein und verlegen kilometerweise Datenkabel. In den künftigen Seminarräumen stehen schon Möbel, aber die Tafeln und Projektionsflächen sind noch abgeklebt, die Stühle in den Ecken gestapelt.
Damit die Haardter-Berg-Schule pünktlich zum Sommersemester fertig wird, wird dort aktuell täglich bis in den späten Nachmittag gearbeitet. Sogar an den Wochenenden sind die Handwerker vor Ort. Während der dreijährigen Interims-Zeit wird die ehemalige Schule und Flüchtlingsunterkunft an der Uni Siegen als Büro-, Service- und Seminarzentrum dienen. Schon im kommenden Semester finden zahlreiche Lehrveranstaltungen dort statt.

Brandschutz wird nachgebessert

„Das Gebäude innerhalb weniger Monate für die Studierenden und Uni-Beschäftigten herzurichten, ist eine echte Mammut-Aufgabe“, sagt Jörg Münker, Abteilungsleiter vom Flächen- und Liegenschaftsmanagement. Teilweise seien die Grundrisse verändert worden, um die Räumlichkeiten an die neue Nutzung anzupassen. In einigen Bereichen mussten Fußböden und Fenster erneuert werden. Sämtliche Seminarräume wurden und werden mit Anschlüssen für Strom, das Netzwerk und moderne Medien versorgt. Ein wichtiges Thema sei außerdem der Brandschutz, sagt die Projektverantwortliche von Dezernat 5.1, Stefanie Schmidt: „Da mussten wir an etlichen Stellen nachbessern und neue Wände einziehen.“

Als erste Nutzer werden noch vor Ostern der AStA und die Didaktik der Physik ihre „neuen“ Räume in der Haardter-Berg-Schule beziehen. Auch der AStA-Shop, die Fachschaftsräte und studentischen Gremien und das Gleichstellungsbüro kommen in der Interimszeit dort unter. Der größte Teil des Gebäudes wird allerdings für Lehrveranstaltungen genutzt: 21 Seminarräume gibt es insgesamt, der größte bietet Platz für rund 100 Studierende.

Service-Angebote im Eingangsbereich

Aufenthalts- und Arbeitsmöglichkeiten für Studierende entstehen unter anderem in der großzügigen Eingangshalle und in der ehemaligen Schul-Caféteria. Dort stellt das Studierendenwerk in Kürze auch eine Reihe von Getränke- und Snackautomaten auf. Im Bereich des Haupteingangs sind darüber hinaus Servicestationen von Volksbank und Sparkasse, die AOK und das Familien- und Kinderzimmer vorgesehen. Sanitäranlagen befinden sich unmittelbar neben dem Haupteingang.

„Wir setzen alles daran, den Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Interims-Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten,“ sagt Jörg Münker. „Da es sich um eine Übergangslösung handelt, müssen wir uns bei der Herrichtung des Gebäudes allerdings auf das Nötigste beschränken.“ Nicht alle Böden und Fenster können daher ausgetauscht werden. Moderne Außen-Jalousien werden nur da installiert, wo das alte Beschattungssystem nicht mehr funktioniert. Auch an den Wänden bleiben einige Relikte aus früheren Zeiten erhalten: An manchen Stellen zieren derzeit noch farbenfrohe Gemälde der ehemaligen Schülerinnen und Schüler den Beton.

Barrierefreiheit

Leider sind nicht alle Bereiche der ehemaligen Haardter-Berg-Schule vollständig barrierefrei: Rollstuhlfahrer können das erste Untergeschoss nur über Außenwege erreichen, das Obergeschoss über einen Treppenlift. Wer Schwierigkeiten hat, einen Seminarraum zu erreichen, kann sie sich per E-Mail an Janina Lemke vom Flächen- und Liegenschaftsmanagement (janina.lemke@uni-siegen.de) wenden. Das betroffene Seminar wird dann in einen anderen Raum verlegt.

Hintergrund: Auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße werden ab Oktober 2017 die Gebäudeteile AR-H, -K, sowie die Universitätsbibliothek und die Mensa samt Foyer-Bereich umfassend modernisiert. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen des Hochschulbau-Konsolidierungsprogramms (HKoP) und dauert voraussichtlich bis Ende 2019. Für die Modernisierungsarbeiten muss eine Fläche von ca. 33.000 Quadratmetern geräumt werden, das Herz des Uni-Lebens wird für drei Jahre zur Großbaustelle. Das Dezernat 5 (Gebäude- und Liegenschaftsmanagement) hat für diesen Zeitraum eine Interims-Lösung entwickelt, die in den nächsten Monaten weiter umgesetzt wird.

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