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Einblicke in die Praxis gewinnen

Die Speeding Scientists der Universität Siegen haben die Rennsaison 2012 beendet und starten die Vorbereitungen für die Saison 2013.

Nach der Saison ist vor der Saison. Das gilt auch für das Formula Student Racing Team der Universität Siegen. Kaum ist die Rennsaison 2012 beendet, geht das Team der Speeding Scientists schon daran, den Boliden für 2013 zu konzipieren. Eines steht fest: Der neue Rennwagen mit Elektromotoren soll noch leichter und schneller werden. Platz 17 beim Rennen auf dem Hockenheimring und Platz 4 beim Rennen in Barcelona machen den jungen Leuten Mut und Lust, sich ins Zeug zu legen und neben dem Studium an Technik, Gewicht, Geschwindigkeit und auch an wirtschaftlichen Faktoren zu feilen, um in der nächsten Saison bei Formula Student Rennen wieder gut abschneiden zu können.

Die äußeren Bedingungen haben sich dabei für das Team rund um Andreas Beck, Maximilian Henkel, Marcel Mazurczak und Thomas Machowinski gebessert. Seit rund einem Monat sind sie mit ihren Boliden, der Werkstatt und Büros in die Automotive-Halle der Universität Siegen an der Breite Straße gezogen. Dort gibt es einfach mehr Platz. Rund 30 Leute aus allen Fakultäten zählt das Team, das federführend von Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel betreut wird. 2009 gingen die rasenden Wissenschaftler erstmals an den Start. Damals wurden sie mit einem Boliden mit Verbrennungsmotor beste Newcomer. Seit 2011 starten die Siegener in der Klasse der Rennwagen mit Elektromotoren. In diesem Jahr gelang es ihnen, mit stärkeren Motoren und einem verbesserten Akku alle Prüfungen zu bestehen und auch beim 22 km langen Ausdauerrennen, der Königsdisziplin, ins Ziel zu gelangen. „In Barcelona haben wir gemerkt, dass wir wirklich konkurrenzfähig sind“, bilanzieren die vier Studierenden.

Nun schaut sich das Team, das sich über Verstärkung freuen würde, nach Alternativen zu den derzeitigen Akkuzellen und Motoren um. „Unser Wagen hat ein Gewicht von rund 270 kg. Damit müssen wir noch runter, um noch bessere Aussichten zu haben.“ 2014 soll es sogar einen Rahmen aus Karbon geben. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Um einen immer leistungsfähigeren Boliden bauen zu können, benötigt es weitere Sponsoren und Finanzgeber. „Mir bringt das Engagement beim Racing Team unheimlich viel“, so BWL-Student Maximilian Henkel. Er lerne beispielsweise, theoretische Kenntnisse ums Erstellen von Businessplänen praktisch umzusetzen. „Zudem gibt es im Team eine gute Gemeinschaft.“ Teamaktivitäten tragen dazu bei. Auch Erfahrungen bei Messen werden gesammelt, wenn die jungen Leute mit ihrem flotten Gefährt an Ständen von Sponsoren Präsenz zeigen. „Wir bekommen hier die Praxis, um Gelerntes vernünftig umsetzen zu können“, meint Maschinenbau-Student Marcel Mazurczak zu seinem Einsatz fürs Team. Übrigens: Auch Praktika können beispielsweise im Bereich Öffentlichkeitsarbeit beim s3racing-Team absolviert werden, nicht zuletzt die Fertigung wissenschaftlicher Arbeiten ist möglich.