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S-Mobil: Testphase ist angelaufen

Ziel des Projektes ist es, eine generationenübergreifende Mobilitätsplattform aufzubauen, um damit die Mobilität und die Lebensqualität besonders älterer Menschen in Siegen-Wittgenstein langfristig zu sichern.

Im Medien- und Kulturhaus Lyz fand jetzt das erste Nutzer-Café mit allen Beteiligten des Forschungsprojektes „Sehr Mobil 100“, kurz S-Mobil, statt. 20 Seniorinnen und Senioren, die sich als Testkandidaten für das Projekt zur Verfügung gestellt haben, nahmen ihr neues Smartphone für die Testphase bis Januar 2015 in Gebrauch entgegen. Die Smartphones für die Testphase von S-Mobil wurden seitens der Universität Siegen zur Verfügung gestellt.

Der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein möchte in Kooperation mit der Universität Siegen, der Stadt Siegen, dem Kreis Siegen-Wittgenstein, der Universität Heidelberg, dem Bonner Softwareunternehmen infoware GmbH, ISI- und der BAGSO Service GmbH aus Bonn in der Modellregion Siegen-Wittgenstein in den kommenden zwei Jahren eine altersgerechte und generationsübergreifende Mobilitätsplattform entwickeln. Über Computer, Fernseher und Smartphones sollen Nutzer aller Altersgruppen mit Hilfe einer App sowie einer Webseite möglichst viele verschiedene Empfehlungen aufgezeigt bekommen, um von A nach B zu kommen. Ziel ist es, mit privaten Mitfahrgelegenheiten, Bus- und Bahnlinien und anderen Transportdienstleistern ein breites Netzwerk aufzubauen, um damit die Mobilität und die Lebensqualität der Bürger, insbesondere von älteren Menschen in Siegen-Wittgenstein, langfristig zu sichern. Eine integrierte Fußgängernavigation und Unterstützung während der Busfahrt sollen die Wege durch die Stadt und zu Haltestellen zudem vereinfachen.

Gerade der Kreis Siegen-Wittgenstein ist wegen seiner Weitläufigkeit optimal für den Piloteinsatz eines solchen Systems. „Die vielfältigen Mobilitäts-Informationen aus den jetzt schon existierenden und teilweise nicht sehr übersichtlichen Webseiten und Datenbanken sollen so für den Nutzer zur Verfügung gestellt werden, dass diese für den aktuell anzutretenden Weg gebündelt dargestellt werden. Zusätzlich könnten wir uns vorstellen, auch Supermärkte, Apotheken und weitere Dienstleister sowie Geschäfte in die Apps zu integrieren. Ziel soll es sein, dass möglichst für den späteren Nutzer keine Nutzungsgebühren für die Plattform anfallen. Dazu benötigen wir Sponsoren, Firmen und Unternehmen die Interesse daran haben, gezielt Ihre Dienstleistungen auf der Online-Plattform von S-Mobil anzubieten“, sagt Projektleiter Marcus Sting vom DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein.

Bei der Entwicklung dieser Plattform spielen die 20 Testkandidaten eine entscheidende Rolle. Die Senioren sollen in der Testphase mit Hilfe ihrer Smartphones die Mobilitäts-App testen und aktiv Feedback geben, damit das Programm möglichst übersichtlich und benutzerfreundlich entwickelt werden kann. Die Testkandidaten erhalten in den kommenden Wochen praktische Unterstützung bei der Bedienung ihrer Smartphones. Martin Stein und Johanna Meurer von der Universität Siegen werden die Senioren zu Hause besuchen, um ihnen die Bedienung und den Umgang mit den neuen Medien näher zu erklären. Die beiden Mitarbeiter der Uni Siegen hatten bereits im Vorfeld Interviews mit den Senioren durchgeführt, um die Bedürfnisse und Wünsche bezüglich einer Mobilitätsplattform zu erfassen und in die Entwicklung einer App mit einfließen zu lassen. Infos und Ansprechpartner zur Plattform S-Mobil gibt es unter www.sehr-mobil.de .