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Schulung für Beschützer

Am 18. März 2014 werden an der Universität Siegen ehrenamtliche Kartierer zum Schutz der heimischen Flusskrebse geschult.

Der europäische Edel- oder Flusskrebs ist in Gefahr. Zwar gibt es noch Rückzugsgebiete in unseren Gewässern, doch amerikanische Krebsarten verunreinigen durch eine Pilzerkrankung, die sogenannte Krebspest, die Gewässer. Während die amerikanischen Arten dagegen immun sind, verläuft die Krankheit für europäische Arten tödlich und hat das Aussterben vieler Krebsvorkommen zur Folge. Um die heimischen Flusskrebsbestände zu schützen, betreibt der Fischereiverband NRW und der Naturschutzbund in NRW (NABU) das Edelkrebsprojekt NRW. Projektleiter Dr. Harald Groß bietet am 18. März 2014 an der Universität Siegen eine Schulung für Krebs-Kartierer an.

Die Schulung findet am 18. März 2014 von 18 bis 21 Uhr in der Biologie, Raum AR-B-2011, an der Universität Siegen (Adolf-Reichwein-Str. 2, 57068 Siegen) statt.

Das erste Ziel des Projektes ist eine landesweite Erfassung der Flusskrebsbestände. Diese Erfassung erfolgt durch ehrenamtliche Kartierer. Auf der Schulung neben der speziellen Gefährdungssituation, die Bestimmung der einzelnen Arten vermittelt. Weiterhin werden Nachweismethoden für diese nachtaktive Tiergruppe erläutert. Die Schulung soll die Teilnehmer befähigen, im Rahmen des Edelkrebsprojektes NRW und der gesetzlichen Bestimmungen selbstständige Überprüfungen von Gewässern auf eine Besiedlung durch Flusskrebse durchzuführen. Diese ehrenamtliche Tätigkeit leistet einen entscheidenden Beitrag, die derzeit nur lückenhaft bekannte Verbreitung der Arten zu klären. Im geringen Rahmen werden für Kartierungsarbeiten geschulter Kartierer auch Aufwandsentschädigungen gezahlt.

Jeder, der ehrenamtlich als Krebs-Kartierer mithelfen möchte, die Bestände der heimischen Edelkrebse zu erfassen, ist herzlich willkommen. Denn: Auch in der Sieg konnten die aggressiven amerikanischen Krebsarten bereits in hohe Bestandsdichten nachgewiesen werden. In NRW existieren inzwischen sogar fünf amerikanische Flusskrebsarten, die nicht nur den einheimischen Edelkrebs, sondern auch Fische und im Wasser lebende Kleintiere gefährden.Genaue Kenntnis über das Vorkommen der einzelnen Arten, damit auch über das Vorkommen der amerikanischen Krebsarten, ist für den Schutz der Edelkrebse extrem wichtig.

Themen der Schulung:

  • Kurze Vorstellung des Edelkrebsprojektes NRW
  • Heimische Flusskrebsarten
  • Anmerkungen zur Biologie von Flusskrebsen
  • Gefährdungssituation der heimischen Flusskrebse
  • Nachweismöglichkeiten von Flusskrebsen
  • Rechtliche Aspekte
  • Bestimmung der in NRW vorkommenden Flusskrebsarten
  • Fragen zum Thema Flusskrebse

Anmeldung zur Schulung per E-Mail (info@edelkrebsprojektnrw.de), Telefon (0 22 53 / 960 859) oder Fax (0 22 53 / 960 863)

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Der amerikanische Signalkrebs schleppt die Pilzerkrankung, die Krebspest, in die einheimischen Gewässer ein, gegen die der europäische Edelkrebs nicht immun ist. Foto: Dr. Harald Groß