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Die Immunpolizei fängt Erreger ein

Die Herbststaffel der Kinderuni Siegen ging zu Ende / Rund 300 Mädchen und Jungen waren von den spannenden Themen begeistert.

Die Herbststaffel der Kinderuni Siegen ist zu Ende gegangen. Rund 300 Mädchen und Jungen lauschten an vier Dienstagnachmittagen im Audimax der Universität Siegen spannenden Themen und Präsentationen. „Ich denke, der Stabwechsel hat gut geklappt“, so das Fazit von Kinderuni-Koordinatorin Jessica Ohlig. „Wir bauen auf ein bewährtes Konzept“, so Jessica Ohlig weiter. „Einen Unterschied gibt es. Die Kinderuni findet in der vorlesungsfreien Zeit statt. Das gibt es mehr Luft vor und nach der Veranstaltung.“ Nach Staffelende ziehen die neuen Organisatoren nicht nur positiv Bilanz, sie schauen auch nach vorne. Die nächsten Kinderunivorlesungen finden voraussichtlich im März 2015 statt.

„Wie uns die Immunpolizei vor Krankheitserregern schützt“ lautete das Thema des Molekularbiologen Prof. Dr. Hans Merzendorfer am letzten Kinderunitag der Herbststaffel. Der Wissenschaftler vermittelte den Acht- bis Zwölfjährigen Einblicke in das Innere des menschlichen Körpers. Erkältungen werden in der Regel durch Viren verursacht. Für etwa 40 Prozent der Erkältungen sind so genannte Rhinoviren, also Nasenviren verantwortlich. Diese sind winzig klein. Infizieren können sich Menschen über Schmierinfektionen (über Händedruck, beim Anfassen von Türklinken oder Geld) oder über Tröpfcheninfektionen (Niesen). Sind Viren in den Körper gelangt, „entern“ sie Zellen, um sich zu vermehren. Nicht nur Viren lösen Infektionen aus, sondern auch Bakterien, Pilze und Parasiten. Unser Körper ist in der Lage, sich vor Erregern zu schützen. Das geschieht beispielsweise über die Schleimhäute, die Haut, die Flimmerhärchen in Bronchien oder über „gute“ Darmbakterien. Der Körper verfügt über etliche Barrieren, um Erreger außen vor zu lassen. Sind sie dennoch in den Körper gelangt, geht die Immunpolizei (weiße Blutkörperchen) ans Werk, den Erreger zu bekämpfen. Dabei gibt es eine schnelle Eingreiftruppe und eine hochspezialisierte Abwehr. Zur Erstgenannten gehören Wächterzellen, Killerzellen, Fresszellen und Körnchenzellen. Die hochspezialisierte Abwehr reagiert langsamer, wertet die Fingerabdrücke des Erregers aus, bekämpft ihn gezielt und speichert Daten über den Erreger ab.

Nach dieser spannenden Vorlesung gab es wie gewohnt die beliebten Kinderuni-Diplome.