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Geduld zahlte sich aus

Kristallzucht-Wettbewerb: Siegerinnen und Sieger wurden im Rahmen der Veranstaltung „Alice im Kristall-Land“ im Apollo-Theater gekürt.

267 gezüchtete Kristalle waren am Samstag im Foyer des Apollo-Theaters in Siegen zu bewundern. In Glasgefäßchen waren sie in Reih und Glied arrangiert. Die roten und blauen Kristalle entstanden im Rahmen eines Wettbewerbs. Denn: 2014 ist das UNESCO Jahr der Kristallographie. Die Universität Siegen lobte an Schulen einen Kristallzucht-Wettbewerb aus. Insgesamt 16 Klassen des Städt. Gymnasiums Bad Laasphe, des Gymnasiums Stift Keppel, des Fürst-Johann-Moritz-Gymnasiums und des Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums nahmen daran teil.

Sechs Siegerkristalle kürten Sebastian Send als Leiter des Kristallzuchtwettbewerbs sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Ullrich Pietsch vom Department Physik. Die blauen Kristalle entstehen aus Kupfersulfat. Den schönsten züchtete Thomas Benner (Klasse 8 b, Gymnasium Stift Keppel), Platz 2 belegte Jannik Kodym (Städt. Gymnasium Bad Laasphe, CH1), Platz 3 ging an Lukas Dilmann (Städt. Gymnasium Bad Laasphe, CH3). Die roten Kristalle bestehen aus rotem Blutlaugensalz. Den schönsten roten Kristall züchtete Syke Engelkes (Peter-Paul-Rubens-Gymnasium, Klasse 9a). Platz 2 ging an Marina Mijailovic (Städt. Gymnasium Bad Laasphe, CH3), Platz 3 an Lara Brieger (Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium, Klasse 8 d). Die Gewinner erhielten je einen Experimentierkasten. Zwei Klassenpreise für die guten Zuchtergebnisse wurden vergeben: Die Klasse 9 a des Peter-Paul-Rubens-Gymnasiums sowie der Kurs CH3 des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe sind an die Universität Siegen zum Experimentieren eingeladen.

Doch nicht nur Preisverleihungen standen bei der Veranstaltung „Alice im Kristall-Land“ auf dem Programm. Im Apollo-Theater drehte sich weit mehr um Kristalle. Neben einer Ausstellung heimischer Mineralien gab es Vorträge zur Geschichte der Kristallographie (Prof. Pietsch) eine Mitmachaktion zum Bau von Kristallstrukturen sowie etliche Experimente. So dient beispielsweise das Beugungsexperiment dazu, Erkenntnisse über die Struktur des jeweiligen Kristalls zu gewinnen. Die Struktur wiederum ist eng verknüpft mit den jeweiligen physikalischen Eigenschaften. Ein Kristall wird dabei gedreht und mit einem Röntgenstrahl bestrahlt. Ein Detektor nimmt die Bewegungsbilder als Punkte auf. Mittels eines mathematischen Verfahrens (Fouriertransformation) sind Rückschlüsse auf die Kristallstruktur möglich.