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Ein Mannschaftsverständnis herausbilden

Wirtschaftsminister Garrelt Duin war zu Gast bei der Zukunftsinitiative Wirtschaft Siegen-Wittgenstein 2025.

Südwestfalen ist die Industrieregion Nummer 1 in NRW. „Hier schlägt das industrielle Herz Nordrhein-Westfalens“. Mit diesen Worten begrüßte am Montag Landrat Andreas Müller Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW in den Räumen der Sparkasse Siegen an der Morleystraße. Der Minister war zu Gast bei der „Zukunftsinitiative Wirtschaft Siegen-Wittgenstein 2025“. Dahinter stehen die KM:SI GmbH (Kompetenzregion Mittelstand Siegen-Wittgenstein) und FoKoS, das Forschungskolleg „Zukunft menschlich gestalten“ der Uni Siegen.

Der Titel seiner Ausführungen lautete „Von der Industrieregion zur Wissensregion – Chancen für Siegen-Wittgenstein“. Der Gast aus Düsseldorf würdigte die Veranstaltungsreihe als Grundlage zur Richtungsorientierung, wohin sich die Region entwickeln solle und wolle. Ziel müsse sein, dass möglichst viele Akteure an einem Strang zögen. Zur Verdeutlichung griff er aufs Beispiel Fußball zurück: „Die deutsche Mannschaft war am erfolgreichsten, wenn sie sich als Einheit präsentiert hat und ihr Talent zum Tragen kommen konnte.“

Besuche in Südwestfalen hätten ihm gezeigt, so Duin, dass es eine starke Wirtschaft und Industrie gebe, sehr viel Mittelstand und ein vergleichsweise ländliches Umfeld. Duin: „Daraus kann Tolles entstehen.“ Die Südwestfalen-Regionale habe das Ihre beigetragen, die Region als Einheit zusätzlich gewinnen zu lassen. Duin plädierte für verstärkte Kooperation in den Bereichen Städte und Kreise, Unternehmen sowie Hochschulen und Institute an Hochschulen. Es gelte, ein Mannschaftsverständnis zu entwickeln und dieses auch nach außen zu tragen. Eine Struktur aus vielen – auch kleinen – mittelständischen Unternehmen erachtete der Minister als recht stabil: „Wenn Große in Schwierigkeiten geraten, dann fehlt das an allen Ecken und Kanten.“

Duin verwies auf die Schnelllebigkeit in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Zeiten, um auf Veränderungen zu reagieren, hätten sich sehr verkürzt. Anders ausgedrückt: „Die Reaktionsgeschwindigkeiten erhöhen sich immens.“ Duin zum Thema Industrie 4.0: „Das Thema muss hier bei uns stattfinden.“ Für die Region stelle das eine Chance dar. Die Hochschulen und das Knowhow in Unternehmen müssten dafür zusammengebracht werden. Duin: „Wir können an die Spitze kommen, wenn wir uns dem Thema jetzt zuwenden.“ Der Minister verwies auf eine anstehende neue Förderperiode: „Wir wollen, dass die Regionen für sich definieren, was ihre Schwerpunkte sind.“

Text: Katja Knoche | Foto: Jonas Pees