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Das Bild von Unternehmerinnen in den Medien

Über Unternehmerinnen dominieren in den Medien immer noch stereotype Vorstellungen. Auf der Zukunftskonferenz „Frauen gründen (in) Ost und West“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) stellten Prof. Dr. Friederike Welter und Dr. Kerstin Ettl eine erste Auswertung ihrer derzeit durchgeführten Mediendiskursanalyse vor.

Demnach erschienen im vergangenen Jahr in sechs exemplarisch untersuchten überregionalen deutschen Tageszeitungen 10.294 Beiträge, in denen das Stichwort „Unternehmer“ vorkam – aber lediglich 611 Beiträge mit dem Stichwort „Unternehmerin“. „Hier besteht zweifellos noch Handlungsbedarf – sowohl seitens der Unternehmerinnen, die ihre Öffentlichkeitsarbeit verstärken müssen, als auch seitens der Medien, die noch mehr über erfolgreiche weibliche Geschäftsaktivitäten berichten könnten“, so Prof. Dr. Friederike Welter (Universität Siegen/IfM Bonn).

Die Ideen, die in der anschließenden Diskussion des Workshops „Medien über Macherinnen – Das Unternehmerinnenbild in der deutschen Presse“ entwickelt wurden, werden im März 2015 Grundlage eines Regionalworkshops „Unternehmerinnen und Medien“ an der Universität in Siegen sein, in dem sich Unternehmerinnen, WissenschaftlerInnen und Pressevertreter/innen gemeinsam mit der Frage beschäftigen werden, wie Unternehmerinnen zukünftig in den Medien präsenter werden können. An der Zukunftskonferenz, die 25 Jahre nach dem Fall der Mauer an der Freien Universität Berlin stattgefunden hatte, nahmen rund 120 Unternehmerinnen, Gründerinnen und Gründungsexpertinnen und -experten aus ganz Deutschland teil. Im Rahmen verschiedener Workshops wurde dabei ausführlich über die Frage diskutiert, mit welchen Faktoren und Rahmenbedingungen Wachstum und Nachhaltigkeit von Unternehmensgründungen durch Frauen erhöht werden könnte.