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Katalog der UB Siegen

Mehr Transparenz und Beteiligung

Der Senat der Universität Siegen hat einstimmig eine neue Grundordnung verabschiedet. Das Gremium erhält eine Viertelparität. Alle vier Gruppen entsenden gleichberechtigt je sechs Senatorinnen oder Senatoren.

Das Hochschulzukunftsgesetz des Landes NRW gilt seit dem 16. September 2014. Es verpflichtet alle Hochschulen des Landes, ihre Grundordnung hinsichtlich der Vorgaben des Gesetzes umzugestalten. Die Erarbeitung der neuen Grundordnung der Universität Siegen ist nach intensiver Beteiligung der Universität, ihrer Gremien und Glieder in die Endphase gelangt. Der Senat stimmte der Grundordnung einstimmig zu. Die Beteiligung des Hochschulrats erfolgt. Die neue Grundordnung der Universität Siegen steht ganz im Zeichen von Transparenz und Beteiligung. Paradebeispiel dafür ist die künftige Zusammensetzung des Senats. Bislang besaßen die Professoren dort eine Mehrheit. Von insgesamt 25 stimmberechtigten Senatsmitgliedern entstammten 13 der Professorenschaft sowie je vier aus den Gruppen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung, den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Studierenden. Nach Inkrafttreten der neuen Grundordnung sind alle vier Gruppen mit je sechs Mitgliedern im Senat vertreten. Es gibt demnach eine Viertelparität. Davon kann nur in genau definierten Fällen abgewichen werden.
Änderungen gibt es auch hinsichtlich der Wahl des Rektors oder der Rektorin. Bislang wurde dieser/diese vom Hochschulrat gewählt. Dem Senat stand es zu, die Wahl zu bestätigen oder die Bestätigung zu verweigern. Nunmehr obliegt die Wahl einer Hochschulwahlversammlung. Diese besteht zur einen Hälfte aus den Mitgliedern des Senats und zur anderen Hälfte aus den Mitgliedern des Hochschulrats. Für die Wahl wird die Mehrheit der Stimmen der Hochschulwahlversammlung benötigt sowie die Mehrheit der Stimmen der je beiden Hälften. Eine paritätisch besetzte Findungskommission bereitet die Wahl vor. Die Wahl der Prorektorinnen und Prorektoren erfolgt auf Vorschlag des Rektors oder der Rektorin.

Einrichtung einer Hochschulkonferenz

Die Universität Siegen verleiht der Mitsprache und Beteiligung noch in einem anderen Punkt wesentlich mehr Gewichtung. Eine Hochschulkonferenz wird eingerichtet. Deren Mitglieder kommen mindestens einmal pro Jahr zusammen, um über den gegenwärtigen Stand und die künftige Entwicklungsperspektive sowie das Leitbild der Universität zu beraten. Der Hochschulkonferenz gehören die Mitglieder des Rektorats, des Senats, des Hochschulrats, die Dekaninnen und Dekane, ein Vertreter/eine Vertreterin der Gruppe der Studierenden in den Fakultätsräten, der Allgemeine Studierendenausschuss, die Gleichstellungsbeauftragte, der Personalrat und der Personalrat gemäß § 105 des Landespersonalvertretungsgesetzes, die Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen sowie die oder der Beauftragte für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung an.
Nicht zuletzt die Aufgabensetzung der Universität Siegen wurde signifikant präzisiert: „Die Universität Siegen sieht sich in besonderer Weise friedlichen Zielen verpflichtet und kommt ihrer besonderen Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung nach, indem sie an der Gestaltung einer demokratischen, sozialen und rechtsstaatlichen Welt mitwirkt und so zur Verwirklichung von verfassungsrechtlichen Wertentscheidungen beiträgt.“  Um diesen Auftrag umzusetzen und zu wahren, richtet die Universität Siegen ein Ombudssystem sowie einen Ethikrat ein. Diese spiegeln die Gruppenzusammensetzung des Senats wider. Auch die Fakultäten werden beteiligt. Rektor Burckhart: „Ich bin fest davon überzeugt, dass sowohl das Ombudssysem, das ich schon lange befürworte, wie auch der Ethikrat uns in der gemeinsamen Diskussion über Projekte und Entwicklungen voranbringen und zur bewussten und sicherlich manchmal auch kritischen Reflexion anregen.“