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„Schmuckstück“ für Studierende

Studierendenwerk Siegen weiht das neue Wohnheim „Max Kade Haus“ offiziell ein. Den Umbau unterstützte die Max Kade Stiftung mit 600.000 Dollar.

Am 27. Februar 2012 telefonierte Detlef Rujanski mit Lya Pfeifer. Es war der erste Kontakt zwischen dem Geschäftsführer des Studierendenwerks Siegen und der Präsidentin der Max Kade Foundation mit Sitz in New York. Thema des Telefonats: Ein Bauprojekt. Gut drei Jahre später ist ein vollständig saniertes Wohnheim mit 80 Plätzen für Studierende entstanden. Das Hochhaus in der Andreas-Schlüter-Straße 30 in Siegen-Weidenau trägt nun den Namen „Max Kade Haus“ in Erinnerung an den Stiftungsgründer Max Kade (1882 – 1967). Mit einer Summe von 600.000 US-Dollar (rd. 545.000 Euro) hat die Max Kade Foundation das Bauprojekt unterstützt. In Siegen steht nun das erste Max Kade Studierendenwohnheim in NRW.

„Wir sind stolz, dass wir als Max Kade Stiftung die Studierenden unterstützen können. Ich wünsche allen einen tollen Start in ihrem neuen Zuhause. Es sieht wunderbar aus und ist wunderschön geworden“, sagte Lya Pfeifer, die mit ihrem Ehemann aus New York für die Einweihung angereist war. Zusammen mit Detlef Rujanski enthüllte Pfeifer die Stehle mit Gedenktafel im Eingangsbereich.

„Hier ist ein Schmuckstück geschaffen worden. Mein Dank geht an die Max Kade Foundation und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Studierendenwerks“, sagte Bürgermeister Steffen Mues. „Eine Studierendenzahl von fast 20.000 hat gewaltige Herausforderungen an alle gestellt. Wir wollen, dass sich die Studierenden hier wohlfühlen, dafür ist dieses Gebäude ein Schritt auf dem Weg, den wir weitergehen müssen“, erklärte Prof. Dr. Franz-Josef Klein (Prorektor für Lehre, Lehrerbildung und lebenslanges Lernen) vor zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Im Juli 2013 kaufte das Studierendenwerk das im Jahr 1968 erbaute Mietshaus, das 32 Wohnungen auf acht Etagen hat. Im Mai 2014 begann die energetische Dach- und Fassadensanierung. Die alten Fenster wurden durch neue energiesparende Isolierglasfenster ersetzt und zur Stromerzeugung wurde auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert. Zur Verbrauchsreduzierung wurde eine Brennwert-Heizungsanlage mit Frischwasserstation eingebaut. Somit entspricht das Gebäude fast einem Neubaustandard.

Parallel wurden freie und frei gewordene Wohnungen Zug um Zug umfassend saniert. „Wir haben Erfahrung mit der Sanierung von Immobilien, allerdings war dieses Projekt eine große Herausforderung für uns, denn alle Sanierungs- und Baumaßnahmen wurden bei fast Vollvermietung durchgeführt. Sensationell“, erklärte Rujanski.

Die Außen-Fassade, der Eingangsbereich und die Außenanlage mit elf PKW-Stellplätzen sind neu gestaltet worden. Auch eine Grillhütte entstand. Das Gesamtkostenvolumen dieser Sanierungsarbeiten betrug rund 1,3 Millionen Euro. Kalkuliert war ursprünglich mit Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro. „Auf diese Kostenunterschreitung sind wir besonders stolz“, sagte Burkhard Lutz, Abteilungsleiter „Wohnen, Bau und Technik“ des Studierendenwerks Siegen.

Von den 32 Wohnungen sind inzwischen 18 Wohnungen saniert und konnten an Studierende als 2er- und 3-er WGs vermietet werden. Insgesamt stehen 80 Wohnheim-Plätze zur Verfügung.

Die Philosophie der Max Kade Stiftung besteht darin, den akademischen und kulturellen Austausch zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland zu fördern. Dabei spielt auch ein besseres Verständnis für einander eine große Rolle. Mit der Benennung in „Max Kade Haus“ und der Stehle im Eingangsbereich soll an Max Kade, einen außergewöhnlichen deutsch-amerikanischen Industriellen und Philantrop, erinnert werden. Zudem wird Studierenden aus den USA ein Vorrecht zur Anmietung im Max Kade Haus eingeräumt.

Zur Mitfinanzierung wurde über den Kreis Siegen-Wittgenstein ein Darlehen (Förderung nach sozialem Wohnungsbau = Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand) in Höhe von rd. 392.000 Euro von der NRW-Bank genehmigt. Die Sparkasse Siegen ermöglichte mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro den Kauf der Grillhütte. Prof. Dr. Jürgen Hering, Vertreter der Max Kade Foundation in Deutschland (Sitz in Stuttgart), hat dem Studierendenwerk zusätzlich eine Spende über 2.000 Euro zukommen lassen.

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Lya Pfeifer, Präsidentin der Max Kade Foundation, enthüllt mit Detlef Rujanski die Gedenktafel vor dem Max Kade Haus.