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Wie baue ich eine Stadt voller Superabsorber?

Kinderuni bot spannende Vorlesungen aus der Fächervielfalt der Universität Siegen.

Wie funktioniert eigentlich Spongebob? Wenn Spongebob traurig ist, mit dem Kopf auf dem Boden liegt und heult, verliert er Wasser und wird dünn, aber nur eine Sekunde darauf saugt er das ganze Wasser wieder auf – er ist halt ein Schwamm. Die Jungstudierenden des aktuellen Semesters der Kinderuni an der Universität Siegen wissen jetzt, warum Spongebob so einfach mit seinen Poren Wasser aufsaugen und abgeben kann. Die knapp 400 Kinder haben drei spannende Vorlesungen im Audimax der Universität Siegen besucht. So kennen sie nicht nur Schwämme, sondern auch Polymere, das sind Plastikteilchen, die mitunter viel mehr können als der gute alte Spongebob. Prof. Dr. Ulrich Jonas und sein Team haben in der Startvorlesung „Eine Welt voll Plastik“ klitzekleine Körner gezeigt, die genauso viel Wasser aufsaugen können wie ein großer Schwamm. Die Körner sind sogenannte Superabsorber.

Dass unser Alltag aber auch von Wellen umgeben ist, hat Prof. Dr. Mario Agio in der zweiten Vorlesung bewiesen. Nicht nur die Wellen, unter denen Spongebob in seiner Ananas wohnt, umgeben uns, auch Licht und Schall sind Wellen, die wir nicht immer mit dem bloßen Auge erkennen können. Anhand der unterschiedlichen Farben des Regenbogens sehen wir, dass Licht aus verschiedenen kurzen und langen Wellen besteht. Beim Ultraschall nutzen wir die unterschiedlichen Wellen des Schalls dafür, Bilder von Dingen zu erzeugen, die wir mit dem Auge nicht sehen können: zum Beispiel ein Ultraschall-Bild eines ungeborenen Kindes im Bauch der Mutter. Auch Schiffe nutzen Ultraschall, um zu schauen, was sich am Meeresgrund befindet – vielleicht ja eine Ananas mit einem kleinen Schwamm drin.

Aber warum wohnt Spongebob eigentlich unter dem Meer in Bikini Bottom und wir in einer Stadt oder einem Dorf? „Städte entstehen aus unterschiedlichen Gründen“, sagt Juniorprofessorin Dr. Sabine Meier. In der Vorlesung „Wie baue ich eine Stadt?“ haben die jungen Studierenden gelernt, dass manche Städte entstanden und gewachsen sind, weil es in der Nähe einen Rohstoff gab, den viele Menschen haben und nutzen wollten. Andere Städte wurden komplett auf dem Papier geplant, wie die Stadt Saarlouis im Saarland. Saarlouis ist direkt an einem Fluss gebaut, der die Feinde fernhielt und daher einen besonderen Schutz bot. Wie allerdings Bikini Bottom entstanden ist, bleibt ungeklärt.

Spannendes auch für die erwachsenen Begleiter

Während sich bei der Kinderuni nur Kinder zwischen 8 und 12 Jahren immatrikulieren und die Vorlesungen besuchen dürfen, müssen sich erwachsene BegleiterInnen nicht langweilen. Für die Erwachsenen stand dieses Semester ein Blick in die Sternwarte sowie Führungen durch die Katakomben des Campus Adolf-Reichwein und das Blockheizkraftwerk am Hölderlin auf dem Programm.

Malwettbewerb

Die Kinderuni ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität Siegen und der Siegener Zeitung, bei dem Kinder zwischen 8 und 12 Jahren die Welt der Forschung und Lehre an der Universität Siegen live miterleben. Die 400 Kinder besuchen Vorlesungen von WissenschafterInnen der Universität Siegen, erhalten einen Studierendenausweis und ein Diplom der Kinderuni. Zusätzlich können die Teilnehmer dieses Semesters noch bei dem Malwettbewerb „Was wäre, wenn ich Professor/Professorin wäre?“ mitmachen.

Noch bis einschließlich 24. März können die Bilder bei der

Universität Siegen
Kinderuni – Lisa Fay
Postfach 57068 Siegen

oder der

Siegener Zeitung
Obergraben 39
57072 Siegen

abgegeben werden. Die Preise werden am 15. April 2016 an der Universität Siegen verliehen. Als 1. Preis wartet eine Familienkarte für die PHÄNOMENTA.

Wer Lust hat bei der nächsten Kinderuni dabei zu sein und Wissenschaft live zu erleben, findet alle Informationen auf www.uni-siegen.de/kinderuni

kinderuni2016_promo

Weitere Bilder von der Kinderuni finden Sie in unserer Bildergalerie.