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Alumni-Netzwerk wird ausgebaut

Die Universität Siegen zählt zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Forscher-Alumni-Strategien“ der Alexander von Humboldt-Stiftung: In den kommenden zwei Jahren erhält sie insgesamt 100.000 Euro für ihre internationale Alumni-Arbeit.

Sie kommen zum Forschen und Lehren aus dem Ausland – und kehren nach einigen Monaten wieder an ihre Heimatuniversitäten zurück. Mehr als 50 Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler heißt die Universität Siegen im Schnitt pro Jahr willkommen. Um den Kontakt zu ihnen auch langfristig zu halten, haben die Abteilung „International Service“ und der Alumniverbund gemeinsam ein besonderes Konzept erarbeitet. Dieses Konzept ist jetzt im Rahmen des Wettbewerbs „Forscher-Alumni-Strategien“ der Alexander von Humboldt-Stiftung ausgezeichnet worden: Für die Umsetzung erhält die Uni Siegen bis Ende 2018 insgesamt 100.000 Euro von der Stiftung.

Forscher_Alumni Logo 2„Das ist ein wichtiger Baustein im Rahmen unserer Internationalisierungsstrategie, mit dem wir die langfristige Einbindung in unserem internationalen Netzwerk stärken können“, erklärt Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein, Prorektorin für Kooperationen, Internationales und Marketing. „Wir freuen uns riesig über diese Förderung. Mit dem Geld haben wir die Möglichkeit, ein internationales, wissenschaftliches Alumni-Netzwerk auf- und auszubauen“, ergänzt Dr. Susanne Padberg, Leiterin des Alumniverbundes der Uni Siegen. Sie möchte dazu gezielt ehemalige GastwissenschaftlerInnen, die so genannten Forscher-Alumni, ansprechen: „Das ist viel Recherche-Arbeit und funktioniert nur in enger Zusammenarbeit mit den hiesigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Wir müssen herausfinden: Wer hatte wann einen wissenschaftlichen Gast aus dem Ausland – und wie können wir diesen Gast heute erreichen?“

Mit besonderen Angeboten möchten Susanne Padberg und ihre Kollegin Dr. Nina Fenn vom International Service die Ehemaligen erneut auf die Uni Siegen aufmerksam machen: Geplant ist zum Beispiel, sie zu einer interdisziplinären Konferenz einzuladen. „Das ist eine gute Möglichkeit, die Forscher-Alumni zurück nach Siegen zu holen. Im Rahmen der Konferenz können sie vielleicht sogar alte Kontakte zu Siegener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auffrischen“, erklärt Nina Fenn. Auch spezielle Weiterbildungsangebote für Forscher-Alumni möchten sie und Padberg organisieren: „Wir denken dabei an wissenschaftliches Handwerkszeug aus Bereichen, in denen die Uni Siegen traditionell stark ist – wie etwa der Wissenschafts-Didaktik.“ Ehemalige GastwissenschaftlerInnen sollen außerdem dazu ermutigt werden, auch für längere Zeit nach Siegen zurückzukehren: Die so genannten „return to research“-Stipendien unterstützen die Wiederaufnahme von Forschungsaufenthalten an der Uni Siegen.

„Ein Netzwerk aus Forscher-Alumni aufzubauen ist viel Arbeit“, sagt Susanne Padberg. „Im Unterschied zu „normalen“ Alumni haben die meisten nur wenige Monate an der Uni Siegen verbracht. Wer sein komplettes Studium hier absolviert hat, hat automatisch eine starke emotionale Bindung. Das ist bei den Forscher-Alumni anders.“ Ehemalige GastwissenschaftlerInnen an die Universität zu binden, funktioniere eher über die wissenschaftliche Schiene, erklärt Padberg. „Wir müssen Ihnen deutlich machen: Hierher kann man zum Forschen immer wieder zurückkommen.“

Für deutsche Universitäten zahlt sich eine solche internationale Netzwerks-Arbeit aus – davon sind auch die Verantwortlichen bei der Alexander von Humboldt-Stiftung überzeugt. „Als erfolgreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Deutschlanderfahrung sind die Forscher-Alumni der lebende Beweis dafür, dass sich Forschung im Land der Dichter und Denker lohnt“, sagt Generalsekretär Enno Aufderheide. „Wer das als Uni erkennt, seine Forscher-Alumni an sich bindet und gezielt einsetzt, profitiert: bei der Rekrutierung der besten Postdoktoranden, bei der Anbahnung von Forschungskooperationen und strategischen Partnerschaften.“

Insgesamt hatten 36 Universitäten und Forschungseinrichtungen am Wettbewerb „Forscher-Alumni-Strategien“ der Stiftung teilgenommen. Zu den Gewinnern zählen neben der Universität Siegen noch drei weitere Hochschulen und sechs außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Der Wettbewerb ist Teil des Projekts „Internationales Forschungsmarketing“, das die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinschaftlich durchführen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

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