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Kinder-Uni gestartet

Prof. Brandt erklärt den vielen kleinen Studentinnen und Studenten, warum es so wichtig ist, dass Autos leicht aber robust sind.

Viele Finger ragen in die Luft, Fragen über Fragen im Audimax: Warum gibt es noch keine fliegenden Autos? Heißt es Leichtbau, weil die Autos leicht zu bauen sind? Professor Dr. Robert Brandt versucht sie alle zu beantworten in der ersten Vorlesung der Kinder-Uni-Reihe 2017. Sein Thema: „Leichtbau und Fahrzeugsicherheit“. Zusammen mit den Kindern diskutiert er die Vor- und Nachteile von Autos und die Zukunft von Elektro- und selbstfahrenden Fahrzeugen. Einen Konsens finden sie schnell: Autos sind ziemlich schlecht für die Umwelt.

Die Kinder sehen in Filmen, wie sicher oder unsicher verschiedene Fahrzeuge sind. „Autos sind lange Zeit immer schwerer geworden, weil die Hersteller die Sicherheit, Qualität und den Komfort verbessern wollen“, erklärte Brandt. Für die Umwelt seien die aber nicht gut, weil sie viel mehr Benzin verbrauchen. Also müsse man jetzt forschen, um leichte Werkstoffe zu erfinden, die trotzdem sicher und robust seien. Brandt hatte verschiedene PKW-Federn mitgebracht, um den Kindern zu zeigen, wie schwer beziehungsweise leicht sie sind. Seine Vorlesung hatte er vorher bei seinen drei Kindern getestet.


Die nächsten Kinder-Uni Termine

14. März: Prof. Dr. Volker Blanz (Lehrstuhl für Medieninformatik, Fakultät IV), Thema: Wie Mona Lisa sprechen lernt
Auf dem berühmten Gemälde von Leonardo da Vinci lächelt die Mona Lisa. Professor Blanz, Experte für Bildinformatik, zeigt Schritt für Schritt, wie aus einem Bild dank moderner Computersysteme eine 3D-Simulation entsteht. Ganz viele ähnliche Gesichter werden dabei vermischt, um eine möglichst realitätsnahe Version des Originals in 3D zu erzeugen. Auch die Mona Lisa bekommt so ein 3D-Gesicht. Wie sie schließlich sprechen lernt, zeigt Prof. Blanz

21. März: Prof. Dr. Peter-Michael Kaul (Gastdozent, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg), Thema: Auf der Spur des Anoplophora glabripennis oder wie interpretiere ich den Geruch eines Baumes
Der asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) ist in Europa aus Asien eingeschleppt worden. Da er im heimischen Laubholzbestand große Schäden anrichtet, muss er gemäß einer EU-Richtlinie konsequent bekämpft werden. Dies ist aber nicht so einfach, da das Tier den größten Teil seines Lebens als Larve im Baum verbringt und somit von außen nicht sichtbar ist. Prof. Kaul stellt ein neues Verfahren vor, um die Larve des Laubholzbockkäfers am Geruch zu identifizieren.

28. März: Prof. Dr. Tobias Fröschle (Bürgerliches Recht mit dem Schwerpunkt Familienrecht einschließlich freiwillige Gerichtsbarkeit und Kinder- und Jugendhilferecht, Fakultät III), Thema: Grundgesetz, Recht der Kinder
Recht zu haben ist das eine. Recht zu bekommen jedoch etwas anderes. Rechtswissenschaft ist die Wissenschaft von der Anwendung von Rechten auf den praktischen Fall. In seiner Vorlesung zeigt Professor Fröschle, was es in einem Fall vor Gericht bedeutet, dass Kinder Rechte haben.

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Fragen, Erklären, Mitschreiben - Die jungen Studenten der Kinder-Uni hatten in der Vorlesung viel zu tun.
Foto: Universität Siegen