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Region im Wandel

Siegener Mittelstandstagung 2017 befasste sich mit der Digitalisierung und den Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen.

Die Wirtschaftsregion Südwestfalen befindet sich aktuell in einem Veränderungsprozess, der geprägt ist durch Digitalisierung, engere Vernetzung sowie steigenden Informationsbedarf. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen stehen dabei vor großen Herausforderungen. Die Siegener Mittelstandstagung 2017 trug deshalb den Titel „Region im Wandel“. Ziel war, die Vernetzung zwischen der Universität Siegen und insbesondere der Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht) mit den regionalen Unternehmen zu fördern und den Fokus auf die Mittelstandsforschung zu richten.

Zahlreiche Unternehmensvertreter aus dem Großraum Südwestfalen und angrenzenden Regionen nahmen teil. Von verschiedenen wissenschaftlichen Vorträgen und Workshops bis hin zu Gastvorträgen wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Unter anderem ging es um „Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf dem Weg zur Digitalisierung“, das „zweite Maschinenzeitalter im Mittelstand“ oder um „Smart Factory – Einkaufen im Wandel – die Folgen der Digitalisierung“. Die Keynote zum Abschluss der Mittelstandstagung hielt Felix G. Hensel, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen.

Einen neuen Blickwinkel auf das Thema Gründung bot der Workshop „Gründung gestern und heute“. Unter der Marke „level up“ fasst die Sparkasse Siegen ihre Aktivitäten und Angebote zusammen, die sich an Existenzgründer und junge Unternehmer richten. „Knapp ein Drittel der Selbstständigen sind nach der Gründung vom Markt verschwunden. Wenn ein Gründer scheitert, so liegt das in der Regel an fehlender Fundierung des Konzepts. Es stellt sich hier die Frage: wie können wir frühzeitig in den Bereichen Konzept und Person Einfluss nehmen?“, erklärte Gesine Westhäuser, Vorstandsmitglied der Initiative „Startpunkt57“, vor Studierenden, DoktorandInnen und jungen GründerInnen. Statt erst Gespräche zu führen, wenn es um konkrete Finanzierungsprobleme geht, wolle man auch bei vagen Vorstellungen beratend zur Seite stehen. „Schon die eventuelle Idee sich selbständig zu machen, gibt Anlass zur Beratung“, sagte Westhäuser.

Die TeilnehmerInnen hatten im Rahmen weitere Programmpunkte die Möglichkeit, mehr über die Forschungsschwerpunkte der Fakultät III zu erfahren und zugleich wertvolle Kontakte zu knüpfen. Denn: Digitalisierung beeinflusst alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche, sowohl weltweit als auch regional. Direkt betroffen sind nicht nur Industrieunternehmen wie Maschinenbauer und Automobilzulieferer, sondern auch Betriebe aus dem Dienstleistungssektor wie Logistik und Handel. Angesichts der immer vielfältiger werdenden Möglichkeiten benötigen die Unternehmen dynamische Fähigkeiten, um die sich daraus ergebenden Chancen nutzen zu können. Hierzu braucht es nicht nur Know-How und Erfahrung, sondern auch technisch versierte Mitarbeiter, welche lernfähig sind und sich schnell in neuen Systemen zurechtfinden. Es heißt nun, die Chance zu ergreifen und den Wandel der Region in die richtige Richtung zu lenken.