..
Suche

Personensuche
Veranstaltungssuche
Katalog der UB Siegen

Keine Fakten heißt keine Demokratie

Am 22. April haben weltweit Menschen für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung demonstriert, 1500 beim „March for Science“ in Bonn.

„Keine Fakten heißt keine Demokratie. Deshalb setzen wir ungeheuerlichen Thesen und herauskrakeelten Befindlichkeiten fundiertes wissenschaftliches Wissen, Dialog und Zusammenhalt entgegen.“ Das sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze am 22. April 2017 beim „March for Science“ auf der Bonner Hofgartenwiese vor rund 1500 Besucherinnen und Besuchern. Bonn war – ebenso wie mehr als ein Dutzend andere deutsche Städte sowie weltweit rund 500 Orte – Schauplatz einer Kundgebung für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung.

Ministerin Schulze: „Vom Science March geht ein starkes Signal aus: Wir stehen gemeinsam ein für eine freie und unabhängige Forschung. Mich und viele andere erschrecken die aktuellen Entwicklungen in Europa und auch jenseits des Atlantiks. Die zunehmende Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit, das Kokettieren mit purer Wissenschaftsignoranz, die Tendenz zu Isolation und Abschottung. Wir sehen dies in unterschiedlicher Art in verschiedenen Ländern. Auch da, wo wir das nicht erwartet hätten.“

Außer Schulze sprachen unter anderem Prof. Dr. Michael Hoch (Rektor Universität Bonn), Prof. Dr. Margret Wintermantel (Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes), Prof. Dr. Axel Freimuth (Rektor Universität zu Köln) und Prof. Dr. Ernst Schmachtenberg (Rektor RWTH Aachen). „Freie Wissenschaft ist so wie freie Medien und eine unabhängige Justiz essentiell für eine demokratische Gesellschaft“, sagte Prof. Freimuth in seiner Rede.

Der „March for Science“ ist eine internationale Reaktion auf die Beobachtung, dass wissenschaftlich erwiesene Tatsachen immer häufiger im politischen und gesellschaftlichen Diskurs geleugnet und relativiert werden. Der Meteorologe und TV-Moderater Karsten Schwanke moderierte die Veranstaltung auf der Hofgartenwiese. Die Universität Siegen hatte den „March for Science“ unterstützt und zur Teilnahme aufgerufen.