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Aushängeschild für die Region

Die Fakultät III der Universität Siegen freut sich über das neue „Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0“ – und feiert die Eröffnung des Campus Unteres Schloss.

Die Digitalisierung sorgt für Veränderungen – in allen Lebensbereichen und damit auch in der Wirtschaft. Ob Anlagenbauer, Automobilzulieferer oder Bank, für eine Vielzahl der Unternehmen ergeben sich neue Herausforderungen und neue Chancen. Gerade die Region Siegen-Wittgenstein ist davon betroffen. Mit dem „Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0“ wird ein neuer Knotenpunkt geschaffen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat Siegen als einen von zwölf neuen Standorten in Deutschland ausgewählt. Das hatte die Universität Siegen mit mehreren Partnern erfolgreich beantragt. Der Bund fördert das neue Zentrum mit mehreren Millionen Euro, am 1. September 2017 soll es starten.

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schlosseroeffnung_wulfDoch bevor der Startschuss erfolgt, hatte die Fakultät III (Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht) der Universität Siegen zur Eröffnungsfeier des neuen Campus am Unteren Schloss eingeladen. Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatssekretär des BMWi, reiste nach Siegen und betonte: „Südwestfalen ist das Herz des Mittelstandes, es ist beeindruckend, welche Arbeit hier geleistet wird. Das neue Kompetenzzentrum ist ein wichtiges Signal in die Region, ein Aushängeschild. Südwestfalen ist angekommen in Berlin.“ 

Rund 300 Freunde und Förderer feierten das neue Zuhause in der Siegener Innenstadt. „Die Fakultät III hatte den Mut, an diesen Standort zu gehen, sie hat das Potenzial hier erkannt. Ich freue mich sehr für die Fakultät, jetzt auch dieses neue Projekt nach Siegen geholt zu haben“, sagte Kanzler Ulf Richter. Auch Prof. Dr. Volker Wulf, Dekan der Fakultät III, freute sich über den Ausbau der Forschungsaktivitäten: „Die Gestaltung von Mittelstand ist eine Kernaufgabe in der Region. Wir möchten dabei helfen, die Potenziale, die in der Digitalisierung liegen, aufzugreifen. Dazu werden wir zum einen Projekte in den Unternehmen durchführen, vor Ort mit den Akteuren nach Lösungen suchen. Zum anderen werden wir eine Plattform aufbauen, um das Wissen und Innovationen zu teilen.“ 

Fragen und damit Ansatzpunkte für das neue Kompetenzzentrum gibt es genügend. Wie lässt sich die Arbeitswelt in der „Industrie 4.0“ gestalten? Wie schaffen kleine und mittlere Unternehmen den Sprung in die neue digitale Welt? Und wie gelingt es, die eigenen MitarbeiterInnen sowie den Nachwuchs mitzunehmen? Neue Möglichkeiten ergeben sich durch technische Innovationen, zum Beispiel könnte ein mathematisch berechnetes Verfahren bei der optimalen Einstellung von Maschinen in Biegeprozessen helfen. Auf der anderen Seite entstehen neue Belastungen, beispielsweise durch die ständige Erreichbarkeit von ArbeitnehmerInnen.

„Digitalisierung bedeutet die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen. Dabei geht es nicht um große oder kleine Unternehmen, sondern darum, schnell zu sein – die Flinken werden die Langsamen schlagen. Das Arbeitsverhalten wird sich komplett ändern, die Unterstützung des Bundes ist großartig für uns“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener. So sah es auch Landrat Andreas Müller, der betonte: „Wir sind gut und wollen gut bleiben. Dabei helfen nur Mut und der Wille zur Veränderung. Wir können als Reallabor gegenseitig von neuen Lösungen profitieren.“

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