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Digitalisierung als Gemeinschaftsaufgabe: Strategien für Kommunen in Nordrhein-Westfalen

Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart diskutierte mit WissenschaftlerInnen der Uni Siegen und mit PraktikerInnen über Digitalisierungsstrategien für Kommunen.

Das Land Nordrhein-Westfalen möchte die Digitalisierung seiner Kommunen unterstützen. Im Bereich der Verwaltung soll die Studie „Digitalisierungsstrategien für Kommunen“ des Forschungskollegs „Zukunft menschlich gestalten“ (FoKoS) der Universität Siegen zur Entwicklung einer strategischen Basis künftiger Projekte beitragen. Den Auftakt zur landesweiten Studie bildete die gleichnamige Veranstaltung am 21. Februar 2018 in Düsseldorf.

„In Zeiten der Digitalisierung muss jedes einzelne Projekt auf ein größeres Ganzes einzahlen, weil sie die übergreifenden Strukturen sonst nicht gemeinsam aufbauen können“, sagte der Direktor des FoKoS, Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves, in seiner Eröffnungsrede. Die Aufgabe von Digitalisierungsstrategien sei es, eine Vielzahl an Möglichkeiten einzufangen, auf die lokalen Bedarfe und Anforderungen anzupassen und zu einem nachhaltigen strategischen Ganzen zu verbinden.

Neben der Vernetzung und dem gegenseitigen Austausch der Kommunen ist dem Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen Prof. Dr. Andreas Pinkwart vor allem der Fokus auf den Bürger wichtig. Er betonte, dass dieser in der digitalen Welt stets im Mittelpunkt stehe. „Wir müssen uns eine Idee davon machen, was den Bürger, was den Menschen wirklich interessiert, was er wirklich braucht und wie wir das mit Hilfe der Digitalisierung besser machen könnten“, sagte Prof. Dr. Andreas Pinkwart in seinem Vortrag.

pinkwartIm Vorfeld der Veranstaltung analysierte das Projektteam des FoKoS politische Dokumente sowie Best Practice-Beispiele ausgewählter deutscher und internationaler Städte und führte zahlreiche Interviews mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern durch. Anhand dieser Erhebungen präsentierte Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves erste markante Erkenntnisse und diskutierte sie mit den gut 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Befunde sollen in den kommenden Monaten mit den noch ausstehenden Ergebnissen einer landesweiten Umfrage gespiegelt werden.   

In der anschließenden Diskussionsrunde stand der Erfahrungsaustausch unter den Kommunen im Vordergrund. Gemeinsam mit dem Chief Digital Officer der Stadt Düsseldorf, Peter Adelskamp, Dr. Jan Brandt vom VDI-Technologiezentrum und dem Vertreter der Initiative „Intelligente Vernetzung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, Thilo Zelt, diskutierte Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves über die Herausforderungen und Chancen bei der Entwicklung von Digitalisierungsstrategien. Was macht eine gelungene Strategie aus und welche Kompetenzen und Akteure spielen dabei eine entscheidende Rolle? „Digitalisierungsstrategien dienen einerseits zur Legitimation und andererseits zur Reduktion der komplexen Thematik“, erklärte Thilo Zelt. Jan Brandt verwies auch auf die Mitarbeit anderer staatlicher Einrichtungen, um Mitgestaltung zu fördern. Denn: „Digitalisierung ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, sagte auch Peter Adelskamp. In seinem Schlusswort plädierte er für eine umfassende Kommunikation zur Steigerung der Akzeptanz von Bürgerinnen und Bürgern.

Die Abschlusspräsentation der Studienergebnisse findet am 3. Mai in Düsseldorf statt. Nähere Informationen hierzu sowie zur vergangenen Veranstaltung finden Sie auch in der XING-Gruppe „Digitalisierungsstrategien für Kommunen – NRW“ (https://tinyurl.com/Digitalisierungsstrategien).