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„Mercator Fellowship“ für Dr. Mine Gencel Bek

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Forschungsprojekt an der Universität Siegen zu mobilen Medienpraktiken türkischer AkademikerInnen, KünstlerInnen und JournalistInnen im deutschen Exil.

Ab dem 1. April 2018 erhält Dr. Mine Gencel Bek das „Mercator Fellowship“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die 21-monatige Förderung ermöglicht es der Medienwissenschaftlerin, ihr Forschungsprojekt zu mobilen Medienpraktiken türkischer Akademiker, Künstler und Journalisten im deutschen Exil (Titel: „Mobilization of Digital Diaspora: Networking Migrants via Mobiles“) im wissenschaftlichen Austausch mit den Kollegiaten und Kollegen des Graduiertenkollegs „Locating Media“ an der Universität Siegen voranzutreiben.

Dr. Mine Gencel Bek ist ehemalige Professorin der Universität Ankara. Nach ihrer Entlassung in der Türkei ist sie seit Anfang 2017 an der Universität Siegen tätig. Die früh begonnene Zusammenarbeit zwischen dem Seminar Medienwissenschaften der Philosophischen Fakultät der Universität Siegen kann nun fortgesetzt werden. Am Graduiertenkolleg „Locating Media“ freut sich das Team um Prof. Dr. Carolin Gerlitz, Prof. Dr. Tristan Thielmann und Dr. Pablo Abend auf die Zusammenarbeit. Besonderer Dank für die erfolgreiche Antragsstellung gilt Prof. Dr. Niels Werber und Dr. Jochen Venus (Fakultät I), Dr. Nina Fenn (International Office) und Dr. Susanne Pütz (Referat Forschungsförderung).

Das Projekt der ehemaligen Fullbright-Professorin des Massachusetts Institute of Technology (MIT) nimmt ein hoch aktuelles Migrationsphänomen aus medienwissenschaftlicher Perspektive in den Blick. Unter Zuhilfenahme des am Graduiertenkolleg entwickelten orts- und situationsbezogenen Methodenrepertoires soll die Nutzung mobiler Medien durch unfreiwillig migrierte türkische Akademiker, Journalisten und Künstler untersucht werden. Im Kern steht die Frage, wie mobile Medien dazu genutzt werden, die bisherige Arbeit in der Diaspora fortzuführen und zu reorganisieren.

Das Projekt passt hervorragend zum Forschungsprofil des Siegener Kollegs, das einen Schwerpunkt auf die verteilten Räume und distribuierten Situationen mobiler Medien- und Datenpraktiken legt. Durch ihre interdisziplinär angelegte Forschung schlägt Dr. Mine Gencel Bek eine Brücke zwischen den am Graduiertenkolleg beteiligten Fächern, insbesondere durch die Verknüpfung soziologischer, medienwissenschaftlicher, politikwissenschaftlicher und sozio-informatischer Ansätze.

Darüber hinaus verspricht Dr. Beks Expertise in der Journalismusforschung, der politischen Medienökonomie und der Forschung zu Partizipationskulturen eine thematische Erweiterung für das Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs. Als international ausgewiesene Wissenschaftlerin trägt sie zudem zur weiteren Internationalisierung der Siegener Medienforschung bei. Die DFG stärkt damit den Forschungsschwerpunkt der Universität Siegen, der sich auch im Sonderforschungsbereich (SFB) „Medien der Kooperation“ widerspiegelt.

Hintergrund:
Das Graduiertenkolleg „Locating Media“ erforscht orts- und situationsbezogene Medienprozesse durch orts- und situationsbezogene Methoden. Der interdisziplinäre Forschungsverbund zielt hierzu auf die Zusammenführung qualitativer Untersuchungsmethoden und verbindet diese mit Forschungsfragen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der digitalen Medien. Dazu werden Kompetenzen aus sozial-, informatik- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen, die entsprechende Pionierforschungen entwickelt haben, mit medienwissenschaftlichen Erkenntnisinteressen verknüpft.